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Verkauf von Apples iPhone übertrifft Erwartungen

02.07.2007 | 15:32 Uhr

Apple hat mit seinem neuen iPhone am ersten Verkaufswochenende in den USA einen großen Erfolg erzielt. Marktbeobachter rechnen mit über 500.000 verkauften iPhones.

Die Erwartungen von Analysten für das neuartige Handy, das seit Wochen für einen einzigartigen Medienrummel gesorgt hatte, wurden zum Teil deutlich übertroffen. Insgesamt wurden nach Angaben der Investment-Firma Piper Jaffray über das ganze Wochenende eine halbe Million iPhones verkauft. In vielen Filialen des Telekom-Konzerns und Apple -Exklusivpartners AT&T waren die Geräte nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden ausverkauft.

Der Verkauf in den USA hatte am Freitag pünktlich um 18.00 Uhr in den Apple Stores und den Filialen von AT&T begonnen und dauerte die ganze Nacht. Allein am Freitag hätten rund 200.000 Stück des lang erwarteten Design-Handys nach Erhebungen der Global Equities Research aus San Francisco den Besitzer gewechselt. Analysten hatten zuvor mit 50.000 bis 200.000 Einheiten gerechnet. "Das ist ein sehr erfolgreicher Start", sagte Gene Munster, Analyst von Piper Jaffray (der sich regelmäßg - vorsichtig ausgedrückt - positiv voreingenommen zu Apple äußert). Global Equities nennt die Zahl von 525.000 verkauften iPhones am Startwochenende.

Die Erfolgsgeschichte des iPhone hänge nun aber davon ab, wie es sich in den Jahren 2008 und 2009 entwickeln werde, so Munster. 2009 wird Apple seiner Einschätzung nach mit dem Handy bereits ein Drittel seiner Umsätze machen können. Auch nach Apples eigenen Vorstellungen soll sich das iPhone neben den Macintosh-Computern und dem erfolgreichen Musik-Player iPod für das Unternehmen zum dritten Hauptgeschäftsbereich entwickeln.

Das iPhone besitzt nur eine Taste und wird über ein berührungsempfindliches Display bedient. Neben der Telefonfunktion ist auch ein iPod zum Abspielen von Musik und Videos integriert. Für den Zugang ins Internet nutzt das iPhone, das vorerst nur in den USA zu haben ist, dort den vergleichsweise langsamen Standard EDGE. Ob das Gerät zum Europa-Start Ende des Jahres einen leistungsfähigeren 3G-Standard unterstützt, ist bislang nicht bekannt.

Unter den ersten Käufern, die zum Teil über Tage vor den Shops von Apple und AT&T campiert hatten, gab es allerdings nicht nur Begeisterung. Einige Käufer mussten zum Teil mehr als 30 Stunden auf ihre Freischaltung warten. Verzögerungen gab es auch bei Kunden, die für das iPhone extra den Anbieter wechseln mussten. Das Handy kann nur nutzen, wer einen zweijährigen Vertrag mit AT&T abgeschlossen hat.

Anders als in den USA sonst üblich, konnten die ersten Kunden ihr gerade erworbenes Gerät zu Hause über Apples Online-Plattform iTunes selbst freischalten. Doch die Wartezeit wurde damit für viele Nutzer keineswegs wie erhofft verkürzt. Vermutlich wegen des großen Ansturms kam es bei der Freischaltung durch AT&T zum Teil zu erheblichen Verzögerungen, wie iPhone-Eigentümer unter anderem beim Branchendienst "Cnet" berichteten. Einen Apple-Kunden habe es sogar ganze 39 Stunden gekostet, bis er sein neues Gerät endlich in Gebrauch nehmen konnte. (dpa/tc)

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