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Cookies: Gericht weist Klage gegen Google zurück

11.10.2013 | 07:14 Uhr |

Google hat keinen Schaden angerichtet, als es Sicherheitseinstellungen in Safari umging, entscheidet ein Gericht.

Ein Gericht in Delaware hat eine Sammelklage von Safari-Nutzern gegen Google zurückgewiesen, die bereits im Februar 2012 eingereicht worden war. Die Kläger um den Anwender Matthew Soble hatten Google beschuldigt, Sicherheitsvorkehrungen des Apple-Browsers Safari zu umgehen und Cookies auch dann zu setzen, wenn die Einstellungen des Browsers das eigentlich verboten. Google - und auch drei andere Ad-Netzwerke - hatten den Code ihrer Anzeigen geschickt getarnt, so dass Safari das Cookie darin nicht als von Google kommend identifizierte, die Aufzeichnung des Surfverhaltens ist somit möglich geworden.

Den Klägern sei es laut Richterin Sue Robinson aber nicht der Beweis gelungen, dadurch einen echten Schaden erlitten zu haben. Weder hätten sie Geld verloren, noch könne man die von Google gesammelten Daten als Entwendung von Eigentum ansehen. Obwohl das Gericht mehrere Gesetze wie den Electronic Communications Privacy Act, den California Consumers Legal Remedies Act, das California Computer Crime Law und den The Computer Fraud and Abuse Act betrachtet habe, sei Google kein illegales Verhalten vorzuwerfen.

Die Handelsbehörde FTC hatte den Fall etwas anders gesehen und Google vor fast einem Jahr zu einer Strafzahlung 22,5 Millionen US-Dollar verdonnert , Google dabei aber aus der rechtlichen Verantwortung für das Vorgehen entlassen.

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