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T wie Terminal

20.12.2009 | 10:02 Uhr |

Die grafische Oberfläche des Mac war 1984 revolutionär - seither blieb das erfolgreiche Grundprinzip unverändert, zahlreiche Erweiterungen und Verbesserungen steigerten die Anwenderfreundlichkeit. Den Mac kann man jedoch auch ohne Maus oder Fingergesten steuern.

Adventskalender 2009: 20
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Seit bald 26 Jahren bleiben Revolutionen bei der Bedienung von Computern aus. Das mit dem Mac erstmals einem breiten Publikum vorgestellte Bedienkonzept hat sich seither nur evolutionär geändert. Das Prinzip bleibt das gleiche: Der Anwender legt Dokumente wie Text, Bilder oder Videos auf seinem Schreibtisch ab und räumt sie ab und an in die Aktenordner seiner Aktenschränke. Manches landet in Original oder Kopie in zentralen Archiven, auf die jeder in der Firma oder gar die Öffentlichkeit zugreifen kann. So spiegelt Mac-OS X heute noch den Büroalltag. Erweiterte Konzepte sind hinzugekommen, das Dock hält notwendige Werkzeuge oder oft gebrauchte Werkzeuge wie eine Ausziehschublade bereit, Spaces erlaubt den raschen Wechsel zwischen Schreibtischen, ohne dass man aufstehen müsste, die Stapel helfen dabei, noch mehr unbearbeitete Daten auf dem Schreibtisch, respektive in der obersten Schublade vorzuhalten. Aber vor allen Dingen sieht alles ein wenig schöner aus als noch 1984.

Menschen halten sich aber nicht nur in Büros auf, daher hat Apple alternative Zugänge zu den auf dem Mac gespeicherten Inhalten geschaffen. Mit Front Row lässt sich der Mac bequem vom Sofa aus steuern, die Touchgesten von iPhone, Macbook und Magic Mouse verleihen der Computernutzung eine gewisse Haptik. Die Zukunft, in der wir unserem Mac mit einem schmissigen "Computer" ankündigen, dass wir etwas von ihm wollen und er unsere genuschelten Befehle tatsächlich versteht, liegt aber noch in weiter Ferne. Bis dahin halten wir uns weiter in virtuellen Büros auf oder lassen einem Diener uns Filme, Bilder oder Musik vorführen, während wir entspannen.

In den Tiefen von Mac-OS X schlummert aber noch jede Menge Vergangenheit. Zwar lassen sich 99 Prozent aller Einstellungen des Betriebssystems mit der Maus erledigen, den kompletten Zugriff erhält man aber nut mit Hilfe des Dienstprogramms Terminal - an dessen Eingabezeile muss man sich aber erst gewöhnen.

Das Terminal liefert den direktesten Zugang zu Mac-OS X - ohne den Komfort der Aqua-Oberfläche. Wer keine Berührungsängste mit einer Kommandozeile hat, kann hiermit tief in den Unix-Unterbau von Mac-OS X eintauchen. Nach dem Start des Terminals im Ordner Dienstprogramme findet man sich in einer Bash-Shell wieder, kann aber auch eine andere Shell wie tcsh oder ksh wählen.

Am Anfang sollte man drei Konzepte lernen: Die Hilfe, das Leerzeichen und die Eingabetaste. Denn die Eingabezeile ist vor allem eins: Geduldig. Man kann dort die wildesten Texte eintippen, aber solange man nicht auf die Eingabetaste drückt, passiert nichts. Entsprechend wichtig ist die Leertaste; sie trennt Befehl und Befehlsoptionen voneinander.

Wichtigste Hilfe ist das eingebaute Handbuch, das man mit "man" erreicht. Wer nach einem Schlagwort sucht, muss "man -k", ein Leerzeichen und das gesuchte Wort eingeben:

In der Shell gibt es nur sehr selten Rückfragen, deshalb warnen wir besonders vor Tipps, die mit dem Befehl "sudo" beginnen. Denn damit arbeitet man als Benutzer mit besonderen Rechten, der alles ändern und löschen darf! Und dann hilft nur noch Eines: Zurück zum Mac-OS X von gestern - sofern man zuvor Time Machine eingesetzt hat.

Die Frage zum heutigen vierten Advent sollte man ohne große Recherche beantworten können: Wofür steht "su" im Befehl "sudo"?

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