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CurrentC kommt später – oder gar nicht

18.05.2016 | 09:56 Uhr |

Bezahlen mit dem Handy wird zu einem lukrativen Geschäft für Anbieter wie Apple. CurrentC scheint erstmal aus dem Rennen.

Das mobile Bezahlsystem CurrentC muss einen weiteren Rückschlag hinnehmen. MCX (Merchant Customer Exchange), der Einzelhändlerverband hinter dem vermeintlichen Apple-Pay-Rivalen, hat angekündigt, den US-weit geplanten Start erneut zu verschieben . Das Feedback aus dem Markt und dem Pilotprojekt in Columbus hätten zu der Entscheidung geführt. Mobile Payment sei jedoch ein langfristiges Geschäft, die Investoren blieben optimistisch. Die weitere Verzögerung ist aber ein starkes Indiz dafür, dass es CurrentC nie auf den Markt schaffen könnte.

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Das Projekt trennt sich von 30 Mitarbeitern, laut dem MCX-CEO Brian Mooney will man sich nun verstärkt auf die Zusammenarbeit mit Kreditinstituten wie Chase konzentrieren. Anders als das sichere Apple Pay arbeitet CurrentC nicht mit NFC, sondern mit für jede Transkaktion neu generierten Codes, die an QR erinnern. Diese kann ein Lesegerät an der Kasse erkennen und somit eine Überweisung vom mit CurrentC verbundenen Bankkonto veranlassen. Anders als bei Apple Pay werden aber Finanzinformationen verschlüsselt in der Cloud gespeichert, auch muss man zum bezahlen die CurrentC-App öffnen und kann nicht einfach sein NFC-fähiges iPhone oder die Apple Watch an ein Lesegerät halten.

Der technologische Ansatz könne sich aber jederzeit ändern, deutet Mooney an. Die Wendung könnte aber zu spät kommen, Mitglieder des Konsortiums arbeiten entweder an eigenen Bezahlsystemen oder wenden sich den Lösungen von Apple, Google und Samsung zu.

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