Das iPhone 3G kommt in vier Tagen
Lange erwartet, nun ist es da: Pünktlich zum ersten Geburtstag präsentiert Apple das neue iPhone 3G. Größte Neuigkeit: Mehr Speed dank UMTS und Navigation per Satellit.
Der Jubel war in etwa so laut wie beim 3:2 von Philipp Lahm im EM-Halbfinale gegen die Türkei: Als Steve Jobs auf der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco das neue iPhone vorstellte und bestätigte, dass dieses den schnelleren 3G-Standard nutzen werde, hielt es die sonst eher zurückhaltenden Mac-Entwickler nicht mehr auf den Sitzen. Frenetischer Applaus war die Reaktion auf etwas, was eigentlich schon lange zuvor bekannt war - denn dass das nächste iPhone sich noch mit dem langsameren EDGE-Standard für die Datenübertragung begnügen würde, glaubte niemand ernsthaft.
iPhone 3G: Die wichtigsten Fragen und Antworten
In Frankreich und Italien wird es das iPhone 3G auch ohne Vertragsabschluss geben. Ein solches Gerät lässt sich auch in anderen Ländern betreiben. Allerdings liegen die Preise bei 500 bis 600 Euro. In Verbindung mit günstigen Prepaid-Karten kann sich das auf längere Sicht aber lohnen, etwa wenn man auf einzelne Bestandteile (Freiminuten, SMS) der „großen“ iPhone-Tarife verzichten kann.
Lücken im Netz
Aber das iPhone ist halt das iPhone - und der Beifall der Entwickler war wohl eher der Tatsache gezollt, dass Apple mit UMTS endlich auf dem Stand der Technik angekommen ist. Denn in der Praxis sind die Vorteile eher gering. So zeigen Tests, dass sich die höhere Geschwindigkeit von UMTS beim Surfen im Internet und dem Download von Mails kaum bemerkbar macht - auch wenn Apple behauptet, Seitenaufrufe gingen nun mehr als doppelt so schnell. Als limitierende Faktoren erweisen sich eher die Geschwindigkeit des Browsers und die Qualität des Funksig-nals als die theoretische Übertragungsgeschwindigkeit des mobilen Netzes. Einen weiteren Nachteil verschweigt Apple ebenfalls. In den USA liegt eine flächendeckende Versorgung mit dem schnelleren UMTS-Standard noch in weiter Ferne, auch hierzulande tun sich bei der Netzabdeckung noch große Lücken auf. Auf dem Lande ist man auch mit einem UMTS-Telefon schnell wieder bei EDGE, wenn nicht sogar bei GPRS angelangt. Lediglich in Ballungsräumen kann man darauf setzen, tatsächlich mit UMTS surfen zu können.
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