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Computerspiele helfen gegen Phobien

21.10.2003 | 10:39 Uhr |

Forscher an der kanadischen Université du Québec haben im Rahmen einer Studie festgestellt, dass von Phobien geplagte Patienten wirkungsvoll mit Hilfe handelsüblicher Computerspiele geholfen werden kann.

Speziell Spiele, in denen Nutzer eigenen Umgebungen konstruieren und die Spielumgebung anpassen könnten, eigneten sich dafür hervorragend und seien deutlich günstiger als die ansonsten für solche Zwecke eingesetzten speziellen Simulatoren.

Um die Ängste von Patienten zu mildern, werden diese gängigerweise im Rahmen einer Konfrontationstherapie schrittweise immer stärker in für sie bedrohliche (virtuelle) Umgebungen versetzt, um durch allmähliche Gewöhnung ihr Problem in den Griff zu bekommen. Die kanadischen Wissenschaftler verwendeten bei ihren Versuchen, deren Ergebnisse laut "Wired News" in der Oktoberausgabe der Fachzeitschrift "Cyberpsychology and Behavior" veröffentlicht wurden, beispielsweise "Half-Life" zur Erzeugung einer spinnenübersäten Umgebung gegen Arachnophobie sowie "Unreal Tournament", um große Höhen und enge Räume zur Therapie akro- und klaustrophober Patienten zu entwickeln. Die Therapie-Levels wurden anschließend erfolgreich je 13 Patienten mit und ohne diagnostizierte Phobien vorgesetzt. Dabei verwendeten die Forscher einen preiswerten PC mit 3D-Brille. (tc)

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