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DSL-Markt: Telekom-Wettbewerber verdoppeln Marktanteil

15.12.2005 | 10:34 Uhr

Der Anteil der Telekom-Konkurrenz am DSL-Markt wird nach Angaben der Bundesnetzagentur dieses Jahr auf 40 Prozent steigen. Dies würde einer Verdoppelung des Marktanteils innerhalb eines Jahres entsprechen.

Die Konkurrenten der Deutschen Telekom haben ihre Position auf dem deutschen Breitbandmarkt ausbauen können. "Bis Ende 2005 wird der Wettbewerberanteil auf wahrscheinlich 40 Prozent steigen", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, am Donnerstag in Bonn. Dies wäre eine Verdoppelung des Marktanteils gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahl der Breitbandschlüsse wird bis zum Jahresende die Hürde von zehn Millionen überspringen. Damit verfügten 27 Prozent aller Haushalte über einen Breitbandanschluss, sagte Kurth. Marktbeherrschend ist weiterhin die Deutsche Telekom mit ihrer Internettochter T-Online. Nach Angaben von Kurth gewannen die Telekom-Konkurrenten allerdings drei Viertel aller Neukunden und erzielten damit Wachstumsraten von über 140 Prozent.

In den vergangenen Quartalen konnte vor allem die Anbieter Arcor und United Internet Boden gegenüber dem Telekom gut machen. Die beiden Unternehmen haben jeweils über eine Millionen DSL-Kunden unter Vertrag. Mit eingerechnet sind allerdings auch DSL-Anschlüsse der Telekom, die die Gesellschaften unter eigenen Namen weiterverkaufen (Resale). "Ende Oktober basierten 1,1 Millionen oder 34 Prozent der wettbewerblichen DSL-Anschlüsse auf dem freiwilligen Resaleangebot.

Mit dem Ausbau des Breitbandgeschäfts wollen sich die Unternehmen für die Zukunft rüsten. Von so genannten "Triple-Play"-Angeboten, die neben Telefon, Internet auch Unterhaltungsdienste umfassen, versprechen sich die Anbieter zusätzliche Umsätze.

Mit der Ausbreitung von Breitbandanschlüssen gewinnt auch das Geschäftsfeld Internet-Telefonie (VoIP) an Bedeutung. "Ende 2004 lag die Zahl der aktiven (VoIP-)Kunden bei schätzungsweise 250.000, wobei 500.000 Teilnehmer insgesamt über die entsprechende Soft- oder Hardware verfügten", sagte Kurth. Diese Zahl dürfte sich mittlerweile verdoppelt haben. Die Umsätze dürften allerdings noch vergleichsweise gering sein. Die Zahl der VoIP-Anbieter habe sich auf 50 verdreifacht.

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