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"Das ist eine Technik-Steuer"

09.02.2007 | 16:30 Uhr |

Nicht glücklich ist der Parallels-Sprecher Ben Rudolph über das Verbot Microsofts, Windows Vista Home in Virtualisierungsumgebungen einzusetzen. Denn für die zwei günstigsten Vista-Versionen, die für Heimanwender gedacht sind, schließt der Lizenzvertrag die Installation auf virtuellen Maschinen generell aus.

Das helfe keinem, so Rudolph: "Die aktuelle Struktur des Lizenzvertrages ist im Wesentlichen eine 'Technik-Steuer', die Anwender und Firmen bestraft, die auf innovative Techniken wie Virtualisierung setzen", schreibt er der britischen Zeitschrift PC Pro . Er fürchte allerdings nicht, dass sich die EULA (End User License Agreement) negativ auf die Parallels-Verkaufszahlen auswirken werde - höchstens auf die von Vista: "Die wirkliche Belastung trifft Microsoft. Sie hindern den Mac- und Linux-Markt daran, Vista anzunehmen. Deshalb wird es ihnen schwer fallen, ihn den verbleibenden Nicht-Windows-Markt vorzudringen und Verbraucher in kleinen und mittleren Betrieben zu erreichen. Diese werden nun davon abgehalten, die jüngste Microsoft-Technik einzusetzen." Parallels sei mit Microsoft im Gespräch und versuche, die Angelegenheit zu klären. Im Gegensatz zu den USA haben EULA-Verträge in Europa allerdings ohnehin nur beschränkt Gültigkeit.

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