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DVD-RWs: Datensicherheit eher Glückssache

07.12.2005 | 17:34 Uhr

Für das Backup zwischendurch oder zum kurzfristigen Auslagern von Datenbeständen sind wiederbeschreibbare DVDs nach wie vor ein beliebtes Medium. Doch wie sicher sind Ihre Daten eigentlich auf den Scheiben aufgehoben? Unsere Kollegen von der PC-Welt haben neun verschiedene DVD-RW-Rohlingstypen in den Test geschickt: vier Plus- und fünf Minus-RWs.

Schon am Anfang enorme Fehlerraten

Auf ziemlich tönernen Füßen steht die Zusammenarbeit zwischen DVD-RW-Rohling und Brenner, wenn bereits am Anfang, das heißt im Inneren der Scheibe, hohe Fehlerraten auftreten. So geschehen beispielsweise beim Rohling Fujifilm DVD+RW 4,7 1-4, gebrannt im Laufwerk Plextor PX-708A (siehe Screenshot rechts).

Unser Beispiel zeigt den PIE (Parity Inner Code Error). Dieser Fehler wird über acht ECC-Blöcke (= 256 Kilobyte) summiert. Pro Megabyte finden vier Messungen statt. Der maximale Messwert pro Megabyte wird ausgegeben. Je höher der Wert, desto stärker ist die Fehlerkorrektur des Ausleselaufwerks beschäftigt. Der Grenzwert für DVD-Rohlinge liegt bei 280 Fehlern.

Selbst wenn wir bedenken, dass sich der Aufbau eines DVD-RW-Mediums von einem einmal beschreibbaren DVD-Rohling unterscheidet, sind die etwa 700 Fehler im Scheibeninneren ein eindeutiges Qualitätsmakel. Sichere Folge: Die Lesegeschwindigkeit des Laufwerks sinkt drastisch. Im Test zog er sich in solchen Fällen teilweise über Stunden. Mögliche Folge: Das Laufwerk hängt sich auf. Das ist ärgerlich, denn Sie können auf Ihre Daten nicht oder erst nach mehreren Versuchen zugreifen.

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