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DVD-Laufwerke feiern Cebit-Premiere

23.03.2001 | 00:00 Uhr |

Nach wie vor dient die Cebit vielen Herstellern als Plattform zur Präsentation neuer Geräte. Hardware-Redakteur Christian Möller hat sich in Sachen Massenspeicher umgesehen und ein paar Highlights aufgetan. Besonderes Augenmerk gilt dabei DVD-Laufwerken.

Panasonic kündigt auf der Cebit ein neues DVD-RAM-Laufwerk an, das auch DVD-R-Rohlinge brennt.
Das LF-D311 liest und beschreibt herkömmliche DVD-RAM-Medien mit 2,6 oder 4,7 GB Kapazität. Darüber hinaus beschreibt das Laufwerk auch DVD-R-Medien mit 4,7 GB Kapazität, die die meisten bereits existierenden DVD-Player abspielen sollen. Es handelt sich hierbei um die sogenannten "General Purpose"-Medien, die auch Apple für seinen DVD-Brenner verwendet. Damit kann man zwar kompatible Video-DVDs brennen, jedoch keine verschlüsselten DVD-Videos kopieren.

Normale CD-ROMs und CD-Rs liest das Gerät mit 24facher, DVD-ROMs mit 6facher Geschwindigkeit. Beim Scheiben auf 4,7-GB-DVD-RAM-Medien arbeitet es mit 2facher Geschwindigkeit. DVD-R-Rohlinge beschreibt der Brenner jedoch lediglich mit einfacher Geschwindigkeit. Laut Panasonic soll das Gerät ab September 2001 in den Handel kommen.

Info Panasonic, Telefon: 00 44/2 08-8 99 22 16, Internet: www.matsushita-europe.com

Kommentar des Redakteurs

Mit dem neuen Laufwerk springt Panasonic auf den Zug auf, den der viel kleinere Konkurrent Pioneer mit dem DVR-A03 ins Rollen gebracht hat. Apple baut den Pioneer-Brenner serienmäßig in die High-End-Macs der G4-Serie ein. Noch vor einem Jahr hat Panasonic steif und fest an die DVD-RAM geglaubt und alle anderen Technologien zum Scheitern verurteilt. Doch wie so oft bestimmt letztlich der Markt, was die Hersteller entwickeln sollten und was nicht. Die DVD-RAM wird sicher Freunde behalten, doch die Zukunft liegt eindeutig bei der DVD-R beziehungsweise bei den wiederbeschreibbaren DVD-Derivaten DVD-RW und DVD+RW. Letztere jedoch ist ein Produkt, bei dem Matsushitas Erzrivale Sony die Finger im Spiel hat. Zwar ist es reine Spekulation, doch eine weitere Annäherung an Pioneer seitens Matsushita scheint nicht mehr unmöglich. Damit stiegen die Chancen für DVD-R/RW klar an. cm

DVD-R/RW-Brenner von Pioneer

Universalbrenner kommt im Mai/Juni

Apple baut ihn jetzt schon ein, den Pioneer DVR-A03 wird es vom Hersteller selbst jedoch erst im Mai/Juni 2001 geben. Auf der Cebit zeigte Pioneer immerhin schon erste Exemplare. Das Laufwerk beschreibt DVD-Rs (General Purpose) mit zweifacher und DVD-RWs mit einfacher Geschwindigkeit. Zudem brennt das Gerät CD-Rs mit 8facher und CD-RWs mit 4facher Geschwindigkeit. Dem Gerät liegt eine DVD-Authoring-Software für Heimanwender bei, allerdings nur als Windows-Version. Der Endkundenpreis soll bei 900 Euro liegen. cm

Info

Pioneer, Telefon: 0 60 39/8 00 99 99, Internet: www.pioneer.de

Wechselspeicher mit 20 GB Kapazität

Iomega zeigt Peerless auf der Cebit

Peerless nennt Iomega sein neues Wechselspeichersystem, das der amerikanische Hersteller auf der Cebit erstmals einem breitem Publikum präsentierte. Das System besteht aus insgesamt drei Komponenten. Der Basisstation, einem Interface-Modul und den eigentlichen Speichermodulen. Als Interface-Modul bietet Iomega USB und Firewire an, eine SCSI-Version folgt später, USB 2.0 dann Anfang 2002. Erstmals nennt Iomega auch Preise: Die Basisstation soll 250 US-Dollar kosten, wobei ein Interface-Modul nach Wahl (USB oder Firewire) bereits enthalten ist. Die Speicherkarten kosten 130 US-Dollar (5 GB), 160 (10 GB) und 200 US-Dollar (20 GB). Das System ist ab Juni 2001 im Handel erhältlich.
Daneben kündigt Iomega die 100-MB-Variante des Pocket-Zip-Systems an, das noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Auch der bislang auf dem 40-MB fassenden Pocket-Zip basierende MP3-Player Hip-Zip soll im Herbst mit dem 100 MB Laufwerk ausgerüstet sein. cm

Info Iomega, Telefon: 0041/22 87 97-251, Internet: www.iomega.com

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