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Fachleute wollen Bankgeschäfte im Internet sicherer machen

22.05.2007 | 10:17 Uhr

Bankgeschäfte im Internet sind nach Meinung von Fachleuten oft noch unsicher.

"Die klassischen PIN/TAN-Verfahren beim Online-Banking haben alle ihre Grenzen", sagte der Sicherheitsexperte des IT-Dienstleisters GAD , Reinhold Pieper, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zwar kommt es in Deutschland nach Angaben von Banken und IT-Fachleuten wesentlich seltener als in anderen Ländern vor, dass Kriminelle die Online-Daten ausspionieren und Gelder auf ihre Konten umleiten. Es sei aber ein "Anwachsen der Schadensfälle zu beobachten", sagte Pieper.

Da Überweisungen via Internet für Banken wesentlich günstiger sind als am Schalter, investieren viele Institute in mehr Sicherheit beim Online-Banking. Eine Fachveranstaltung an diesem Dienstag (22.5.) in Frankfurt informiert über aktuelle Sicherheitsverfahren. Ziel ist es, die klassischen Verfahren mit Geheimnummer (PIN) und sechsstelliger Transaktionsnummer (TAN) zu verbessern.

Die GAD, die Software für 470 Volks- und Raiffeisenbanken entwickelt, favorisiert die elektronische Signatur. "Jede Veränderung der Transaktionsdaten ist dabei für den Empfänger erkennbar", erläuterte Pieper. Allerdings brauchen Nutzer für diese Art von elektronischen Bankgeschäften nicht nur eine mit einer Verschlüsselung ausgestattete Plastikkarte, sondern auch ein spezielles Kartenlesegerät am heimischen Computer. "Das ist natürlich ein Kostenfaktor", sagte Pieper. Je nach Ausstattung koste ein solches Gerät zehn bis 40 Euro. "Es sollten Modelle gefunden werden, in denen diese Kosten teilweise von den Banken finanziert werden." (dpa/tc)

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