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Das war 2013: Februar

27.12.2013 | 00:00 Uhr |

Teils unfairer ARD-Markencheck über Apple +++ Warum ein Investor Apple verklagt - und Recht bekommt +++ Streifzug über den MWC - Messe ohne Apple, Auto und Smartphone wachsen zusammen +++ Was Analysten über die iWatch denken +++ Tim Cook: "Apple ist kein Hardwarehersteller" +++ iTunes verkauft 25 Milliarden Songs +++ Obama lobt Apple

ARD-Markencheck: Hart, aber teilweise unfair

Keine schönen Bilder aus China: Überfüllte Wohnheime, übermüdete Arbeiter, wenig Geld für harte Arbeit, kaum Auskommen mit dem Einkommen. Der ARD-Markencheck Apple zeigt am 4. Februar Zustände auf der Werkbank der Welt, die im Europa des 19. Jahrhunderts soziale Revolutionen auslösten.

Was die ARD-Sendung aber nicht erwähnte: Apple ist bei weitem nicht der einzige Auftrageber für Foxconn und Konsorten, obwohl das die Sendung suggerierte. Unerwähnt blieben auch die Maßnahmen der FLA zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen , der Supplier Responsibility Report war nur am Rande erwähnt. Nicht Apple ist unfair, es ist das System, dessen sich Apple und seine Konkurrenten bedienen.

Unfair gingen die Macher der Sendung auch bei ihrer obligatorischen Straßenumfrage vor, Passanten sollten den Wert der Bauteile des teuren iPhones schätzen und empörten sich vor der Kamera über die Gewinnspanne. Keine Rede von den Kosten der Bauteile, welche die Konkurrenz bei ähnlichen Endpreisen aufwendet. Keine Rede davon, dass der Wert eines Produktes stets den der Einzelteile überschreitet.

Ansonsten war der Markencheck relativ ausgewogen und versuchte sachlich zu erklären, wie Apple mit seinen Produkten die Sinne derart anspricht, dass Hunderte sich vor einer Produkteinführung die Nacht vor dem Apple Store um die Ohren schlagen. Warum aber das Versenken eines Telefons in einem Bierglas ein ernstes Testkriterium sein sollte und warum neben verklärten Apple-Fans und einem ausgesprochenen Apple-Hasser ("Diktatur! Gleichschaltung!") keine "normalen" Anwender zu Wort kamen, wird Geheimnis der Markenchecker bleiben.

Insgesamt stößt der WDR-Markencheck auf wenig positive Resonanz. So urteilt etwa die Fachpublikation Meedia unter dem Titel "Alter Apple-Woi in neuen Schläuchen" : "Wer die kritische Berichterstattung zu Apple in den vergangenen Monaten verfolgt hat, dürfte beim "Apple-Markencheck" nichts wirklich Neues erfahren. Was hängen bleibt, ist eine Mischung aus Vorwürfen über zu hohe Preise, gepaart mit Vorwürfen zu niedrigen Lohnkosten auf Zuliefererseite. Ob westliche Konsumenten dann im Gegenzug steigende Anschaffungspreise in Kauf nehmen müssen, wenn die Löhne in Shenzen steigen, will die Dokumentation nicht beantworten."

Anscheinend hatte das Fernsehpublikum nicht viel mehr erwartet, die Einschaltquoten blieben sogar unter denen für den Markencheck TUI zwei Wochen zuvor, weiß Kress zu berichten : "Die ARD-Montagssendung "Der Apple-Check" samt nachgelagerter "Hart aber fair"-Diskussion blieb hart an der Grenze zur Mogelpackung. Mit 2,50 Mio Gesamtzuschauern lag "Der Apple-Check" sogar noch hinter dem "Tui-Check" von vor zwei Wochen. Naturgemäß schalteten anteilig mehr Jüngere zu, doch auch 1,09 Mio 14- bis 49-Jährige (Marktanteil: 8,7%) sind keine berauschende Ausbeute. Die "Hart aber fair"-Pseudodiskussion im Anschluss, bei der fast alle aneinander vorbeisprachen, verfolgten dann nur noch 6,0% der Unter-Fünfzigjährigen."

An der Diskussionsrunde der Reihe "Hart aber Fair" stößt sich auch der Spiegel, der im Markencheck ebenso wenig Neues gesehen haben will . Eine mögliche Diskussion über vermeintliche Gier von Herstellern, Zulieferern und Verbrauchern unterblieb: "Stattdessen gab es dann bei Plasberg das Thema: "Handy an, Hirn aus - wie doof machen uns Apple und Co.?" Um es vorweg zu nehmen: Das wusste man auch nach der Diskussion nicht, in der es allerdings auch um gänzlich andere Fragen ging. Nur um welche, blieb unklar: Offenbar zielte Plasbergs Redaktion darauf, die grundsätzlichen Befindlichkeiten von Menschen zur Kollision zu bringen, die auf gegenüberliegenden Seiten einer Kluft stehen, die man die Waldorf-Piraten-Klamm nennen könnte. Solche Schluchten sind bekanntlich schwer überwindbar, ohne in die Tiefe zu gehen."

Bereits vorab gesehen hatten die Kollegen des Focus die Sendung, die schon am Nachmittag zuvor eine Inhaltsangabe der Sendung brachten und das Urteil des Markenchecks in Sachen Fairness verrieten: "Ist Apple also fair? Urteil des Markenchecks: Eindeutig Nein."

Wobei gerade an dieser Stelle der Markencheck einseitig unfair wurde. An keiner Stelle wurde erwähnt, welche anderen Hersteller bei den für Apple tätigen Zulieferern auch fertigen lassen, und dass Apple Zulieferern kündigt, die sich nicht an die Regeln halten . Der Supplier Responsibilty Report kam nur kurz in das Bild, wurde aber weder erklärt noch dessen Konsequenzen beschrieben. Alles in allem ist der Markencheck an dieser Stelle durch den Fairnesscheck gefallen.

Gerade in den ersten Monaten des Jahres war Apple öfter "Bashing-Opfer", die Aufregung hat sich in den Monaten danach gelegt. Die Arbeitsbedingungen der chinesischen Arbeiter sind aber trotz der Bemühungen Apples und erkennbarer wie dokumentierter kleiner Fortschritte im Allgemeinen nicht wesentlich besser geworden. Nur scheint das Ende 2013 nicht mehr Thema zu sein.

Warum ein Investor Apple verklagt

Neben der Neuwahl des Aufsichtsrates und der Bestätigung von Tim Cook im Amt will Apple die Anteilseigner des Unternehmens auch über mehrere von Apple eingebrachte Anträge entscheiden lassen. Gegenstand einer Gerichtsverhandlung wird im Vorfeld dabei der Antrag Nummer 2. Der Investor David Einhorn, der den Hedgefond Greenlight verwaltet, hat eine einstweilige Verfügung beantragt, um eine getrennte Abstimmung über drei Änderungen in Apples Statuten zu erreichen. Einhorn bekommt vor Gericht Recht, Apple muss diese Abstimmung ausfallen lassen . Aber warum hatte der Investor den Mac-Hersteller verklagt?

Und darum ging es in der Klage Einhorns: Apple hat drei Änderungen an seiner Charta in einem Antrag zusammengefasst. Einverstanden ist der Investor damit, Aktien mit einem nominellen Wert zu versehen und mit einem neuen Wahlverfahren für Aufsichtsräte. Nicht damit einverstanden erklärt sich Einhorn mit einer Änderung bei der Ausgabe von Vorzugsaktien: Apple kann diese bisher ohne Zustimmung der Aktionäre ausgeben und möchte dies ändern. Damit würde aber die Ausgabe von Vorzugsaktien unnötig kompliziert, mutmaßlich teurer für das Unternehmen und somit unwahrscheinlich, fürchtet der Hedgefondsmanager. Da ihm und anderen Aktionären nur die Wahl für die gesamte Änderung der Charta bliebe, hat er Klage eingereicht, die positiv beschieden wird.

Mit Vorzugsaktien könnten Aktionäre gewisse Vorteile erwerben, so könnte man - wie Einhorn vorschlägt - den Besitzern eine regelmäßige Dividende bezahlen, Einhorn fordert etwa in einem eigenen Antrag vier Prozent des Aktienkurses pro Quartal. Eine andere Option von Vorzugsaktien dürfte in naher Zukunft kaum zum Tragen kommen: Geht ein Unternehmen bankrott, würden zunächst die Besitzer von Vorzugsaktien abgefunden, erst dann die von regulären Anteilen. Auch könne ein Unternehmen Vorzugsaktien ausgeben, um feindliche Übernahmen zu verhindern oder zumindest zu erschweren. Dieses Szenario kommt im Falle Apples derzeit aber auch nicht zum Tragen. Der Nachteil von Vorzugsaktien, aus Aktionärssicht: Mit den Anteilen müssen keine Stimmrechte verbunden sein, es handelt sich hierbei quasi um eine stille Beteiligung.

Der Hedgefonds Greenlight hält nach eigenen Angaben 1,3 Millionen (stimmmberechtigte) Apple-Aktien, derzeit hat Apple 939 Millionen Anteilsscheine ausgegeben. Mit dem Stichtag 14. Februar zahlte Apple 2,65 US-Dollar pro Aktie Dividende aus, insgesamt also etwa 2,5 Milliarden US-Dollar. 

Die Hauptversammlung verläuft reichlich unspektakulär und bestätigt den kompletten Aufsichtsrat in seinem Amt, ebenso die Wahl einer Buchhaltungsfirma. Abgelehnt wurde ein Vorschlag, dass Apple-Manager ein Drittel ihrer von der Firma als Lohn ausgegeben Aktien bis zu ihrer Rente halten müssten und die Einrichtung eines Komitees für Menschenrechte. Apple-CEO Tim Cook, der 99 Prozent Zustimmung erhielt, bestätigte auf Rückfragen der Versammlung etwa, Apple werde nicht vor 2016 in sein neues Bürogebäude in Cupertino ziehen können. Das Unternehmen überlege zudem ernsthaft, mehr seiner Barreserven an Aktionäre auszuschütten, konkrete Pläne nannte Cook jedoch nicht. Zudem verstehe er, dass Aktionäre aufgrund des Wertverlustes der Apple-Aktie seit September "enttäuscht" seien, Anleger sollten sich jedoch langfristig orientieren. Apple arbeite an "neuen Produktkategorien", ins Detail ging Cook auch hier nicht. Erst im Oktober wird der Apple-CEO konkret und kündigt die neuen Produktkategorien für das zweite Halbjahr 2014 an.

Streifzug über den MWC - Messe ohne Apple

Apple nimmt auch 2013 nicht am Mobile World Congress (MWC) in Barcelona teil. Andere Unternehmen zeigen hingegen auf der angeschlossenen Messe ihre Neuerungen - von denen uns so einiges doch recht bekannt vorkommt. Vor allem Hersteller aus Fernost haben neue Geräte mitgebracht, die sie auf dem MWC präsentieren, ZTE, Huawei, LG, Sony und Samsung tun sich dabei besonders hervor. Für Fachbesucher sind die Hintergrundgespräche über neue Trends und Deals im Mobilfunkmarkt jedoch weit wichtiger. Besonders die Vernetzung von Geräten und Services ist Thema in Barcelona, eben App Stores für Kraftfahrzeuge stößt besonders das Konzept der vernetzten Stadt auf Publikumsinteresse.

Bis heute beschränkt sich der Nutzen eines Smartphones im PKW in erster Linie auf Musikwiedergabe oder die Funktion eines Navi. Auf dem MWC 2013 zeigen die Automobilhersteller, dass viel mehr möglich ist: neben Display-Mirroring oder Navigationslösungen soll die Kommunikation künftig nicht mehr nur vom Handy zum Auto, sondern auch in die andere Richtung laufen können. Mögliche Einsatzzwecke: Übermittlung von Autotelemetrie zur Senkung des Spritverbrauchs oder – im Kontext der zunehmenden Verstädterung – auch Nutzung der Handydaten für Verkehrsleitsysteme und intelligentere Navis. Ein spannendes Feld, das zwar im Moment noch in den Kinderschuhen steckt, aber in den kommenden Monaten immer wichtiger werden wird.

Was Analysten über die iWatch denken

Eigentlich das ganze Jahr über geistert die iWatch durch die Gerüchteküche. Eine intelligente Armbanduhr solle das "nächste große Ding" sein, sind sich Experten einig. Samsung bringt im Herbst dann auch eine Uhr, die sich mit Galaxy-Geräten verständigt, der Weisheit letzter Schluss ist das Gerät nicht . Bekanntlich die Weisheit mit Löffeln gefressen haben Finanzanalysten, die schon weit vor einer möglichen Produktvorstellung wissen, welchen Erfolg Apple mit dem ominösen Gerät haben wird.

Unseren Kollegen der Macworld hat etwa der IDC-Analyst Ramon Llamas seine Ansichten dargelegt, der eine iWatch für eine "elegante Idee" hält. Die Entwicklung gehe hin zum "wearable Computer" als Kleidungsbestandteil oder Accessoire, eine Armbanduhr sei daher sehr praktisch. Denn so müsse man nicht einmal bewusst einen Computer um sein Handgelenk schnallen, sondern einfach nur eine Uhr anlegen. Die iWatch dürfe aber keineswegs ein zusätzliches Telefon sein, sondern könne das iPhone nur sinnvoll ergänzen. Einen Anruf oder einen Videochat mit der Armbanduhr anzunehmen, halte Llamas für "dumm". Die Smartwatch könnte aber wertvolle Dienste dabei leisten, Daten wie die Pulsrate aufzuzeichnen und an andere Geräte weiter zu geben. Mit einem integrierten NFC-Chip wäre eine iWatch auch ein ideales Zahlungsmittel . Statt der Kasse das iPhone aus der Tasche zu ziehen, müsse man nur noch die Uhr am Handgelenk vor einen Scanner halten, schlägt Llamas vor.

Andere Experten halten eine Smartwatch für eine ideale Erweiterung des iPhone-Bildschirms, der etwa Erinnerungen oder eingehende Nachrichten anzeigen könnte. Sogar als Eingabegerät für Sprachassistenten wie Siri sei die iWatch sinnvoll. Als tragbarer Computer (im Sinne von "wearable") könnte eine iWatch laut Ramon Llamas auch mehr Menschen ansprechen als Google mit seinem Glasses-Projekt: "NIcht jeder von uns trägt eine Brille".

Da aber auch immer weniger eine Armbanduhr tragen und sich lieber von ihrem Smartphone die Zeit mitteilen lassen, hält Jack Gold von J. Gold Associates die Idee für noch nicht überzeugend: "Was wären die Vorteile des Produkts? Ersetzt es mein iPhone, das zuvor den iPod ersetzt hat?" Wenig Ideen, wie sich Apple von der Smartwatch-Konkurrenz absetzen könnte, hat auch Karl Volkman, CTO der Unternehmensberatung SRV Network: "Eine iWatch müsste signifikant bessere Funktionen bieten als Konkurrenzprodukte." Schon vor zehn Jahren hat Microsoft auf der CES ein Konzept gezeigt und es Smart Personal Objects Technology genannt. Mehrere Hersteller haben seither einzelne Ideen daraus aufgegriffen, bisher hat sich noch kein Produkt als kommerzieller Erfolg erweisen.

Apple hat sich in diversen Ländern seither die Marke "iWatch" gesichert, ob diese jemals für ein Produkt stehen wird, bleibt ungewiss. Das Jahr 2014 könnte uns dazu mehr verraten.

Tim Cook: "Apple ist kein Hardwarehersteller"

Tim Cook erklärt öffentlich, wie sich Apple selbst definiert und wo die kulturen Unterschiede zwischen Apple und anderen Unternehmen der Technikbranche liegen.

Am 12. Februar stand Tim Cook auf einer Konferenz von Goldman-Sachs Rede und Antwort. Auf die Frage nach der Wettbewerbsfähigkeit Apples mit der Konkurrenz: "Im PC-Bereich gab es immer zwei Wettbewerbsfaktoren: Preis und technische Daten. Größere Festplatte oder schnellerer Prozessor." Laut Cook läge die Wahrheit anders: "Die Kunden wollen ein tolles Nutzererlebnis" - nicht messbar in technischen Daten oder im Preis.

Für die Zukunft sieht Cook Apple gut gerüstet und verteidigt sein Unternehmen gegen Befürchtungen der Investoren, dass Apple es gegen die Konkurrenz immer schwerer habe. 40 Prozent des gesamten Smartphone-Marktes sei alleine 2012 entstanden, in den nächsten Jahren werde sich der Markt erneut verdoppeln. Bisher seien erst die Hälfte der Mobilfunk-Vertragskunden weltweit für Apple erreichbar, hier schlummere noch großes Potenzial für das iPhone.

Am Beispiel des iPad erläutert Cook, Apple habe im letzten Quartal 22 Millionen Tablets verkauft, HP - der weltgrößte PC-Hersteller - nur 15 Millionen Computer. Dies seien aktuell nur die ersten Runden in diesem Wandel.

Im Vergleich zur Konkurrenz sind iPad und iPhone immer noch in einigen Bereichen führend. So habe eine Untersuchung von IBM zum schwarzen Freitag ergeben, dass das iPad das Gerät gewesen sei, mit dem die Kunden am meisten gekauft hätten. Über das iPad sei doppelt so viel gekauft worden wie über alle Android-Geräte zusammen. "Ich weiß nicht, was die ganzen Leute mit ihren Tablets machen", scherzt Cook.

Bei der Gelegenheit erläutert Cook, wo er den Unterschied zu anderen Herstellern sieht: "Wir sind kein Hardwarehersteller. Wir sehen den Verkauf eines Gerätes nicht als Ende, sondern erst als Anfang der Kundenbeziehung." Dafür müsse Apple es jedoch schaffen, noch mehr seines Ökosystems in Form der iTunes-Inhalte in weiteren Ländern auszubauen, dort seien oft nur Teile davon erhältlich.

Bei der Fragerunde unterstreicht Tim Cook Apples Ambitionen, technisch möglichst eigenständig zu sein. Schritte wie den Kauf des Chipentwicklers PA Semi werde Apple weiterhin unternehmen, um dadurch eigene Lösungen zu erhalten.

iTunes verkauft 25 Milliarden Songs

Apples Online-Musik-Laden hat einen weiteren Meilenstein gesetzt und gestern die Schwelle von 25 Milliarden Songs überschritten. Den iTunes Store hatte Apple Ende April 2003 zunächst nur in den USA eröffnet, ein Jahr später kam er zunächst nach Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

Mittlerweile ist der iTunes Store in weit über 100 Ländern weltweit aktiv. Zehn Milliarden Songs konnte Apple bis Februar 2010 verkaufen, 15 Milliarden waren es bis Juni 2011. Den Jubiläumssong Monkey Drums" (Goksel Vancin Remix) von Chase Bush hat diesmal ein Kunde aus Deutschland gekauft, Philip Lüpke darf sich über einen iTunes-Gutschein im Wert von 10.000 Euro freuen, gibt Apple in einer Pressemitteilung bekannt.

Noch stärker angenommen wird der App Store, im Sommer durchbricht dieser die Schallmauer von 50 Milliarden Downloads.

Obama lobt Apple

In seiner kämpferischen Rede zur "Lage der Nation" hat US-Präsident Barack Obama am Dienstag Apple dafür gelobt, Arbeitsplätze zurück in die USA geholt zu haben.

Cook, der im Auditorium in der Nähe der First Lady Michelle Obama saß, durfte sich über folgende Worte freuen: "Nachdem unsere Industrie über zehn Jahre lang Arbeitsplätze vernichtet hat, haben sie in den letzten drei Jahren wieder 500.000 neue geschaffen. Caterpillar holt Arbeitsplätze aus Japan zurück. Ford bringt Arbeitsplätze aus Mexiko zurück. Und Apple will wieder Macs in den USA fertigen. "

Über die Rückführung von Fertigungsprozessen hatte Barack Obama bereits mit dem verstorbenen Apple-CEO Steve Jobs gesprochen, der ihm aber im Februar 2011 eine Absage bezüglich der Herstellung des iPhones gab: "Diese Jobs kehren nicht zurück". Komplett könne Apple die Produktion nicht in die USA zurückholen, aus Kostengründen und fehlenden Ressourcen an befähigten Arbeitern, hatte Cook letzten Dezember erklärt. Wie Apple im Oktober verrät, wird es den neuen Mac Pro exklusiv in einer neuen Fabrik in Texas fertigen lassen.

Apple wolle aber ein Beispiel zur Stärkung der US-Wirtschaft auch für andere Unternehmen geben. Dieses Beispiel hat nun der US-Präsident hervorgehoben. Insgesamt wolle Apple 100 Millionen US-Dollar seines eigenen Geldes in die Produktion investieren, das Gesamtvolumen könne sich durch Engagements Dritter noch erhöhen.  Mehr als 200 Jobs würde dieses Investment aber nicht ergeben, hat laut Bloomberg der Analyst Dan Luria vom Michigan Manufacturing Technology Center errechnet.

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