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Das ABC des Macintosh: I wie iMac, iPhone, i...

23.06.2008 | 10:13 Uhr |

Nicht nur das Internet ist heute allgegenwärtig, sondern auch das vorangestellte "i", das die Internetfähigkeit des iMac 1998 betonte. Der neunte Buchstabe hat auch andere Bedeutungen.

Zehn Jahre nach der Premiere des iMac ist alles "i". Apple selbst hat auf dem kleinen Buchstaben ganze Produktwelten errichtet und iBook, iPod, iTunes und iPhone untrennbar mit der Apfel-Marke verknüpft. Wer etwas auf sich hält und sich mit seinem Produkt oder Dienstleistung von der Konkurrenz abgrenzen will, setzt den neunten Buchstaben des Alphabets ein: iMakler zum Beispiel will mit Pauschalangeboten zur Vermittlung von Häusern das Immobiliengeschäft revolutionieren, Lauflernschuhe für die Kleinen heißen selbstverständlich i-Walk und Fahrradcomputer natürlich iBike . Von all den Produkten im Apple-Umfeld wie den iPod-Radios iHome , Layoutsoftware wie iCalamus oder dem Lautsprecher iTeufel Box ganz zu schweigen.

Doch wofür steht das "i" iGentlich, ähh, eigentlich? Begonnen hat die Karriere des Buchstabens als Ausweis für die Internetfähigkeit des iMac. An das noch junge Netz ließen sich freilich auch andere Computer, selbst welche von Apple, anschließen, nur war dafür zusätzliche Hardware nötig, während der iMac mit eingebautem Modem kam. In einem Werbespot mit der Stimme des Schauspielers Jeff Goldblum hatte das Apple 1998 eindringlich erklärt: Es gebe drei Schritte, um ins Internet zu kommen, nämlich Einschalten, Verbinden und - es gibt eben keinen dritten Schritt.

Mittlerweile ist nicht nur jeder heutzutage verkaufte Computer internetfähig, in Zeiten von DSL, Kabel und WLAN verzichten die Hersteller gar wieder auf ein analoges Modem. Für den iMac würde ein solches 55 Euro Aufpreis kosten. Das "i" steht für andere Qualitäten, die der Mac-Hersteller bereits 1998 als Interpretationshilfe mitlieferte: " individual, instruct, inform, inspire " - Individuum, Instruktion, Information, Inspiration. Wobei angesichts von etwa 150 Millionen iPods die Frage schon erlaubt sein darf, wie individuell die Apple-Produkte heutzutage sind. In den Zeiten vor dem Intel-Wechsel diente das "i" immerhin noch zur Abgrenzung innerhalb der Produktpalette. iMac und iBook hie für die Consumer, Powerbook und Power Mac da für die Profis. Mit der neuen Nomenklatur der Macbooks (Pro) oder des Mac (Pro) hat das "i" diesen Wert verloren. Und für "Intel" steht es schon gleich gar nicht.

Bleibt die Inspiration, welche das iPhone ohne Zweifel stiftet. Selten schafft es ein Mobiltelefon in die Hauptnachrichten, man könnte fast "Inszenierung" für eine weitere Eigenschaft der iProdukte halten. Das iPhone inspiriert jedoch weltweit Softwareentwickler, Programme für das Apple-Handy zu schreiben. Auch solche, die nie zuvor Berührung mit Mac-OS X hatten. Die Anziehungskraft der Plattform lässt sich nicht allein dadurch erklären, dass das Telefon so cool wäre oder die Entwicklungsumgebung Xcode so leicht zu bedienen, sondern hauptsächlich wegen der Verdienstmöglichkeiten. Vom Kaufpreis der iPhone-Software kann der Entwickler immerhin 70 Prozent behalten, auf keinem anderen Vertriebsweg ist ähnlich viel Geld mitzunehmen. Fast ein Wunder, dass Apple seinen Softwareladen App Store nennt und ihm kein "i" davorhängt.

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