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Das ABC des Macintosh: A wie Ausschaltknopf

28.04.2008 | 11:19 Uhr |

Unsere neue Serie "Das ABC des Macintosh" fällt nicht gleich mit der Tür ins Haus: A wie Apple wäre zu naheliegend. Schalten Sie beim Lesen einfach mal ab und danach am besten Ihren Computer aus.

Mit dem Ausschaltknopf aufzurufen
Vergrößern Mit dem Ausschaltknopf aufzurufen

Verlockend, ein Alphabet des Macintosh mit A wie Apple zu beginnen - aber auch langweilig, denn in gewisser Weise wird sich die komplette Reihe um Apple und seine Produkte drehen. So verzichten wir heute auch auf nähere Erläuterungen zu Airport Extreme, Automator und Apple TV und widmen uns einer der wichtigsten Komponenten des Mac: Dem Ausschaltknopf. Sie lesen richtig, implizit empfehlen wir Ihnen hier, Ihrem Rechner auch einmal eine Pause zu gönnen. In Zeiten leiser Lüfter und bezahlbarer Internetflatrates ist es zusehends in Mode gekommen, Rechner und Router Tag und Nacht laufen zu lassen. Auf der Stromrechnung macht sich das überhaupt nicht gut, vom schlechten Gewissen wegen des CO2-Ausstoßes wollen wir gar nicht erst reden.

Als Apple im Jahr 2002 die weißen Tastaturen einführte, verschwand endgültig der markante Ein- und Ausschalter auf dem Keyboard - Power Macs kamen schon seit geraumer Zeit mit einer eigenen Tastatur. Der Mac-Hersteller ist der Ansicht, man solle das System nicht komplett herunterfahren, sondern lieber in den Ruhezustand schicken. Der Grund ist der Unix-Unterbau von Mac-OS X 10.5. Unix wurde in den siebziger Jahren für Maschinen entwickelt, die ständig laufen sollten, noch heute sind in den Tiefen des Mac-OS X Scripts versteckt, die regelmäßig nachts das System ein wenig aufräumen - bleibt der Mac ausgeschaltet, fallen die Wartungsarbeiten aus. Nun braucht der Rechner aber im Ruhezustand mehr Energie als im ausgeschalteten - wobei er selbst da nicht auf Strom aus der Steckdose verzichtet. Wer also seinen Stromzähler nicht zum Durchdrehen bringen will, ist gut beraten, den Mac nach getaner Arbeit auszuknippsen oder gar vom Stromnetz zu trennen. Software wie MacJanitor stößt die Wartungsskripts dann an, wenn der Anwender dazu bereit ist - dem System schadet das nicht.

Ganz ist der Ausschaltknopf natürlich nicht verschwunden, auf den Mac Pro ziert er sogar die Gehäusefront, Mobilrechner kommen ohnehin nicht ohne aus. Lediglich iMac und Mac Mini verstecken den Schalter auf ihren Rückseiten. Nach wie vor kann man aber jeden Mac mit der Tastatur ausschalten oder in den Ruhezustand schicken, wenn auch nicht mehr so offensichtlich wie mit den bunten USB-Tastaturen. Besitzer weißer Keyboards müssen sich nur merken: Drücke gleichzeitig links unten und rechts oben, also Control- und Auswurftaste, schon erscheint auf dem Monitor der Dialog zum Herunterfahren und bietet als vorgewählte Option den Shutdown. Auf der Aluminium-Tastatur, neu seit August 2007, ist die Tastenkombination die gleiche, nur ist die Auswurftaste nicht mehr rechts oben, sondern beschließt in der ersten Reihe rechts den Buchstabenblock. Time Capsule, Airport Extreme und Airport Express kommen ganz ohne Ausschalter, Router sollen ja stets verfügbar sein. Wenn nun aber wirklich keiner mehr zugreift und selbst die findigsten Wardriver sich am ausgeschalteten Hotspot die Zähne ausbeißen sollen, zieht man einfach den Stecker, das schadet der Hardware nicht.

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