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DSL-Router für Internet-Telefonate

23.04.2007 | 13:55 Uhr |

Jeder DSL-Router lässt sich auch für Internet-Telefonie nutzen. Neben den speziell für VoIP konzipierten Geräten kann auch ein vorhandenes eingesetzt werden, die richtige Konfiguration vorausgesetzt

Wer die Anzeigen der einschlägigen Anbieter von VoIP durchblättert, könnte meinen, dass man einen speziellen Router benötigt, wenn man an Internet-Telefonie teilnehmen will. Dem ist natürlich nicht so. Jeder DSL-Router mit integriertem Ethernet-Switch und/oder WLAN-Basis bietet Zugriff auf VoIP über einen Mac mit geeignetem Softphone, über kabelgebundene VoIP-Telefone, Telefonadapter oder Internet-Telefone mit integriertem WLAN-Adapter. Das ganze Konzept von VoIP baut auf IP, das Internet-Protokoll. Die genannten Telefone verhalten sich wie ein weiterer Mac oder Netzwerkdrucken, sind also einfach mit einem freien Ethernet-Port des Routers zu verbinden. Folglich ist ein beliebiger DSL-Anschluss samt Router die einzige Voraussetzung, um an VoIP teilzunehmen

Alleskönner Router

Der Begriff Router ist für die heute unter dem Namen vertriebenen Geräte eigentlich irreführend. Die Aufgabe eines reinen Routers besteht darin, zwei unterschiedliche Netze miteinander zu verbinden, in unserem Fall das Internet mit dem lokalen Netzwerk. Dabei arbeitet er meist als Übersetzer zweier Protokolle. Im Fall von DSL sind das PPPoE zur Verbindung mit dem Internet-Provider und TCP/IP im lokalen Netzwerk. Wer seinen Mac direkt mit dem DSLModem des Internet-Providers verbindet, um zu surfen, nutzt einen Software-Router, ohne dies zu merken. Er wird dann in der Systemeinstellung „Netzwerk“ unter „PPPoE“ sichtbar. Ist der Mac dann auch noch mit einer Airport-Karte bestückt und unter „Sharing“ in der Systemeinstellung das „Internet Sharing“ aktiviert, kann der Mac zusätzlich als Software-Router für ein drahtloses Netzwerk arbeiten. Ist der Mac ausgeschaltet, hat kein Mitglied des Netzwerks mehr Zugriff auf das Internet, zudem wird der Computer bei viel Netzwerkverkehr arg belastet. Ein Hardware-Router vereinigt die genannte Funktionalität in einem Gerät, das ständig eingeschaltet ist und zudem zusätzliche Funktionen und Anschlüsse bietet. Der Router übernimmt die PPPoEVerbindung zum Provider und somit ins Internet, sobald ein Mitglied des internen Netzwerks einen Internet-Dienst benötigt. Über ein zusätzliches Switch mit 10/100- Ethernet-Port lassen sich außerdem Macs, Windows-PCs sowie Netzwerkdrucker und IP-Telefone anschließen, die neben dem Internet-Zugang auch untereinander kommunizieren können. Die integrierte Intelligenz des Routers „weiß“, welches Endgerät gerade welche Anfrage stellt und liefert zum Beispiel eine angeforderte Webseite an den anfragenden Browser des Mac. Zur optionalen Zusatzausstattung gehört heute oftmals noch eine integrierte WLAN-Basistation für drahtlos angebundene Endgeräte wie Macs mit Airport oder WLAN-IP-Telefone. Zu guter Letzt integrieren die Hersteller heute häufig auch noch ein ADSL-Modem zur Verbindungsaufnahme mit dem Internet. Bis vor einiger Zeit bekamen DSL-Neukunden von ihrem Provider kostenlos ein DSL-Modem gestellt, heute erhalten sie oft einen entsprechend ausgerüsteten Router mit integriertem Modem.

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