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R wie Raid

18.12.2009 | 00:01 Uhr |

Ein eigenes Raid bietet Apple nicht mehr an, stellt mit Xsan aber eine Softwarelösung für redundante und sichere Speicher bereit. Raids dienen sowohl der Performance als auch der Datensicherheit.

Adventskalender 2009: 18
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Unter dem Begriff "raid" geben Englisch-Wörterbücher Begriffe wie "Angriff", "Einbruch", "Überfall" aus. In der Computersprache versteht man Raid jedoch ganz anders, wenngleich die Furcht vor Verlust mit schwingt, vor Daten- oder Zeitverlust. Als Raid (Redundant Array of Independent Disks) bezeichnet man den Zusammenschluss von einzelnen Festplatten zu einem virtuellen Laufwerk. Der Sinn der Sache ist, die einzelnen Platten parallel laufen zu lassen, um je nach Konfiguration Performance- oder Sicherheitsvorteile zu haben.

Das Festplatten-Dienstprogramm kann Arrays der Raid-Level-0 (verteilt) und -1 (gespiegelt) anlegen. Beim ersten werden die Daten gleichmäßig auf alle beteiligten Platten oder Volumes verteilt. Dadurch kann sich die Geschwindigkeit beim Einsatz von zwei Platten fast verdoppeln. Es reicht aber auch der Ausfall einer Platte, um das gesamte Array unlesbar zu machen. Level-1 arbeitet mit maximaler Redundanz. Hier landen auf allen Platten die gleichen Daten, wodurch die Kapazität der einer einzelnen Platte entspricht. Dafür kann man beim Ausfall einer Platte ohne Datenverlust weiterarbeiten.

Als dritten Typ erlaubt das Plattentool das Zusammenfassen von Laufwerken. Hierbei wird aus mehreren Partitionen und Platten ein großes kontinuierliches Volume erzeugt. Auch hier bedeutet aber der Ausfall einer Platte den Totalverlust.

RAID 0 und RAID 1 lassen sich vortrefflich kombinieren, dazu sind aber mindestens vier Platten nötig. Nimmt man beispielsweise ein RAID 0 mit seinen verteilten Daten und spiegelt diese gemäß der Regeln des RAID 1 auf ein weiteres Plattenduo, spricht man von RAID 0+1. Anders herum vorgegangen, heißt die Kombination RAID 10: Ein RAID 1-Verbund verteilt sich gemäß RAID 0 auf zwei Plattenpaare. Beide Methoden kombinieren Sicherheit mit Geschwindigkeit, heute ist in der Regel zu diesem Zweck RAID 5 in Gebrauch.

Der Vollständigkeit halber soll hier noch das Raid-Dienstprogramm erwähnt werden, auch wenn die allermeisten Anwender getrost darauf verzichten können. Das kleine Tool dient der Konfiguration von Arrays mithilfe von Apples Raid-Karten für Mac Pro und Xserve . Die Karten besitzen einen echten Raid-Controller und unterstützten auch den im professionellen Umfeld gebräuchlichen Raid-Level-5, der die Vorteile Geschwindigkeit und Redundanz kombiniert.

Die heutige Frage: In den USA heißt ein Footballteam heute Oakland Raiders, früher Los Angeles Raiders. Was haben diese Raiders mit Apple zu tun?

  1. Steve Jobs hatte sie 1985 gekauft und nach Oakland transferiert

  2. Apple war von 1984 bis 1986 Trikotsponsor

  3. Die Los Angeles Raiders spielten 1984 in jener Superbowl, in dessen Halbzeitpause der Werbespot für den originalen Mac lief

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