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Das Warten dauert an

21.12.1999 | 00:00 Uhr |

Apple kann immer noch nicht die Nachfrage an neuen Macs in Deutschland befriedigen. Dies geht aus einer Liste über die Produktverfügbarkeit vom 16. Dezember hervor, die der Macwelt-Redaktion vorliegt. Mit derartigen Listen informiert Apple seine Vertragshändler unverbindlich über den aktuellen Bestand und die erwartete Verfügbarkeit seiner Produkte.

Die Liste besagt, dass Apple bei fast allen Consumer-Macs die offenen Bestellungen bis zum 24. Dezember nicht erledigen kann. Davon ausgenommen ist das iMac-Modell mit 350 MHz, das bis Weihnachten in einer ausreichenden Anzahl bei den Händlern sein soll. Am 16. Dezember waren bei diesem Rechner jedoch nach Listenangabe noch 80 Prozent der Bestellungen offen.

Die Situation bei den restlichen iMacs sieht dagegen ganz anders aus. Nach Auslieferung der von Apple angekündigten Mengen verbleiben beim iMac DV Tangerine 80 Prozent, beim iMac DV Grape 40 Prozent, beim iMac DV Lime 30 Prozent und beim iMac DV Strawberry 80 Prozent der Besteller mindestens bis zum 24. Dezember weiterhin ohne Rechner, heißt es in der Liste. Auch 68 Prozent der registrierten Special-Edition-Kunden werden geringstenfalls bis Weihnachten ohne Mac auskommen müssen. Zu der Liefersituation bezüglich des iMac DV Blueberry macht Apple in der Liste keine genauen Angaben.

Die in der Auflistung angeführten G4-Rechner-Mengen sollen bis Ende nächster Woche die offenen Bestellungen abdecken. Davon ausgenommen ist der G4-Mac mit 400 MHz. 30 Prozent der Kunden, die eine Bestellung aufgegeben haben, müssen auf dieses Modell auch weiterhin warten.

Die Liefersituation bei den portablen Macs bleibt weiterhin sehr angespannt. Der iBook-Versand von Apple wird in den nächsten zwei Wochen beim Blueberry-Modell nur 20 Prozent und beim Tangerine-Modell nur 25 Prozent der offenen Bestellungen abdecken. Da sich die Verfügbarkeitszahlen des iBooks seit vier Wochen nicht groß verändern, kann man annehmen, dass die iBook-Anwender in spe Apple mit ihren Bestellungen überhäufen.

Auch in dieser Aufstellung macht Apple, wie schon in der Liste vom 23. November , keine Angaben über die Mengen an G3-Powerbooks, die die Apple-Händler im Januar erhalten sollen. Dies nährt das unter Mac-Insidern kursierende Gerücht, dass Apple auf der Macworld Expo in San Francisco G4-Powerbooks vorstellen könnte. Macwelt berichtete bereits darüber.

G4-Macintosh-Server sind derzeit ebenfalls Mangelware. Laut Liste waren am 18. Dezember die Hälfte der Bestellungen an 350-MHz-G4-Server noch offen, und 20 Prozent der Besteller des 400-MHz-Modells müssen auch weiterhin auf ihren Mac warten. cja

Info: Apple, Internet: www.apple.com/de

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