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Adobe-Chef Chizen on Air

17.10.2007 | 10:19 Uhr |

In einem Interview mit der Redaktion der FAZ ruht sich Adobe-Vorstandschef Bruce Chizen nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern nennt ehrgeizige Ziele

Bruce Chizen
Vergrößern Bruce Chizen
© FAZ-Bild, kostenpflichtig
Nach der Übernahme von Macromedia klettern die Gewinne wieder kräftig in die Höhe.
Vergrößern Nach der Übernahme von Macromedia klettern die Gewinne wieder kräftig in die Höhe.
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Eigentlich hat das Software-Unternehmen mit der endgültig vollzogenen Übernahme von Macromedia und der Integration der Produkte in die neue Version des Hauptproduktes Creative Suite erstmal alle Hausaufgaben erledigt und könnte angesichts hervorragender Zahlen ruhig in die Zukunft blicken.

Doch ruhig geht es in dem Unternehmen keinesfalls zu. Nachdem der Markt für kreative Software für Print- und Webgestaltung weitgehend von Adobe dominiert wird, hat sich Chizen nun nichts Geringeres vorgenommen, als "die Nutzung des Internets (zu) revolutionieren". Gemeinsam mit Google will er darüber hinaus "einen effektiven Schutzschild gegen Microsoft" bilden.

Mit den Formaten PDF und Flash ist Adobe im Internet quasi omnipräsent, nach Angaben des Unternehmens ist auf 98 Prozent aller Computer weltweit der Flash-Player installiert, mit dem dann auch 70 Prozent aller Videos aus dem Internet angesehen werden – so Chizen. Ähnliche Zahlen nennt Adobe für die Verbreitung von PDFs im Internet, in einer Goolge-Suche des Unternehmens wurden im Januar 2007 mehr als 250 Millionen PDF-Dateien im Web gezählt. Doch nun soll es weiter gehen. Die neue Software Air (Adobe Integrated Runtime) soll "den Paradigmenwechsel für das Internet" bringen. Hinter Air steckt eine plattformunabhängige Technologie, die es erlaubt, die Vorteile von Web- und Desktop-Applikationen miteinander zu kombinieren. Dabei setzt Adobe auf das KHTML-basierte Webkit von Apple zur Darstellung von Webinhalten. Konkret erlaubt es Air, Rich Internet-Applikationen zu erstellen, die sich auch auf dem Desktop einsetzen lassen. Die Software lässt sich aus dem Web laden, bietet aber auch bisher Desktop-Applikationen vorbehaltene Funktionen wie Drag&Drop, generell die Nutzung der Zwischenablage oder den Umgang mit gewohnten Tastenkürzeln. Bislang ist Air in einer zweiten Betaversion verfügbar, die finale Version soll Anfang 2008 für Mac und Windows verfügbar sein.

Weitere Themen des Interviews sind die Haltung des Unternehmens zum Thema Open Source, Probleme mit Raubkopien und weitere Zukunfstpläne. Das komplette Interview lesen Sie hier

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