Größer, schneller und neue Hightech-Funktionen? Wir zeigen, welche Neuerungen tatsächlich wahrscheinlich sind.
Die Phase vor einer Apple-Keynote ist eine Mischung aus investigativen Recherchen und "Wünsch Dir was". Apples Keynotes bleiben trotz aller zuvor bekannten Gerüchte immer eine Wundertüte. 2011 überrascht Apple alle Neugierigen, die fest mit einem "iPhone 5" rechnen, mit einem nur vergleichsweise leicht veränderten iPhone 4S. Erst kurze Zeit vor der Keynote gab es Infos dazu und dennoch rechnete ein Großteil der Medien und Apple-Fans stur mit einem zusätzlich komplett neuen iPhone – und liegen falsch.
2012 sieht die Lage – zumindest gefühlt – ganz anders aus: zahlreiche konkrete Hinweise versprechen für dieses Jahr tatsächlich ein deutlich überarbeitetes iPhone. Das Aussehen und einige Details scheinen schon sicher zu sein, etliche technische Daten sind jedoch noch spekulativ. Wir zeigen, welche Funktionen sehr wahrscheinlich ist und an welcher Stelle doch noch Enttäuschungen drohen:
iPhone 5: Der Gerüchtecheck
Mehr Akku-Power: Smartphones sind bei der Stromversorgung oft echte Eintagsfliegen und müssen fast täglich an die Steckdose zum Auftanken. Nutzer wüschen sich deshalb deutlich bessere Langlauf-Eigenschaften vom iPhone. Doch dies ist unwahrscheinlich: Immer schnellere Hardware und neue Funktionen nagen an der Laufzeit. Apple sagte uns einmal, dass das iPhone einen Tag durchhalten müsse und mehr Akkukapazität eher in mehr Leistung als in mehr Laufzeit gesteckt wird.
Keine deutliche Änderung
Neue Grundform: 16:9-Bildschirm, längeres Gehäuse bei gleicher Breite. Dazu die neue Auflösung von 1136 mal 640 Pixel. Dies scheint so zu kommen. Alle glaubwürdigen, neueren Fundstücke deuten auf diese Neuerung hin.
Sehr wahrscheinlich
Neue Anschlüsse: Neuer, schmaler Dockanschluss und nach unten gewanderte Kopfhörerbuchse. Der bisherige Dock-Connector ist alt, groß und trägt jede Menge überflüssige Pins mit sich herum. Apple könnte hier stattdessen tatsächlich einen schmalen, magnetischen Anschluss verwenden. Viele Hinweise und glaubwürdige Fotos zeigen: Das wird so passieren.
Sehr wahrscheinlich
A6-Prozessor: Nach dem A5-Doppelkern im iPhone 4S und dem A5X aus dem neuen iPad soll jetzt ein ganz neuer Vierkern-Prozessor fällig sein. Bisher setzte Apple neue CPUs immer zuerst im iPad ein, erst dann im iPhone. Gut möglich, dass auch dieses Jahr "nur" der aktuelle iPad-Prozessor A5X im iPhone Verwendung findet.
Möglich, aber nicht sicher
NFC: Der Nahfeldfunk ist derzeit ein sehr großes Trendthema und dringt nach all den Jahren der euphorischen Prognosen langsam tatsächlich in den Massenmarkt. Mit Passbook hat Apple sogar bereits die passende App für virtuelle Gutscheine und Guthaben auf den Weg gebracht. Noch ist Passbook konsequent auf optische Codes ausgerichtet. Zudem ist eine NFC-Antenne nur schwer in das Glas-/ Metallkonzept des iPhone-Gehäuses zu integrerien.Viele jüngere Hinweise deuten darauf hin, dass NFC beim nächsten iPhone fehlen wird.
Mittel
LTE: Apples halbherziger Ansatz, LTE im neuen iPad einzubauen, war ein Flop, nur in Nordamerika kann man LTE am iPad nutzen. Mit dem iPhone könnte sich dies ändern und ein "Welt-LTE"-Chip Einzug finden. Doch LTE ist weder flächendeckend ausgebaut, noch sind die Tarife aktuell preislich sonderlich attraktiv.
Möglich, aber kein Muss
Der Name: Im Web heißt das kommende iPhone konsequent "iPhone 5". Diese Variation ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Tatsächlich ist schon das iPhone 4S die fünfte Generation. Auch wenn Apple die "5" in der Einladung zur Keynote selbst verwendet ("fünf vor zwölf" ist zudem herrlich doppeldeutig), wird das kommende iPhone mit höchster Wahrscheinlichkeit "The new iPhone" heißen, ganz analog zum "iPad 3". Zudem gibt es bereits Fotos, die druckfrische iPhone-Verpackungen zeigen sollen und exakt dies andeuten.
Wahrscheinlich: "Das neue iPhone"
Bisher hat Apple es noch auf jeder iPhone-Keynote geschafft, die Zuschauer zu überraschen. Sei es durch ungeahnte neue Funktionen, die keine Gerüchtequelle auf dem Zettel hatte oder durch das Gegenteil: Als sicher geltende Funktionen, von denen im fertigen Produkt doch keine Spur zu sehen ist.
Am 12. September können Sie die Keynote zusammen mit uns live verfolgen. Wir berichten direkt vom europäischen Apple-Event aus London: ticker.macwelt.de










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