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IFA: Podcast in der Pubertät

07.09.2005 | 15:32 Uhr |

Auf der letzten Funkausstellung 2003 in Berlin gab es dieses Medium noch gar nicht, die diesjährige IFA war der erste große Auftritt der deutschen Podcasts. Rund um das gläserne Studio trafen sich die Macher, um zu diskutieren und zu produzieren.

IFA Podcast - Funkturm
Vergrößern IFA Podcast - Funkturm
Jeden Tag einen neue Diskussion zur Zukunft des Podcasting auf der IFA.
Vergrößern Jeden Tag einen neue Diskussion zur Zukunft des Podcasting auf der IFA.

Podcasts sind eine heiße Sache. Jedenfalls in der Halle 1.1 auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung in Berlin. Hier im gläsernen Studio auf dem Stand von Gravis und Audible. Für sechs Tage ist der Messestand in der Digital Music Lounge der Mittelpunkt der deutschen Podcaster-Szene . Unterm Funkturm treffen sich die Podcast-Pioniere von Annik Rubens bis Thomas Wannhoff und produzieren ihre Sendungen live vor Publikum. Unter Extrembedingungen: Das gläserne Studio, ist dank Beleuchtung und der ganzen Technik ungefähr doppelt so heiß wie der Berliner Spätsommer.

Kurz zur Erinnerung: Was ist eigentlich ein Podcast? Ein Zwitter aus Internet-Blog, Offenem Kanal, CB-Funk und Web-Radio. So jung, dass auf der letzten IFA noch niemand das neue Medium kennen konnte. Ein Podcast, genauer gesagt, eine Podcast-Episode ist schlicht eine MP3-Datei, die auf irgendeinem Server im Internet zum Download bereit liegt. Dank zusätzlicher Daten, einem so genannten RSS-Feed, kann iTunes ab der Version 4.9 und auch andere Programme diese Dateien aufspüren und dem Benutzer anbieten. Kommt eine neue Episode, lädt iTunes sie auf Wunsch aus dem Netz und kopiert sie auf einen angeschlossenen iPod. Keine Regulierungsbehörde schreitet ein, kein Sendemast wird benötigt, kein Rundfunkrat redet mit. Podcaster sind Radio-Anarchisten – aber die wenigsten sind Amateure.

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