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iOS 10: Das kann die neue Version bringen

10.06.2016 | 14:50 Uhr |

Apples WWDC 2016 steht vor der Tür: Die erwarteten neuen Features für iPhone und iPad im Überblick

Das kommende iOS 10 ist sicher ein Hauptthema der WWDC in zwei Wochen, in den letzten Monaten hat es schon eine Vielzahl an Ankündigungen und Gerüchten gegeben. Wir zeigen einen Überblick über die zu erwartenden iOS-Neuheiten:

Neue Funktionen von iOS 10

Bei Gerüchten über das kommende iOS 10 muss man immer zwischen plausiblen Informationen und Wunschträumen unterscheiden. So hofft unser Kollege Jason Snell beispielsweise auf die Möglichkeit, einfach USB-Speichergeräte direkt anzuschließen. Dass Apple dies möglich macht, ist aber äußerst unwahrscheinlich. Dazu ist diese Anschlussvariante zu unsicher.

Relativ wahrscheinlich ist dagegen, dass App-Entwickler ein neues API für Siri bekommen . Allein um sich gegen Konkurrenten wie Cortana und Alexa zu behaupten, wird Apple hier mehr App-Funktionalität bieten müssen. Die Frage ist allerdings, ob dies bereits für iOS 10 erfolgt und ob vielleicht nur ein sehr begrenzter Zugriff möglich ist – etwa für Suchfunktionen.

Es gibt außerdem Hinweise , dass Nutzer von iOS 10 mehr Kontrolle über ihren Homescreen erhalten und erstmals Apple-Apps wie „Aktien“ oder „Kompass“ ausblenden können. Firmenanwender können bei der Massenkonfiguration ihrer Apps diese Apps ja bereits entfernen.

Homekit

Homekit, Apple Heimautomatisierungs-System bietet keine übergreifende Konfigurations-App. Jeder Produkthersteller muss eigene Apps entwickeln. Der Besitzer von Homekit-Produkten unterschiedlicher Hersteller muss dann mit mehreren Apps jonglieren. Es gibt zwar einige Homekit-Apps wie Yonomi, die eine übergreifende Konfiguration anzubieten versuchen, die Apps haben aber viele Defizite. Ein Gerücht , Apple würde eine eigene Homekit-App vorstellen, hat sich mittlerweile leider als schlechter Scherz herausgestellt.

Vermutet wird aber, dass Apple ein neues Gerät für die Kontrolle von Homekit-Geräten vorstellt. Dafür sind bisher Apple TVs der 3. und 4. Generation gedacht , was sie aber nach Meinung vieler Nutzer nur begrenzt erfüllen können. Ob das Gerät schon zur WWDC fertig wird, ist unwahrscheinlich.

App Store

Apple-Urgestein Phil Schiller hat seit letztem Dezember die Aufsicht über den App Store übernommen, hier sollen viele Verbesserungen in der Arbeit sein. Vor allem bei Präsentation und Suche soll Apples Mega-Store für Software langerwartete neue Funktionen erhalten. Laut einem Bericht von Bloomberg könnte sogar eine bezahlte Suche integriert werden. Wieviel von diesen Gerüchen aber einfaches Wunschdenken ist, bleibt ungewiss. Sind doch die Mängel des App Store schon seit Jahren bekannt und könnten längst behoben sein.

Apple TV

Das Betriebssystem des Apple TV ist eng an iOS angelehnt, Entwickler hoffen auf eine bessere Integration zwischen iOS und TV-OS-Versionen. Allein schon die Möglichkeit per iOS-App auf die Apple-TV-Version starten zu können, wäre eine interessante Verbesserung. Aber hier gibt es nur Spekulationen, keine glaubwürdigen Gerüchte.

Apple Music

Mit 13 Millionen zahlender Kunden ist Apple vermutlich nicht zufrieden, eine übersichtlichere Bedienung könnte hier helfen. Bloomberg berichtete kürzlich, Apple würde die Bedienoberfläche deutlich vereinfachen. Außerdem würden Streaming- und Download-Dienste besser integriert sowie die Radio-Dienste weiter ausgebaut. Der „Reboot“ sei zur WWDC geplant, eine Marketing-Kampagne bereits gebucht.

iCloud

Die Sicherheit von iCloud soll besser werden, das hat Apple bereits angekündigt. So beabsichtigt Apple etwa, den Zugriff auf iCloud-Daten zu begrenzen. Bisher hat nämlich Apple und damit jede Behörde mit Gerichtsbeschluss freien Zugriff auf per iCloud verwaltete Daten. Möglicherweise kann ein Nutzer seine Daten bald so verschlüsseln, dass nur er selbst Zugriff auf diese Daten hat. Auch langfristig ist Sicherheit für Apple weiter ein Thema. Dazu passt, das Apple mit Jon Callas einen der berühmtesten Sicherheitsspezialisten eingestellt hat, der laut Reuters seit Mai für den iPhone-Hersteller arbeitet. In den US-Medien wird die Einstellung von Callas als Signal verstanden, dass sich Apple auch weiter gegen staatlichen Zugriff auf Nutzerdaten wehren will. Hatten doch unlängst Prozesse mit dem FBI und nicht zuletzt ein Boykott-Aufruf von Donald Trump für Ärger gesorgt.

Apple Pay

Für deutsche Nutzer ist Apple Pay noch ein Randthema, ist der Bezahldienst doch bisher erst in sechs Ländern vertreten und wohl nur für amerikanische Nutzer von Belang. Apple hat hier aber noch viel vor und baut den Nutzerkreis stetig aus . Neue Funktionen sind anscheinend ebenfalls geplant, so berichtete im November die Financial Times von einem neuen Bezahlsystem für die einfache Überweisung zwischen zwei Personen. Schon im letzten Juli berichteten Medien über ein Patent von Apple, das per Touch-Id abgesicherte Bezahlungen zwischen zwei Personen zum Inhalt hat. Laut Recode ist außerdem die Nutzung per Browser geplant.

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