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DHL Paketkopter fliegt nicht mehr

19.01.2015 | 12:29 Uhr |

Der DHL Paketkopter flog 40 Mal zwischen der deutschen Nordseeküste und der Nordseeinsel Juist hin und her. Jetzt legt das spektakuläre Drohnen-Projekt aber erstmal eine Pause ein. Wissenschaftler werten die Daten und Erfahrungen aus.

Der DHL Paketkopter versorgte die Nordsee-Insel Juist mit Medikamenten und anderen dringend benötigten Gütern. Die Drohne flog vollautomatisch, unbemannt und ohne Eingriff eines Piloten. Vier Rotoren trieben den Paketkopter an. Elektromotoren lieferten die Kraft dafür. Der DHL Paketkopter konnte eine Nutzlast von bis zu 1,2 Kilogramm transportieren und war insgesamt weniger als 5 Kilogramm schwer.

Für die zwölf Kilometer lange Strecke benötigte die Flugdrohne je nach Witterungsverhältnissen rund 16 Minuten. Aus Sicherheitsgründen und entsprechend den Vorgaben der genehmigenden Behörden wurde der DHL Paketkopter während seines Flugs jedoch von einer mobilen Bodenstation in Norddeich ständig überwacht, um bei eventuellen Fehlfunktionen oder Notsituationen manuell und in Echtzeit unverzüglich eingreifen zu können. Zudem stand die Bodenstation im ständigen Kontakt zur Flugsicherung.

40 Flüge ohne Probleme

Wie der NDR jetzt meldet, hat die DHL die Drohnen-Flüge jetzt aber eingestellt. Bisher legte der Paketkopter knapp 40 Flügel zwischen der Insel und dem Festland zurück. Alle Flüge, die zwischen September und Mitte Dezember stattfanden, verliefen laut DHL ohne Störungen. Selbst Dunkelheit, Regen und Nebel konnten der Drohne nichts anhaben.

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Nun beginnt die wissenschaftliche Auswertung der Flüge durch die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH). Denn der Paketkopter ist ein Testgerät, mit dem die DHL und die kooperierenden Wissenschaftler vor allem Erfahrungen mit dem Bereich unbemannte Drohnen-Flüge sammeln wollen.

Einen Regelbetrieb des Paketkopters plant die DHL derzeit noch nicht.

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