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K wie Kindersicherung

11.12.2009 | 00:01 Uhr |

Weder machen einschlägige Computerspiele ihre Nutzer zwangsläufig zu Killern, noch macht Fernsehen doof - an einer sinnvollen Vermittlung von Medienkompetenz führt für Erziehungsverpflichtete jedoch kein Weg vorbei. Die seit Mac-OS X 10.5 deutlich verbesserte Kindersicherung hilft dabei.

Adventskalender 2009: 11
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Was für ein blödes Wort: Erziehungsberechtigte. "Erziehungsverpflichtete" trifft es viel eher. Erziehung bedeutet intensive Beschäftigung mit den zu Erziehenden und nicht, einfache Rezepte nach Schema F anzuwenden. Es ist daher ebenso falsch, den Nachwuchs einfach vor die Glotze zu setzen, damit er Ruhe gibt, wie die Beschäftigung mit elektronischen Medien komplett zu verbieten. Welche Art der Mediennutzung gut für ein Kind ist und wie viel Zeit es mit Fernsehen, Computerspielen oder dem Internet maximal verbringen soll, ist höchst individuell und ändert sich stets. Klare Regeln zu vermitteln und durchzusetzen gehört ebenso dazu wie das konsequente Vorleben vernünftiger Medien- und Techniknutzung.

Mac-OS X hilft dabei enorm, die Systemeinstellung Kindersicherung lässt kaum Wünsche offen, für jeden Benutzer ist der Schutz in fünf Bereichen konfigurierbar.

Unter "System" legt man eine Liste der erlaubten Programme an, für kleine Kinder läst sich der "Einfache Finder aktivieren. Findet sich kein Browser unter den erlaubten Programmen, ist es auch nichts mit Internet, in dem die Kleinen die ersten Schritte ohnehin nur begleitet unternehmen sollen. Die zweiten, dritten und vierte Schritte übrigens auch.

Wem man schon allein das Surfen zutraut, dem kann man im Bereich "Inhalt" den Zugriff auf Webseiten erlauben, über eine Positivliste mit Seiten, die der Nachwuchs besuchen darf. Schwierigkeit dabei: Jede neue kindgerechte Seite muss der Administrator von Hand hinzufügen. Für Fortgeschrittene gibt es auch eine Automatikfunktion, die ähnlich wie der Junkmail-Filter eine Seite auf jugendgefährdende Inhalte untersucht, bevor sie geladen wird.

Unter "Mail & iChat" schließlich legt man fest, mit welchen Adressen der Austausch möglich ist. Solche Maßnahmen sind mitunter nötig, da längst nicht jeder vermeintliche Freund, der da anonym im Chatroom auftritt, Gutes im Schilde führt. Doch ersetzt die Technik eben an diesem Punkt die Erziehung in keiner Weise, wem man vertrauen kann und wem nicht, lernt das Kind nicht von allein.

Sehr sinnvoll ist die Vorgabe von Arbeitszeiten. Damit die Kids nicht nur noch am Rechner sitzen, lässt sich eine maximale Nutzungsdauer für Werktage und Wochenenden festlegen. Ist das Kontingent aufgebraucht, erlaubt das System keine Anmeldung mehr. Die Kindersicherung lässt sich also auch zum Selbstschutz einsetzen: Erwachsene können sich mit diesem Feature vor allzu viel Nachtarbeit schützen.

Je mehr Freiheiten man dem Nachwuchs lassen kann, umso interessanter werden die Protokolle, die festhalten, welche Programme benutzt wurden und wie lange. Auch welche Webseiten angesteuert wurden und ob sie vom Filter blockiert wurden, steht in den Dateien. Freilich sollte man diese von Zeit zu Zeit einsehen und mit dem Kind über die Erlebnisse in der virtuellen Welt sprechen - schließlich spricht man ja auch darüber, was der Nachwuchs in der realen Welt treibt.

Die Kindersicherung, die man auch vom "Eltern-Computer" aus verwalten kann, ersetzt sicher nicht die Erziehung, aber wohldosiert fördert sie einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Computer.

Unsere heutige Frage: Diese Seite kann man den Kindern gerne erlauben: Wie heißt die nach eigenen Angaben erste deutschsprachige Suchmaschine für Kinder?

  1. Ursulas Index

  2. Blinde Kuh

  3. Ochs vorm Berg

Am heutigen Gewinnspiel können Sie hier teilnehmen.

Zu gewinnen gibt es heute das Buch "Mac-OS X 10.6 für Ein- und Umsteiger" von Gisbert Damaschke aus dem Verlag Markt + Technik .

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