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App Store in China bislang kaum erfolgreich

18.11.2009 | 10:50 Uhr |

Gut einen Monat ist das iPhone in China erhältlich. Noch können chinesische App-Entwickler mit dem App Store nicht reich werden. Unerlaubte Kopien und die geringe Verbreitung von Kreditkarten bremsen das Wachstum.

Auf dem größten Mobilfunkmarkt der Welt, in China, haben iPhone und App Store bislang noch nicht eingeschlagen wie erhofft. Rund einen Monat nach dem Verkaufsstart bleiben iPhone-Anwendungen für den chinesischen Markt wirtschaftlich wenig erfolgreich. Laut einem Bericht des Wall Street Journals arbeitet chinesische App-Entwickler kaum profitabel. "Wenn wir Apps für den hiesigen Markt entwickeln, erzielen wir damit meist keine angemessenen Ergebnisse", sagt Shi Weixing, Gründer des chinesischen Unternehmens 9thq. Grund seien die vielen illegalen Kopien von Apps.

Der größte Teil der iPhones in China besteht derzeit aus Importen aus anderen Ländern. Geschätzte zwei Millionen iPhones gibt es in China, nur ein kleiner Teil davon stammt vom offiziellen Anbieter China Unicom. Der größte Teil der iPhones ist deshalb freigeschaltet und somit auch zu kopierten Apps kompatibel. Aktuell liegt der chinesische Umsatz im App Store laut 9thq 2009 bei rund einer Million Dollar. Weltweit schätzen Branchenbeobachter den Monatsumsatz auf des App Stores auf 200 Millionen Dollar.

Dennoch springen chinesische Internet-Unternehmen auf den iPhone-Zug auf und bringen ihre Dienste auch auf das iPhone . Zu den beliebtesten Apps in China gehören der Messenger des gleichnamigen Dienstes QQ und das Nachrichten- und Blogprogramm Sina. Aber auch westliche Spiele und Dienstprogramme sind bei Chinas iPhone-Nutzern sehr beliebt.

Chinas App-Anbieter leiden derzeit darunter, dass Bedingungen für eine hohe Reichweite derzeit schlecht sind. So gibt es das iPhone aktuell nur verstümmelt – WLAN ist bei den offiziellen Geräten deaktiviert. Zudem sind rund 1.000 Dollar für ein vertragsfreies iPhone utopisch viel Geld für den größten Teil der Bevölkerung. Zusätzlich sind Kreditkarten in China nur wenig verbreitet – für den Einkauf im App Store aber unerlässlich. Am ersten Wochenende nach dem Verkaufsstart meldete China Unicom, dass nur 5.000 neue Verträge abgeschlossen wurden.

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