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Content Blocker aktuell auf Top-Plätzen im App Store

18.09.2015 | 09:37 Uhr |

Eine der Neuerungen unter iOS 9 betrifft Safari - Apple lässt jetzt externe Apps zu, die die störenden Pop-ups oder Werbung sperren.

Seit iOS 9 erlaubt das System den Dritthersteller-Apps einige Modifizierung an Safari vorzunehmen. Darunter befindet sich auch das so genannte Content Blocking. Das bedeutet nichts anderes als Blockieren der mobilen Werbung auf der Webseiten. Seit gestern stürmen die entsprechenden Apps die Top-Charts im App Store. Blockr , Peace und Konsorten belegen die Plätze eins bis fünf bei den meist verkauften Apps in Deutschland. Die Apps werden mit schnellen Ladezeiten von Webseiten und längerer Akkulaufzeit beworben.

Wir haben die beiden Blockr-Entwickler Tim Poller und Arno Appenzeller aus Karlsruhe kontaktiert. Die beiden Entwickler sind auf die Idee gekommen, als Apple auf der WWDC die neue Funktion angekündigt hat. Generell ist für sie Werbung dann nervig, wenn sie den ganzen Bildschirm bedeckt, beim Lesen stört, blinkt, oder die Seite damit ewig lädt. "Das ist schon gruselig, wenn man in Google nach einem Fitnessstudio gesucht hat und ab dann auf den angesurften Seiten ständig nur noch die Werbung für ein Studio X sieht", so Appenzeller. Nach den Vorstellungen der Entwickler sollte die Werbung mehr zu den Inhalten auf der Webseite passen: "Die neue Technologie von Apple ist eine bessere Lösung (für den Nutzer) und schafft einen neuen Markt. Es ist gut, dass die Werbeindustrie jetzt etwas zum Nachdenken hat."

Nun haben aber die beiden Seiten – Apple zusammen mit den Entwicklern – die Rechnung ohne Twitter und Facebook gemacht. Die Webseiten, geöffnet innerhalb von den beiden Social Apps enthalten sowohl Werbung als auch die Social Buttons, die die Werbetreibenden für die Seite vorgesehen haben. Das liegt daran, dass Apple für die App-Entwickler eine Möglichkeit liefert, innerhalb von Apps Webseiten darzustellen. Dies geschieht in einem so genannten In-Fenster-Browser, einer Art Safari mit deutlich abgespeckten Funktionen. In diesem Browser greift Content Blocking nicht. Zwar besteht solche Möglichkeit auch für die externen Apps, die die Webinhalte über die In-App-Browser darstellen. Extra dafür hat Apple im Sommer 2015 Savari View Controller vorgestellt, die neue API bringt mehr Optionen, unter anderem auch Content Blocking. Nur die Dritt-Entwickler müssen die neue API nutzen.

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