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Crunch: Videos mundgerecht für iPod und Apple TV

08.05.2007 | 14:23 Uhr |

Mit Toast hat Roxio eine Software im Programm, die auf dem Mac einen Quasi-Standars darstellt - einfacher und komfortabler als mit dem Brenn-Klassiker kann man CDs und DVDs in jeglichen Formaten kaum erstellen.

Roxio Crunch Packshot
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Einfache Bedienung - darauf setzt auch ein neues Roxio-Produkt. Das 50-Dollar-Programm Crunch erscheint heute und hat es sich zum Ziel gesetzt, Filmdateien und DVDs mundgerecht für iPhone, iPod und Apple TV aufzubereiten. Im Test stellt man sich die Frage: Wer braucht es?

Der Name Crunch assoziiert: Dieses Programm kriegt alles klein. Doch weit gefehlt. Aus den bekannten rechtlichen Gründen verweigert der Video-Konvertierer bei kopiergeschütztem Material wie kommerziellen Film-DVDs die Arbeit. Wer bewegte Bilder auf Geräte der iPod-Familie (Apple TV und iPhone zählen wir einfach dazu) transportieren will, sollte auch die Rechte daran haben. Unproblematisch sind etwa Urlaubsfilme vom Camcorder, im Bereich der Privatkopie auch legal Mitschnitte von Fernsehsendungen. Braucht man dafür aber ein eigenes Programm? Nein - diese Aufgaben lassen sich mit iMovie und Fernsehsoftware wie EyeTV oder FormacDVB allein erledigen. Sie nutzen QuickTime - wie Crunch auch: Einen Geschwindigkeitsvorteil oder kleinere Dateigrößen bewirkt Crunch nicht. Praktisch und einfach ist die Oberfläche des Programms gehalten, sie zitiert das bekannte Toast-Fenster und unterstützt Drag-and-Drop. Popcorn-Anwendern dürfte sie bekannt vorkommen - und so ist Crunch eigentlich ein Parallelprodukt zu dem anderen Video-Konverter für iPods und Sonys PSP. Ein tieferer Sinn erschließt sich uns nicht - allein als Marketing-Maßnahme verstehen wir die Platzierung eines so ähnlichen Software-Produkts, das gezielt auf Apple TV- und iPhone-Anwender abzielt. Wer sich mit benutzerdefinierten QuickTime-Einstellungen auskennt, kann auch mit Popcorn Filme für Apple TV optimiert erstellen - aber der braucht dann eigentlich gar kein weiteres Programm. Unsere Kollegen bei AppleInsider kommen zu einem ganz ähnlichen Schluss, gehen in ihrem Produkttest aber weiter ins Detail und betrachten die Situation mit kopiergeschützten Medien. Sinnvoller erscheint auch uns, dass sich Anwender für die Hälfte des Geldes lieber die Pro-Version von QuickTime 7 zulegen und sich vielleicht ein Stündchen genauer mit der Materie der Videokodierung beschäftigen.

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