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Das war 2013: Juni

31.12.2013 | 00:10 Uhr |

WWDC 2013: iOS 7, OS X Mavericks, Macbook Air und Mac Pro +++ Intel stellt Thunderbolt 2 vor +++ NSA-Skandal zieht seine Kreise +++ Apple patentiert Hitzeableiter aus Graphen +++ Münchner Supercomputer stellt Weltrekord auf +++ Geheime Strukturen hinter Adblock Plus aufgedeckt +++ Apple begrüßt Gerichtsentscheidung zur Homo-Ehe +++

WWDC 2013: iOS 7, OS X Mavericks, Macbook Air und Mac Pro

Apple hatte im Vorfeld der WWDC mit hohen Erwartungen zu kämpfen - und hat zu Beginn der Entwicklerkonferenz mehr als nur ein Pflichtprogramm abgehalten. Die Design-Änderungen von iOS 7 sind teils spektakulär, auch beim Mac-Betriebssystem nimmt Apple einen neuen Ansatz. Das Hardwareupgrade für die Macbook Air ist logisch und der erste Blick auf den neuen Mac Pro lässt für den Herbst einiges erwarten.

Die 24ste Ausgabe der WWDC war laut Apple-CEO Tim Cook innerhalb von 71 Sekunden ausverkauft, Entwickler aus 66 Ländern haben sich nach San Francisco aufgemacht, 64 Prozent davon sind das erste Mal auf einer Apple-Entwicklerkonferenz. Um den zu kurz gekommenen Interessenten entgegen zu kommen, will Apple täglich alle Sessions in seiner App zur WWDC übertragen. 100 Sessions und 120 Workshops hat Tim Cook für die Woche der WWDC versprochen, 1000 Apple-Ingenieure halten sich im Moscone Center auf und stellen sich den Fragen der Entwickler.

Fünf Jahre alt ist nun der App Store, 50 Milliarden Downlaods hat der erst kurz vor der WWDC erreicht. 900.000 Apps stehen im Juni zur Verfügung, später im Jahr fällt die Millionengrenze. 93 Prozent der Apps werden mindestens einmal im Monat geladen. 575 Millionen Konten hat Apple mittlerweile registriert.

Das nächste OS X wird nicht mehr nach einer Raubkatze benannt - "wir haben das erste Betriebssystem, das wegen eines Mangels an Katzen verzögert wurde," scherzt der Software-Chef Craig Federighi. Der Name des neuen Systems lautet nun OS X Mavericks, inspiriert von der kalifornischen Heimat des Konzerns - auch künftige OS-X-Versionen werde man unter diesem Gesichtspunkt benennen. Der neue Ansatz der Nomenklatur müsse nun ebenso mindestens zehn Jahre halten, erklärt Federighi. Bis auf den Nebelparder (Clouded Leopard) hat Apple in der Tat schon alle Großkatzen durch und den Puma sogar doppelt verwendet, zuletzt als Mountain Lion.

OS X ist laut Apple das "fortschrittlichste Desktop-Betriebssystem" und an sich ausgereift. Apple hat es dennoch geschafft, neue sinnvolle Funktionen zu integrieren, die teils auf langjährige Wünsche der Benutzer zurück zu führen sind. Tabs im Finder sollen etwa die Arbeit mit mehreren Fenstern erleichtern, mit Tags können Anwender ihre Daten auszeichnen - die Tags bleiben am Dokument und werden über iCloud synchronisiert. Apps im Vollbildmodus kann man nun auch auf mehreren Monitoren verwenden, auch auf jedem eine andere. Mavericks bekommt auch unter der neuen Oberfläche Verbesserungen, die auf eine höhere Effizienz des Systems zielen. Federighi nennt komprimierten Speicher, App Nap und Timer Coalescing. Apps setzt OS X nun ähnlich wie in iOS in eine Art Ruhezustand, Speicher komprimiert das System, anstatt ihn auf die Festplatte auszulagern. Damit will Apple die Last der CPU um bis zu 72 Prozent reduzieren. Der Mac wird dadurch schneller und die Batterie soll länger halten. App Nap stellt fest, welche Programme im Vordergrund laufen und welche im Hintergrund und schickt letztere quasi schlafen. Die CPU-Last sinkt sofort, wie Federighi demonstriert. Neben einem verbesserten Leseerlebnis in Safari bringt Apple nun in Mavericks nun auch eine iCloud-Keychain, die Passworte über alle angeschlossenen Geräte synchronisieren soll und die mit 256 AES verschlüsselt ist. Safari schlägt gar neue sichere Passworte vor und sichert sie in der iCloud-Keychain.

Kalender bekommt wie andere Apple-Apps nun ein deutlich flacheres Design, Apple verabschiedet sich von der Nachahmung von Ledereinbänden und dergleichen. Wie erwartet kommt die im letzten Herbst viel gescholtene App Maps nun auch auf den Mac, was etwa Routenplanung erleichtern soll. Hat man sich etwa auf dem Mac orientiert, kann man die Route aus Maps direkt an sein iPhone übertragen. Und noch eine iOS-App kommt auf den Mac: iBooks. Endlich kann man E-Books aus dem App Store nicht nur auf dem Mac kaufen, sondern auch dort lesen und in Schulbüchern mit Notizen und Lernkarten arbeiten. Kalender arbeitet mit Maps zusammen, plant man etwa einen Pizzaabend, schlägt der Mac Restaurants in der Umgebung vor und weist den Weg dorthin.

Apple bringt Mavericks schließlich im Oktober heraus und zwar gratis für alle Nutzer von Mac-OS X 10.6 Snow Leopard aufwärts, die den Mac App Store auf ihrem Rechner installiert haben.

Neue Macbook Air, Vorschau auf Mac Pro

Das Macbook Air zeige im Zeitalter des iPad, wie die Zukunft des Mac aussehe, jubelt Phil Schiller in seiner Vorstellung der neuen Modelle. Das Macbook Air kommt mit Intels neuester Prozessorgeneration Haswell, die besonderen Wert auf Energieeffizienz legt. Die Batterielaufzeiten der Macbook Air sollen sich daher deutlich verlängern. Der neue Funkstandard 802.11ac ist nun verbaut, Apple bringt natürlich auch neue Basisstationen für Airport. Die Preise beginnen bei 999 US-Dollar (11 Zoll, 128 GB Flash-Speicher) und enden bei 1299 US-Dollar (13 Zoll, 256 GB Flash).

Sonst spricht Apple ungern über kommende Produkte, gibt nun aber eine Vorschau auf den neuen Mac Pro. Diesen hat Apple radikal geändert, weil der Mac-Hersteller nicht mehr "Desktops wie alle anderen" bauen will. Der Mac Pro kommt mit einem neuen Xeon-Chip mit bis zu 12 Prozessorkernen, alle Erweiterungen werden über die Thunderboltschnittstelle zu geschehen haben. Apple wird dazu das erst kürzlich vorgestellte Thunderbolt 2 verwenden. Die Storagetechnologie basiert auf PCIe Flash, 2,5 mal schneller als bisher verwendete Flash-Speicher, zehnmal schneller als jede Festplatte. Die Grafikleistung der AMD Fire Pro soll zudem beeindrucken mit bis zu 528 GBps. Bis zu drei 4K-Displays soll der neue Mac Pro ansteuern können, der in einem kompakten, schwarz glänzenden Gehäuse kommt. Der neue Mac Pro ist in jeder Dimension nur halb so groß wie sein Vorgänger, nimmt also nur ein Achtel des bisherigen Volumens ein. Die Schnittstellen sind alle an der Hinterseite untergebracht, neben Thunderbolt noch viermal USB 3, sechsmal Thunderbolt und zwei mal Gigbit-Ethernet. Ein Annäherungssensor erkennt, ob man sich den Buchsen nähert und beleuchtet sie dann. Apple will den neuen Mac Pro im Dezember auf den Markt bringen, gebaut wird er in den USA.

iOS 7 - Flaches Design und neue Funktionen

Apple hat bis Juni 600 Millionen iOS-Geräte verkauft: iPhone, iPod Touch und iPad. "Das Team hat hart an der neuen Version von iOS 7 gearbeitet, ich bin begeistert, heute iOS 7 vorstellen zu dürfen": freut sich Tim Cook. iOS 7 sei gepackt mit vielen neuen Features und ringe die bisher meisten Änderungen im mobilen OS. In der Tat wird das Design deutlich flacher als bisher, OS X Mavericks hatte ja schon darauf schließen lassen. In einem Video führt Apple das neue Design vor, die Stimme von Johnny Ive erklärt das neue Aussehen. Craig Federighi geht auf der Bühne noch weiter ins Detail. Apps wie Messages, Kalender und Telefon kommen deutlich aufgeräumter und mit schlankeren Fonts daher, App-Icons wirken leichter. Imitate von Holz und Leder haben ausgedient.

Apple belässt es bei den Neuerungen aber nicht beim Aussehen, zehn neue Funktionen stellt Federighi besonders heraus. Etwa das von vielen gewünschte Control Center, über das man einfach etwa den Flugzeugmodus einschalten kann oder Komponenten wie Bluetooth aus, ebenso lässt sich die Musik-App daraus steuern. Das Control Center ist von überall, selbst vom Lockscreen aus, erreichbar. Überarbeitet hat Apple zudem das Multitasking. Das System soll nun selbst erkennen, wie oft man eine App nutzt und ihr entsprechend Prozessor zuteilen. Die Batterie werde damit geschont. Updates lädt iOS nun, wenn das iOS-Gerät am Strom hängt und erkennt Netzwerkbedingungen von selbst. Der Updateprozess werde unterbrochen, starte man eine App. Der Wechsel zwischen den laufenden Apps geht nun über eine Wischbewegung nach Doppelklick auf den Home-Button.

Safari kommt mit einer neuen Vollbildabsicht, der iCloud-Keychain und einer Kindersicherung sowie den von Mavericks bekannten Lesefunktionen. Durch Tabs hangelt man sich nun auf andere Weise, die ein wenig an Coverflow erinnert. Die Tabs liegen nun nicht nebeneinander, sondern wie in einem Karteikartenkasten aufgerollt. Wie in Safari auf dem Mac hat der neue Browser nur noch ein Eingabefeld, das automatisch Suchen von URLs unterscheiden soll.

Airdrop kommt wie zuletzt spekuliert auf iOS-Geräte, die Funktion ist in das Sharing-Menü integriert. Sharing soll auch mit mehreren Nutzern möglich sein, Das Sharing benötigt jedoch die jüngste Wi-Fi-Hardware und funktioniert erst ab dem iPhone 5 oder iPad 4, iPad Minin und iPod Touch 5.Gen.

Fotos in iOS 7 sind nun in "Moments" organisiert, basierend auf den Aufnahmezeitpunkt und den Aufnahmeort. Das erleichtert den Überblick. Erweitert wird auch der Fotostream zu einem "Shared Photostream", auch Videos lassen sich über iCloud-Fotosharing teilen. Mehr zu iOS 7 hier: Optischer Neustart für das iPhone .

iTunes Radio

Apple stellt zudem einen Streamingdienst für Musik vor: i Tunes Radio . Wie etwa in Pandora kann man sich eigene "Radiostationen" zusammenstellen, Apple bringt in den Grundeinstellungen bereits etliche Musikprogramme in iTunes Radio ein. Die App merkt sich die abgespielten Songs, aus iTunes Radio lassen sich direkt die Songs kaufen. iTunes Radio ist für Abonnenten von iTunes Radio kostenlos und nicht nur auf dem iPhone, iPod Touch und iPad verfügbar, sondern auch auf dem Mac und PC über iTunes und dem Apple TV. Für Anwender ohne iTunes Match ist iTunes Radio mit Werbung versehen. Apple startet mit dem Service in den USA und wird andere Länder nachziehen.

Intel stellt Thunderbolt 2 vor

Bereits im April angekündigt, hat Intel auf der Computex nun Thunderbolt 2 offiziell vorgestellt und einige Details zu der neuen Hochgeschwindigkeitsschnittstelle genannt. Die wichtigste Neuerung: Die beiden bisher getrennten und jeweils 10 Gbps schnellen Kanäle für Datenübertragung und Monitore sind nun in einem einzigen bidirektionalen Kanal zusammengefasst, der mit bis zu 20 Gbps gleichzeitig Daten überträgt und Monitore ansteuert.

Laut Intel sei es nun gleichzeitig möglich, ein 4K-Video zu übertragen und auf einem externen Monitor darzustellen, Thunderbolt war dazu bisher nicht in der Lage. Die neue Version unterstützt auch das Protokoll Displayport 1.2 mit dem Streaming von 4K-Videos auf einen Monitor oder Dual-QHD-Monitore möglich sei. Thunderbolt 2 ist rückwärtskompatibel, alte Kabel und Peripherie verstehen sich auch mit der neuen Version.

Hatte zunächst nur Apple auf Thunderbolt gesetzt, werde die neue Schnittstelle allmählich besser angenommen, erklärt Intel auf der Messe in Taipeh. Rund 20 PC-Modelle und Motherboards und 80 Peripheriegeräte - meist Massenspeicher - seien nun mit Thunderbolt ausgerüstet.

Bericht: Apple teilt Nutzerdaten mit NSA

Den Namen muss man sich merken: Edward Snowden. Der ehemalige NSA-Mitarbeiter weist auf einen der weltgrößten Skandale im Jahr 2013 hin.

Laut eines internen Dokuments der National Security Agency (NSA), dem Militärgeheimdienst der USA, hat die Behörde Zugriff auf Server verschiedener US-Webdienste, darunter auch denen von Apple. Dabei geht es sowohl um Überwachung von Inhalten als auch um Zugriff auf gespeicherte Daten. Betroffen sind Funktionen wie E-Mails, Fotos, Details aus Sozialen Netzwerken, VoIP-Telefonie und einige mehr.

Microsoft (aktueller Slogan: "Ihre Privatsphäre hat bei uns Priorität") war laut der Unterlagen das erste Unternehmen, das seit 2007 Daten an die NSA liefert. Apple ist demnach das jüngste Mitglied der Datenlieferanten und seit Oktober 2012 an die NSA angebunden. Auch Google, Facebook, Skype und Youtube tauchen in der Präsentation der NSA auf. Ziel des "PRISM" getauften Programms sind Nicht-US-Bürger und US-Bürger, die mit Menschen im Ausland kommunizieren.

Aufgedeckt wurde dieses Programm durch einen Leak der internen Präsentation an den britischen Guardian und die Washington Post . James R. Clapper, Direktor der Nationalen Nachrichtendienste, sagt gegenüber der Post: "Die Informationen, die wir über dieses Programm erhalten haben, zählen zu den wichtigsten geheimdienstlichen Auslandsinformationen, die wir sammeln können." Die Berichte in den Medien seien teilweise nicht ganz richtig, sagt Clapper, geht dabei aber nicht auf Details ein.

Die betroffenen Unternehmen dementieren, Nutzerdaten an Behörden zu geben - außer auf konkrete richterliche Anordnung in Einzelfällen. "Wir haben noch nie von PRISM gehört", sagt der Apple-Sprecher Steve Dowling gegenüber der Washington Post. Die Washington Post ändert daraufhin ihre Darstellung: So ist nicht mehr die Rede davon, dass die Unternehmen vom NSA-Zugriff gewusst hätten. Andere Medien berichten zudem, dass die NSA eventuell keinen direkten Zugriff auf Firmenserver von Internetunternehmen habe, sondern dass PRISM auf Anfragen der NSA an Unternehmen basiere oder Daten nur indirekt abgreift.

Der Whistleblower gibt sich in der Woche darauf zu erkennen und erläutert in einem Interview seine Motive. Gegenüber der Zeitung The Guardian erklärt Edward Snowden , ehemaliger technischer Assistent der CIA, er habe die Überwachungstechniken der NSA als eine "Gefahr für die Demokratie" angesehen. "Meine einzige Motivation war es, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, was in ihrem Namen getan wird und das gegen sie unternommen wird," erklärt Snowden in dem in Hongkong geführten Gespräch . Snowden war zehn Jahre für die CIA tätig und arbeitete zuletzt für die im Auftrag der NSA tätige Sicherheitsfirma Booz Allen Hamilton.

Snowden ist zu der Zeit in Hongkong und reist kurz darauf nach Russland aus. Dort genießt er derzeit politisches Asyl und ist an einem unbekannten Ort vermutlich im Großraum Moskau untergebracht.

Apple patentiert Hitzeableiter aus Graphen

Der Physiknobelpreis 2010 hat Forschungen zu allen möglichen Einsatz-Bereichen von Graphen angeregt: Das Material ist extrem leicht, robust und wärmeleitfähig.

Apples Forschungsabteilung war in diesem Bereich auch produktiv und hat am Freitag vergangener Woche ein neues Patent zugesprochen bekommen. Dieses beschreibt eine Anwendung von Graphen als Ersatz für die Wärmeleitpaste in mobilen Geräten . Dabei wird ein herkömmlicher Lithium-Ion- oder Lithium-Polymer-Akkumulator verwendet. Eine Schicht aus Graphen soll dann nicht nur die Akku-Oberfläche, sondern auch andere Komponente wie Prozessor oder Speicher bedecken und die darin entstandene Wärme abführen.

Dabei profitieren die Geräte von den Graphen-Eigenschaften: Zum einen ist eine Schicht des Stoffs nur 0,3 bis 0,33 Nanometer dick. Der eingesparte Platz lässt sich für leistungsfähigere Akkus oder für die Herstellung dünnerer Geräte verwenden. Graphen hat eine extrem hohe Wärmeleitfähigkeit von 4.480 bis 5.300 Watt je Kelvin und Meter bei Zimmertemperatur. Zum Vergleich - eine herkömmliche Wärmeleitpaste kommt auf 4 bis 10 W/m*K, ein Diamant kommt immerhin auf 2.300 W/m*K.

Münchner Supercomputer stellt Weltrekord auf

Wissenschaftler der Technischen Universität München, des Leibniz-Rechenzentrums und weiterer Einrichtungen stellen einen neuen Weltrekord bei der Simulation der Dynamik von Molekülen auf. Dazu setzen sie den Supercomputer "SuperMUC“ ein und simulieren das Verhalten von mehr als vier Billionen Teilchen. Der bisherige Rekord wird um den Faktor Vier geschlagen.

Die Expertengruppe passte die Berechnungsmethoden so an die Rechnerarchitektur des Höchstleistungsrechners an, dass fast alle Prozessorkerne des SuperMUC gleichzeitig und dank des schnellen internen Netzes möglichst effizient am gleichen Rechenproblem arbeiten konnten. Die 146.016 genutzten Kerne erreichten dabei eine tatsächliche Rechenleistung von 591,2 Teraflops.

4,125 Billionen Teilchen des Edelgases Krypton entsprechen im flüssigen Zustand dem Volumen eines Würfels von 6,3 Mikrometer Kantenlänge. Die Simulationsrechnungen stoßen damit in einen Bereich vor, in dem es bald möglich sein wird, die Ergebnisse von Simulationen direkt mit den Ergebnissen von Messungen vergleichen zu können - ein wichtiger Fortschritt auf dem Weg zu zuverlässigen Erkenntnissen über Eigenschaften der Materie, betonen die Macher der Simulation.

Experimente dieser Art sind unter anderem für die Verfahrenstechnik wichtig. Sie ermöglichen es, Grenzflächenphänomene wie die Oberflächenspannung und ihre Abhängigkeit von der Größe eines Tröpfchens besser zu verstehen, später auch das Verhalten ganzer Tröpfchen, ihrer Bildung und Wechselwirkung sowie das Verhalten bei Flüssigkeitsmischungen und bei Strömungen im Nano-Bereich - alles Fragen, die nicht nur im technischen Umfeld, sondern auch im Alltag wichtig sind, lautet das Fazit der Experten.

„Dieser Weltrekord zeigt, dass SuperMUC nicht nur dank seiner innovativen direkten Warmwasserkühlung Weltspitze bezüglich Energieeffizienz ist, sondern auch höchste Rechenleistung für viele Anwendungen liefert“, erklärte Prof. Arndt Bode, Professor für Rechnertechnik und Rechnerorganisation der TU München und Leiter des LRZ. „Er ist gleichzeitig ein Beispiel für die außergewöhnlichen Ergebnisse, die wir erreichen können, wenn Fachwissenschaftler, Informatiker und die Spezialisten des Rechenzentrums gemeinsam besonders herausfordernde Simulationen angehen.“

Geheime Strukturen hinter Adblock Plus aufgedeckt

Unsere Kollegen von Mobile Geeks beleuchten die Strukturen hinter dem bekannten Werbeblocker Adblock Plus . Sie decken auf, wer alles hinter dem Firefox-Addon steht und wo diese Personen noch involviert sind. Daraus ergeben sich einige interessante Zusammenhänge - aber lesen Sie selbst. Im Mai haben übrigens Spiegel, Süddeutsche & FAZ ihre Leser auf die Adblocker-Problematik - und auf die finanziellen Folgen für Webseiten - aufmerksam gemacht.

Apple begrüßt Gerichtsentscheidung zur Homo-Ehe

Das war: Juni 2013
Vergrößern Das war: Juni 2013

Gegenüber AllThingsD , dem Technik-Blog des Wall Street Journals, hat ein Apple-Sprecher die Entscheidung des obersten Gerichts zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Ehen begrüßt. "Apple begrüßt die Gleichheit von Ehen selbst und betrachten das als ein wesentliches Bürgerrecht. Wir applaudieren dem obersten Gericht für seine Entscheidung." Das Gericht hatte in dieser Woche den Defence of Marriage Act (DOMA) für ungültig erklärt, der gleichgeschlechtlichen Ehen wesentliche Rechte verweigerte und damit faktisch unwirksam werden ließ. Neben Apple begrüßten auch andere Technikfirmen wie HP, Google oder Facebook das Urteil ausdrücklich.

Apple spricht sich nicht das erste Mal für die Rechte Homosexueller aus, in IOS 6 hatte Apple etwa Emoji-Symbole mit gleichgeschlechtlichen Paaren in den Satz mit romantischen Symbolen eingebaut (siehe Bild). Im Jahr 2008 spendete Apple 100.000 US-Dollar für eine Kampagne , die die Homo-Ehe in Kalifornien unterstützen half.

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