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DHL versucht sich als Ebay-Verkaufsagent

06.10.2004 | 11:00 Uhr |

Um künftig noch stärker von dem munteren Treiben auf der Internet-Auktionsplattform Ebay zu profitieren, hat die Logistiktochter der Deutschen Post, DHL, nun ein Pilotprojekt gestartet.

Seit Anfang des Monats nimmt das Unternehmen in zwölf Berliner Post-Filialen jede Art von Versteigerungsgut unverpackt entgegen, stellt sie ins Internet bei Ebay ein und betreut den kompletten Auktionsprozess vom Verkauf über den Versand bis hin zur Bezahlung. Der Kunde muss sich dabei laut DHL um nichts kümmern, wird aber per E-Mail, SMS oder Telefon kontinuierlich über den aktuellen Stand der Auktionen auf dem Laufenden gehalten. Nach Abschluss einer Versteigerung kassiert der Logistikdienstleister eine Servicegebühr von 11,50 Euro zuzüglich einer 20-prozentigen Verkaufsprovision und den üblichen Ebay-Gebühren. Das Pilotprojekt soll bei positiver Resonanz auf bis zu 50 Filialen in der Landeshauptstadt ausgedehnt werden.

Wie die "Financial Times Deutschland" erfuhr, ist Ebay bereits jetzt ein wichtiger Umsatzträger für die Deutsche Post. Nach Konzernangaben ist jedes fünfte in einer deutschen Post-Filiale aufgegebene Paket auf ein Ebay-Geschäft zurückzuführen; zuzüglich zu den 30 Millionen Paketen beförderte das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 50 Millionen Briefsendungen mit Auktionsware. (mb)

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