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US-Verbraucherschutzorganisation will Untersuchung gegen Google

25.01.2011 | 07:36 Uhr |

Die Verbraucherschutzorganisation Consumer Watchdog will in den USA eine Untersuchung gegen Google wegen vermeintlicher zu enger Verquickung mit der US-Regierung initiieren

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Die Verbraucherschutzorganisation Consumer Watchdog will in den USA eine Untersuchung gegen Google wegen vermeintlicher zu enger Verquickung mit der US-Regierung initiieren. Am Montag hatte Consumer Watchdog einen diesbezüglichen Antrag beim Vorsitzenden des Oversight and Government Reform Committee - einer Art ständigem Untersuchungsausschuss des Parlaments zur Überwachung der Regierung - eingereicht. Seit den Wahlen im November untersteht der Ausschuss dem kalifornischen Republikaner Darrell Issa, der laut IDG News Service dem Vorhaben von Consumer Watchdog gegenüber sich aufgeschlossen zeigt. Der Ausschuss soll die Verträge Googles mit diversen Bundesbehörden untersuchen und in Erfahrung bringen, ob es darüber hinaus geheime Absprachen mit der Regierung gäbe. Die Organisation wirft den Behörden vor, im vergangenen Jahr unzureichende Maßnahmen gegen Google getreoffen zu haben, nachdem bekannt wurde, die Street-View-Fahrzeuge hätten bei ihren Touren auch WLAN-Daten protokolliert: "Wir glauben, dass Google unangemessen von engen Bindungen zur Regierung profitiert hat."

Eine Google-Sprecherin stellte jedoch gegenüber dem IDG News Service die Objektivität von Consumer Watchdog in Frage. Diese hätte in ihren Aktionen für mehr Datenschutz vor allen Dingen Google im Visier gehabt und die Konkurrenten Microsoft und Facebook meist außen vor gelassen. "Das ist nur der letzte Eintrag in einer langen Liste von Täuschungen der Öffentlichkeit durch eine Organisation, die einräumt, eng mit unseren Mitbewerbern zu kooperieren," zürnte die Sprecherin gegenüber dem IDG News Service.

Diesen Vorwurf wirft der für Consumer Watchdog aktive Anwalt John Simpson zurück: "Wir haben überhaupt keine Beziehung zu Microsoft. Wir nehmen nichts von ihrem Geld." Man schaue genauer auf Google, weil dessen Dienste vielen Leuten als "Tor zum Internet" dienen würden. Wenn man die "ohne Zweifel einflussreichste Internet-Company" dazu bringen könnte, ihre Datenschutzrichtlinien zu verbessern, würden andere Firmen folgen.

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