Das A(dvent)BC des Macintosh
C wie Chrome-OS
Google und Apple werden immer mehr zu Konkurrenten. Schon die Android-Plattform macht dem iPhone Konkurrenz, mit einem eigenen Betriebssystem für Netbooks will Google den Kampf im nächsten Jahr verschärfen.
In den letzten Jahren war der Dezember immer die Zeit, in denen sich Apple-Fans Gedanken machten, welche Produkte denn der Mac-Hersteller Anfang Januar auf der Macworld Expo vorstellen werde. Heuer ist das ein wenig anders, denn Apple wird 2010 nicht zur Macworld Expo kommen, die nunmehr auch nicht mehr im Januar stattfindet, sondern Mitte Februar. Apple argumentiert, mit seinen eigenen Stores wesentlich mehr Leute erreichen zu können als auf einer Messe, und das auch noch das ganze Jahr über. Ein weiteres Argument war der Januar-Termin, meist hatte Apple so früh im Jahr die neuen Produkte noch nicht fertig und zeigte Prototypen, die erst Wochen oder - wie im Fall des iPod Mini im Jahr 2004 - gar erst Monate später zu haben waren.
Das iTablet in der Phantasie der Künstler
Die englische Seite Macformat tippt auf einen Tablet-Mac mit externer Tastatur. Eine Dockingstation wie im Bild hat Apple sich bereits patentieren lassen. So wenig Phantasie trauen wir Apple aber nicht zu.
Das iTablet von Steini Freyr stammt noch von 2005. Gut zu erkennen die Tiger-DVD. Aber das Modbook von Axiotron hat bereits gezeigt, dass sich Mac-OS X nur bedingt auf Touchscreens nutzen lässt.
Dieses Bild eines mutmaßlichen Prototyps wurde dem Tech-Blog Engadget zugespielt. Das Gerät befindet sich in einer geschlossenen Vitrine. Das Betriebssystem ist eine XL-Ausgabe des iPhone-OS. Ob das Bild authentisch ist, kann Engadget nicht bestätigen, durch die Vitrine sind Details des Gehäuses jedoch ohnehin kaum zu erkennen.
Vor zwei Jahren entstand dieses Design von Pablogger, das ein internes DVD-Laufwerk vermutet. DVD ist aber recht langweilig und widerspricht an sich dem Gedanken "Netbook". Apple hat gerade erst eine iPhone-Software veröffentlicht, welche Inhalte auf der Mobile Me iDisk nutzbar macht. Das klingt vielversprechend.
Der Blog wowio.wordpress.com vermutet ein sehr großes iPhone. Nur stellen wir uns das Telefonieren - ohne Headset - mit solch einem Brett höchst komisch vor.
Sogar eine passende Werbeanzeige gibt es schon. Eine echte Apple-Kampagne dürfte aber wesentlich pfiffiger daherkommen.
Tommaso Gecchelin schlägt eine Art Macbook Touch vor - mit einem elastischen Bildschirm. Sehr überzeugend - aber eher nicht vor 2020 machbar.
Von 2007 stammt dieser iPhone Pro von Artilleryunit. Auch hier irritiert das Dock. Nochmal: Wenn das ominöse Mac-Tablet ein iPod Touch XL wird, dann sicherlich mit iPhone-OS 3.0. Wer braucht auf solch einem Gerät auch schon echtes Multitasking?
Eine Tastatur erwarten nur wenige Designer, anders Gizmodo. Eine Tastatur wäre aber ein echter Rückschritt. Jetzt, wo iPhone-OS 3.0 die Tastatur stets im Querformat darstellen kann?
PC World erwartet einen größeren Bildschirm. Zehn Zoll sollten es schon sein, 1200 mal 1024 Pixel mindestens.
Eher unwahrscheinlich ist ein Bildschirm dieser Größe, den Gizmodo bei Flickr fand. Wenigstens setzt dieser Entwurf auf iPhone-OS. iPhone meets Breitmaulfrosch.
Einen ganzen Tablet-Contest hat vor einiger Zeit Gizmodo veranstaltet dieses Konzept stammt von Thomas Palmer. So könnte man sich eine virtuelle Tastatur vorstellen. Spannend ist hier die Frage des Druckwiderstands der Tasten...
Gewinner der Wettbewerbs wurde das Konzept von Logan Lape. Auch hier der vielleicht entscheidende Fehler: Mac-OS X müsste sehr stark angepasst werden. Schön die Garageband-Idee mit der virtuellen Klaviatur, auch dafür hat ja Apple ein Patent. Vielleicht arbeiten die Programmierer in Cupertino schon daran
Runde Formen erwartet John Kruemp, auch ein Teilnehmer des Wettbewerbs, der auf ein für Touchpads umgeschriebenes Snow Leopard setzt.
Das ist keine Studie sondern das bald erscheinende Modbook Pro (für 5000 US-Dollar)
Auch IGN erwartet eine integrierte Tastatur, die aber nur wenig Platz für den Bildschirm ließe.
Das von Adam Benton für Mac Format erstellte Design gehören sicher zu den schönsten Mockups. Wenn es gelingt, den Bildschirm noch kratzfester und vor allem flüssigkeitsabweisend zu machen, würde sich solch ein Pad auch als Frühstücksbrett eignen. Die Zeitung hat dann ausgedient.
Natürlich hat sich auch Macwelt des Themas angenommen.
So stellt sich unser 3D-Künstler...
.. das Mac-Tablet vor.
Also spekuliert die Szene, was Apple im Frühjahr 2010 ohne Messe auf den Markt bringen wird. Das könnte ja ironischer Weise zum neuen Termin der Macworld Expo sein. Heißester Kandidat ist ein Mac-Tablet, auch als iTablet, iPad oder iPod Touch XL im Gespräch, Apples Antwort auf den boomenden Netbook-Markt.
Einem Minicomputer, wie man ihn heute kennt, hat Apple wiederholt eine Absage erteilt, zu einem Preis von 400 bis 500 US-Dollar sei dieser Mac-like nicht zu machen. Hartnäckig halten sich aber Spekulationen, Apple würde mit seiner Interpretation des Netbooks den Markt völlig neu definieren: Größer als der iPod Touch würde dieses sein und sich nicht nur zum Surfen eignen, sondern auch ideal zum Betrachten von Videos oder als E-Book-Reader. Produktiv müsse man mit dem Gerät dann eher nicht sein, eine das Design einschränkende Tastatur könnte entfallen, die vom iPhone bekannte virtuelle Tastatur würde allemal ausreichen.
Einen Mac mit berührungsempfindlichen Bildschirm bietet Axiotron mit dem Modbook schon länger an. Basis ist das Macbook, aus dem der Hersteller ein Touchpad macht. Problem dabei: Das darauf laufende herkömmliche Mac-OS X und die Apple-Software sind nicht für die Bedienung ausschließlich mit den Fingern gedacht. Also müsste Apple ein eigenes Betriebssystem für sein Tablet entwickeln, auf Basis des iPhone-OS.
Und gerade auf diesem entscheidenden Feld begegnet Apple einem neuen Konkurrenten, der bis dato ein eng verbandelter Partner war: Google. Der Suchmaschinenriese hat mit Android nicht nur ein Betriebssystem für Smartphones mit Touchscreen im Angebot, mit dem sich sicher auch Netbooks ausrüsten ließen, sondern arbeitet ganz konkret an einem eigenen Desktop-Betriebssystem für die neue Rechnerklasse.
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