922225

DVB - digitales Fernsehen erweitert

17.05.2004 | 15:54 Uhr |

Graz hat es seit dreizehn Tagen, Berlin seit einem Jahr und Westdeutschland bekommt es ab nächstem Montag: Das neue Digitalfernsehen DVB-T. Als Nachfolger des terrestrischen Fernsehens bietet es bessere Empfangsqualität und mehr Kanäle.

Jeder Nutzer muss sich zum Empfang einen neuen DVB-T-Receiver zulegen, interessant ist das neue Format aber auch für Mac-Benutzer. Werden doch Fernsehsendungen im MPEG2-Format ausgesendet, das sich recht gut am Computer verarbeiten lässt.

Was ist DVB-T? Im Grunde genommen verändert sich für den Fernsehzuschauer kaum etwas.
Statt einem analogen Fernsehprogramm mit den alt bekannten Empfangsstörungen (Schattenbilder, Unschärfe, Rauschen) geht ein digitales Signal im MPEG-Format über den Äther. Es soll auch ein größeres Senderangebot geben: So bietet DVB-T in München Platz für 24 Sender, statt wie bisher für zehn Sender, die in der Landeshauptstadt per Antenne empfangbar sind. Das Sendegebiet ist jedoch eingeschränkt: Während etwa im Ruhrgebiet und in Norddeutschland recht große Gebiete zum Sendegebiet gehören, kommen in Bayern nur die Bewohner von München und Nürnberg in den Genuss des digitalen Fernsehempfangs. Gegenüber dem aktuellen terrestrischen Empfang bringt DVB-T aber deutlich mehr Sender und einen deutlichen Qualitätssprung. Wie unsere Erfahrungen mit dem Münchner Testsender zeigten, empfangen wir die Übertragung nahezu in DVD-Qualität. Da Spielfilme und Fernsehsendungen mit sehr hohem Aufwand encodiert werden, eignen sich aufgezeichnete Sendungen theoretisch auch sehr gut für die Archivierung auf DVD.

Geräte für den Mac

Wohl die meisten DVB-T-Nuter werden ihren Fernseher mit einem DVB-T-Receiver ausrüsten, gibt es doch von Universum oder Medion preiswerte Empfangsgeräte für unter hundert Euro. Die teureren Geräte mit integrierter Festplatte könnten dann auch den DVD-Recordern Konkurrenz machen. Interessant ist DVB-T natürlich auch für Computerbesitzer. Für das Windows-Betriebssystem gibt es mittlerweile bereits USB-Geräte und PCI-Karten, für Mac-Anwender ist das Angebot dagegen recht klein. Aus Australien stammt zwar ein kostenloser DVB-Kartentreiber namens iTele, ausgereifteste Lösung ist aber sicher das Gerät Eye TV 400, das wir bereits in der Macwelt 4/2004 vorgestellt haben.

0 Kommentare zu diesem Artikel
922225