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Achtung - Kriminelle im Internet

09.06.2009 | 09:00 Uhr

opendownload.de erhielt den Negativ-Preis für die dreisteste Rechtsverletzung im Web.

Anlässlich des Weltverbrauchertags wählte eine Expertenjury bereits zum dritten Mal das "Schwarze Schaf des Jahres"". Dieses Mal ging der unrühmliche Preis für die dreisteste Rechtsverletzung im Internet an den Betreiber der Seite opendownload.de. Vergeben wird diese Negativ-Auszeichnung von der Firma P4M - Die InternetAgenten, die seit Kurzem zur OpSec Security Group gehört und die Initiative""Das Schwarze Schaf"" im Jahr 2006 ins Leben gerufen hat, um auf unlauteren Handel im Internet und die kriminellen Methoden von Internetbetrügern aufmerksam zu machen.

"Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder sechs kompetente Fachjurymitglieder aus den Bereichen Wirtschaft, Medien, Forschung und Recht gewinnen konnten, die unsere Aktion unterstützen und aus den Monats-Schafen das ‚Schwarze Schaf des Jahres 2009’ wählten", sagte Wolfgang Greipl, einer der Geschäftsführer von P4M.

Da die Juroren gleich mehrere Anbieter als besonders dreist einstuften, verlief die Wahl äußerst spannend. Am Ende fiel die Entscheidung der Jury auf den Internetdienst opendownload.de. "Die Methode von opendownload.de ist besonders dreist, da den Kunden kostenlose Software verkauft und ihnen durch die Registrierung auch noch ein Zwei-Jahres-Abonnement aufgedrückt wird. Die durch eine geschickte Verschleierung erloschene Widerspruchsfrist gegen diese Machenschaften zeigt die ganze kriminelle Energie", sagt Jurymitglied Prof. Dr. Hennicke.

Die Masche von opendownload.de

Diese Seite bietet verschiedene Softwareprogramme zum Download an - vermutlich ausschließlich solche, die von den Herstellern kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Doch wer annimmt, dass er sich die Software auf dieser Seite kostenlos herunterladen kann, irrt, denn die Nutzung der Angebote erfordert eine kostenpflichtige Registrierung. Dies ist jedoch auf der Startseite nicht ersichtlich, sodass viele Nutzer ungewollt in eine Abo-Falle geraten. Wie betroffene User schrieben, wurden sie erst durch eine Rechnung der Betreiberfirma darauf aufmerksam, dass sie mit der Anmeldung ein Zwei-Jahres-Abonnement in Höhe von 96 Euro pro Jahr abgeschlossen haben.

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