1450262

Google will sich auf jedwede Untersuchung zu Safari-Datenschutz einlassen

19.03.2012 | 06:45 Uhr |

Während Datenschutzvertreter der USA und EU den erneuten Verstoß und die fraglichen Datenschutzrichtlinien bei Google genau unter die Lupe nehmen, beharrt Google auf seiner Unschuld.

Google Logo
Vergrößern Google Logo

Eine Pressesprecherin von Google hat bestätigt, dass Google in der Untersuchungen wegen Privatsphären-Verletzungen in Safari die offiziellen Datenschutz-Repräsentanten der USA und europäischen Union voll unterstützen will. Gleichzeitig lehnte sie jedoch ab, dass, wie in The Wall Street Journal berichtet, die Untersuchungen bereits in vollem Schwung sind.

Laut dem Bericht in The Wall Street Journal haben sowohl Vertreter der US-Handelsbehörde FTC als auch der französischen nationalen Datenschutzbehörde CNIL die Untersuchungen begonnen und letztere den neuen Fall von Datenschutzverletzungen einfach zu der bereits schwebenden Verfahren wegen den letzten Änderungen der Datenschutzrichtlinien bei Google hinzugefügt. Die FTC soll sich hingegen auf den Aspekt konzentrieren, ob nicht genehmigte Nutzung von Tracking-Cookies in Safari einen Verstoß gegen das Abkommen mit der FTC im März 2011 darstellen, welches mit bis zu 16.000 US-Dollar pro Vorfall pro Tag bestraft werde kann. Beide Behörden lehnten es auf Anfrage ab, einen Kommentar zum möglichen Start der Untersuchungen abzugeben.

Für Montag jedoch hat CNIL versprochen, den zu Google gesendeten Fragekatalog zu den letzten Änderungen der Google-internen Datenschutzrichtlinien auf der Webseite zu veröffentlichen. CNIL vertritt die Position, dass die letzten Modifikationen gegen geltendes Datenschutzrecht in der EU verstoßen.

Google beharrt darauf, dass der Einsatz von Tracking-Cookies nur ein Unfall und nicht etwa Absicht war. "Die Firma hat lediglich eine bekannt Safari-Option genutzt, die durch angemeldete Google-Anwender freigeschaltet wird. [..] Google baute eine kurzfristige Verbindung zwischen dem Safari -Browser und den Google-Servern auf um auszuwerten, ob der Safari-Anwender gleichzeitig auch bei Google angemeldet ist und die Nutzung von maßgeschneiderter Reklame und weiteren Inhalten bei Google erlaubt. Safari jedoch enthält Funktionalitäten, die unabhängig von der Anwendereinstellung bei der Verbindung weitere Tracking-Cookies von Google setzte", verteidigte die Pressesprecherin Google.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1450262