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Das Fotolabor im Web

10.09.2003 | 12:00 Uhr |

Fotolabore bieten die günstigste Möglichkeit, digitale Fotos zu Papier zu bringen. Besonders bei vielen Abzügen spart man gegenüber einem Fotodrucker kräftig. Dabei ist die Fotoqualität sogar meist besser als vom heimischen Tintenstrahler

Frisch zurück vom Urlaub möchte man die Bilder von der Digitalkamera am liebsten gleich in der Hand halten statt sie nur auf dem Monitor zu betrachten. Wer seinen Tintenstrahler mit dieser Aufgabe betraut, der benötigt bei der gesamten Fotosammlung wahrscheinlich gleich noch einen extra Urlaubstag.

Wer viele Fotos gemacht hat, für den lohnt sich das Belichten der digitalen Urlaubserinnerungen auf Fotopapier. Immer mehr Fotohändler und alle großen Drogeriemärkte nehmen mittlerweile digitale Fotos an, dazu gibt es eine große Anzahl von Online-Fotodiensten. Wir haben 16 interessante Dienste herausgepickt und jeweils 16 Testfotos an sie gesandt.

Flaschenhals Internet-Verbindung

Die größte Hürde einer Fotobestellung über das Internet ist die Verbindungsgeschwindigkeit. Glücklich kann sich derjenige schätzen, der einen DSL-Zugang zum weltweiten Rechnernetz besitzt. Hier sind nach einer Kaffeepause die gewünschten Fotos zum Dienstleister übertragen.

Noch vertretbar ist das Senden der Fotos via ISDN-Leitung. Hier reicht die Dauer der Übertragung indes schon für eine Brotzeit. Schneller geht es, wenn man beide ISDN-Kanäle (Kanalbündelung) verwendet. Dies erhöht jedoch die Verbindungskosten.

TIPP Schnell übertragen die Bestellprogramme von Colormailer, Photocolor, Fastlab und Quelle sowie Schlecker die Fotos. Dies erreichen sie durch eine Komprimierung der Daten, die bei unseren Testfotos allerdings zu keinen sichtbaren Qualitätseinbußen führt. Somit eignen sich diese Anbieter besonders für Benutzer mit einer ISDN-Verbindung, bei Schlecker kommt man bei wenigen Bildern sogar mit einer Modem-Verbindung aus.

Will man viele Fotos per Modem übertragen, kann man zum Überbrücken der Wartezeit gleich einen Sonntagsausflug mit der Familie unternehmen. Während wir unsere insgesamt 20 MB großen Testfotos per T-DSL-Leitung durchschnittlich nach 20 Minuten übertragen haben, dauert es mit einem 56 KBit/s schnellem Modem im Idealfall satte zwei Stunden und 40 Minuten. Alle Übertragungszeiten finden Sie in der großen Tabelle ab Seite 102.

TIPP Für Besitzer eines Modems, die in Regionen mit schlechter Infrastruktur leben, ist ein Versand der Bilder per CD günstiger. Dann sollte man wegen der zusätzlichen Kosten für den CD-Rohling und den Postversand möglichst viele Fotos auf die CD packen.

TIPP Mac-Benutzer können CDs an die Labore von Colormailer, Photocolor, Pixum, und Bilder-Planet.de versenden. Mit dem Bestellprogramm von Schlecker lässt sich auch eine CD brennen, die man dann allerdings nur in einer Filiale abgeben und nicht per Post versenden kann. Bietet ein Fotoservice keine Bestellung per CD an, dann lohnt es sich nachzufragen. Einige Firmen verweisen nicht auf diese Möglichkeit, da für sie der Aufwand einer CD-Bestellung höher als bei einer Online-Bestellung ist.

TIPP Modembesitzer im urbanen Umfeld können sich die Internet-Kosten und das Prozedere des CD-Versendens sparen und zum nächsten Fotohändler mit einem digitalen Annahme-

terminal gehen. Solche Händler findet man etwa bei Agfa unter www.agfanet.de. Auch Kodak und Fujifilm bieten einen Suchservice, sie listen die Annahmestellen unter http://bilder-digital-service.kodak2.de beziehungsweise www.fujicolor-order.net . Sogar ein 1-Stunden-Entwicklungsservice ist bei vielen Händlern möglich.

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