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Das schockiert Tim Cook in der mobilen Arbeitswelt

30.09.2015 | 08:10 Uhr |

Der Cloud-Anbieter Box hatte zur hauseigenen Messe auch Tim Cook nach San Francisco eingeladen. Auf der Bühne spricht Cook über das Selbstverständnis von Apple und was ihn schockiert.

Zum Start der BoxWorks 2015 in San Francisco lud Box-Gründer Aaron Levie unter anderem auch Tim Cook ins Moscone Center ein. Wir waren für Sie vor Ort. Auf der Bühne sprachen die beiden dann im lockeren Ton über die enge Zusammenarbeit zwischen Box und Apple, aber auch über das Selbstverständnis von Apple. So merkte Tim Cook an, dass Apple schon seit Jahren Enterprise-Features in petto habe. Vor allem seit dem Launch des iPads habe man hier noch mal richtig zugelegt. Ein wichtiger Faktor für die perfekte Balance zwischen Consumer- und Enterprise-Nutzern sei das gewaltige Ökosystem von Apple - gemeint waren in erster Linie die zahlreichen Apps, die jedem Nutzer eine möglichst maßgeschneiderte Lösung erlauben. Ferner verglich Cook: Es gebe doch auch keine Nachfrage nach einem Consumer-Auto oder einem Enterprise-Auto. Die beiden Welten würden an sich sehr gut harmonieren.

Dass es im Gespräch vor allem (wenn auch nicht nur) um Business-Themen ging, liegt in der Natur der Sache. Box hat sich auf Cloud-Dienstleistungen für große Unternehmen wie IBM, Coca Cola oder Tesla spezialisiert.

Tim Cook schockiert

Tim Cook zeigte sich im Gespräch schockiert über die seiner Meinung nach noch viel zu niedrige Einbindung mobiler Plattformen wie Smartphone und Tablet in der Arbeitswelt. Hier sieht der Apple-CEO einen wichtigen Hebel, um die Art und Weise, wie wir heute arbeiten, neu zu erfinden, wie er sagte. Dass es eine Box-App für iOS gibt, sei für viele Unternehmen von zentraler Bedeutung.

Auf die Frage Levies, ob und warum man das nicht auch auf Android ginge, antwortete der amüsierte Tim Cook - nach Lachern aus dem Publikum - dass man sich doch das beste Auto aussuche. Dabei nahm er Bezug auf den Auto-Vergleich zu Beginn des Events. Etwas ernster geworden führte er aus: Apple punkte mit seinem riesigen Ökosystem und seiner Zusammenarbeit mit zahlreichen großen Unternehmen. Dass man das wohl auch für Android sagen darf, kam nicht zu Wort.

"Wir haben noch nicht einmal angefangen"

Während des Gesprächs kam die Rede auch auf Macs und die Apple Watch. Dass man einen Mac zum Programmieren einer iOS-App braucht, fand Cook naturgemäß sehr gut. Im lockeren Ton befand er, dass man sowieso und überhaupt einen Mac brauche. Die Apple Watch, führte er etwas später aus, liefere schon jetzt unglaubliches Feedback - sie sei gut für die Nutzer in vielerlei Hinsicht, etwa für deren Fitness . Und dabei, so betonte Cook gleich mehrmals, befinde man sich noch ganz am Anfang. Levies scherzhafte Frage, was Apple denn tun wolle, wenn das Unternehmen alle Bereiche dominiert, beantwortete Cook mit einem selbstsicheren "Wir haben ja noch nicht einmal angefangen".

Überhaupt sieht Cook die Rolle Apples darin, "anderen Menschen zu helfen, die Welt zu verändern". Apple glaube an Fokussierung und wolle eine Plattform bieten für Cloud-Lösungen wie Box und auch ganz andere Dienstleister.

Verantwortung: Das dürft ihr kopieren

Zu guter Letzt fällt das Thema Verantwortung. Hier sorgte (nicht nur) Apple in der Vergangenheit immer wieder einmal für Negativ-Schlagzeilen (Stichwort: Arbeitsbedingungen bei Zulieferern ). Doch Cook hebt beispielhaft hervor, dass man mittlerweile die Mehrheit der Rechenzentren mit sauberer Energie betreibe und auf die 100% zusteuere. Er sei sich der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt bewusst. Darum unternehme Apple schon große Anstrengungen mit Erfolg, sagte Cook. Dies sei die einzige Sache von Apple, von der er sich wünsche, dass sie jeder auf der Welt kopiere.

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