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N wie Netbook

14.12.2009 | 00:01 Uhr |

Trotzt des boomenden Marktes hat Apple dem Netbook immer wieder eine klare Absage erteilt, für einen Preis um 400 Euro könne man nichts Vernünftiges bauen. Auf Apples finale Antwort auf die Netbook-Frage ist im Jahr 2010 zu erwarten.

Adventskalender 2009: 14
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Ein ultramobiler Mac zum Surfen, für den Medienkonsum oder als Bilderspeicher für unterwegs und das für 400 Euro? Keine Chance, glaubt man Apples Aussagen . Man habe sich in Cupertino zwar schon mit dem Thema Netbook beschäftigt, finde aber keinen Weg, zu einem derart niedrigen Preis ein solches Gerät zu konstruieren. Hackintoshs im Netbook-Format machen zwar die Runde, mit dem Update auf Mac-OS X 10.6.2 hat Apple nur vorübergehend sein Betriebssystem für Asus und Konsorten sperren können. Aber zum Einen erfolgte im Prozess gegen Psystar ein Präzedenzurteil gegen Cloner und zum Anderen ist ein Mac, an dem man mehr rumschrauben muss als dass man mit ihm arbeiten könnte, kein echter Mac. Der Traum vom Netbook à la Apple muss aber nicht ausgeträumt sein, denn Apples Antwort auf die Netbook-Frage könnte einen vollkommen neuen Markt definieren.

Unter einem Netbook versteht man einen kompakten, tragbaren Computer, der in erster Linie zur mobilen Nutzung des Internets dient. Google will den Trend zum Netbook nutzen und hat für das Jahr 2010 ein speziell für Netbooks optimiertes Betriebssystem namens Chrome-OS angekündigt. Auf einer Linux-Basis läuft der Browser Chrome, alle Anwendungen laufen im Internet, auf den Google-Servern hinterlegen die Nutzer auch ihre Daten.

Apple wird Gerüchten zufolge nicht einfach das Konzept kopieren, sondern seine Marktmacht in Sachen Mediendistribution dazu nutzen, ein tragfähiges Konzept zu erstellen. Wie auch immer Apples Produkt heißen wird, die Inhalte werden ihm zum Erfolg verhelfen. Und deshalb kommt es auch erst dann auf den Markt, wenn es einen exklusiven Nutzen bietet. Angeblich verhandelt Apple seit diesem Sommer mit großen Verlagen über Distributionsrechte. Vielleicht liest sich die Vision vom Apple-Tablet ja so: Der Käufer erhält das schicke und flache Gerät mit einem von OLEDs beleuchteten Touchscreen zu einem unschlagbaren Preis weit unter 400 Euro, sofern er einen Zweijahresvertrag mit Apples neuem iNewsstand unterschreibt. Über den digitalen Vertrieb von Tageszeitungen, Fachzeitschriften und Lehrbüchern hat der Kunde dann für Tarife zwischen 50 und 80 Euro monatlich Zugriff auf Zeitungen und Zeitschriften seiner Wahl, inklusive ist zudem ein Einkaufsgutschein über zehn Euro im iTunes Store, an den der iNewsstand angeschlossen ist. Dort lädt der iTablet-Nutzer entweder Musik oder Videos oder weitere Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, die neben dem Abo auch einzeln erhältlich sind. Kostenlos oder für geringe Preise sind Lehrmaterialien für Universität oder Schule bei iTunes U erhältlich, im E-Book-Format, als Video oder Podcast. Die New York Times und andere Verlagshäuser könnten ihren Abonnenten anstatt der gedruckten Zeitung ein subventioniertes Mac-Tablet samt Vertrag anbieten, bevor sie ihre Kunden auf Nimmerwiedersehen in den Weiten des Web verlieren. Apple seinerseits könnte das MacNetBook, das möglicherweise auf den Namen iSlate hören würde, unsubventioniert zu einem Preis weit jenseits der 1000 Euro verkaufen, genügend Technologiefreunde, die jeden Preis zahlen, hat das Unternehmen um sich geschart. Soweit die Vision. Klingt kompliziert? Dann ist es nicht Apple-like. Lassen wir uns also überraschen, irgendwann im Jahr 2010.

Die heutige Frage: Ein Macbok mit Touchscreen gibt es bereits, nur nicht von Apple selbst. Wie heißt der Hersteller des Modbook, des modifizierten Macbooks?

  1. Axiotron

  2. Asus

  3. Acer

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