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Neue Köpfe: Hitachi will Festplattenkapazität vervierfachen

15.10.2007 | 10:23 Uhr

Hitachi Global Storage Technologies (HGST) kündigt neue Technik an, mit der das Unternehmen die Kapazität von Festplatten binnen zwei Jahren vervierfachen will.

HGST-Festplatte
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© HGST

Das soll mittels neuer Lese-Köpfe erreicht werden, die auf Desktop- und Notebook-Platten dann die Speicherung von 4 Terabyte beziehungsweise 1 TB Daten ermöglichen sollen. Normalerweise verdoppele sich die Kapazität von Festplatten derzeit alle zwei Jahre, erklärte der Chief Technologist von HGST John Best. Mit den neuen Köpfen werde ein noch größerer Kapazitätssprung bei gleichzeitiger Verkleinerung der Laufwerke möglich.

Implementieren möchte Hitachi, das im Januar 2003 für gut zwei Milliarden Dollar die Festplattenproduktion von IBM übernommen hatte, die neue Kopftechnik im Jahr 2009. Sie wird als CPP-GMR (Current Perpendicular-to-the-plane GMR) bezeichnet und reagiert laut Best empfindlicher, sodass sie die durch die zunehmende Miniaturisierung von Festplatten immer schwächer werdenden Magnetfelder besser erkennen kann. Mit CPP-GMR-Köpfen ließen sich Speicherdichten von mehr als 500 Gigabit pro Quadratzoll realisieren. Mit aktueller Technik liegt die Obergrenze bei um die 200 Gigabit pro Quadratzoll.

Grundlage auch dieser neuen Festplattentechnik ist einmal mehr der 1988 entdeckte GMR-Effekt (Giant Magnetoresistance), für den der deutsche Physiker Peter Grünberg früher in diesem Monat gemeinsam mit einem französischen Kollegen den Nobelpreis erhalten hatte. (dpa/tc)

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