1878938

Das war 2013: November

05.01.2014 | 00:00 Uhr |

Samsung muss 290 Millionen US-Dollar an Apple zahlen +++ Apple übernimmt Prime Sense +++ Apple: Drei echte Innovationen +++ Ausprobiert: Apps umtauschen +++ Apple will in Stores wieder mehr reparieren und weniger austauschen

Samsung muss 290 Millionen US-Dollar an Apple zahlen

Nach fast drei Tagen Beratung hat die Jury im Berufungsprozess Apple vs. Samsung entschieden, dass der koreanische Konkurrent dem iPhone-Hersteller für Patentverletzungen 290 Millionen US-Dollar Entschädigung zahlen muss. Apple hatte in dem Verfahren 380 Millionen US-Dollar gefordert, Samsung ursprünglich nur 52 Millionen US-Dollar zahlen wollen. Die Jury sprach dabei Apple entgangene Profite und Lizenzkosten zu sowie einen Teil der von Samsung eingestrichenen Gewinne. Im August 2012 hatte das gleiche Gericht in San Jose Apple 1,05 Milliarden US-Dollar zugesprochen, später hatte Richterin Lucy Koh die Zahlung jedoch um 450 Millionen US-Dollar reduziert, da diese falsch berechnet war.

Unabhängig von der Höhe der Kompensation freut sich Apple über das Urteil in dem langjährigen Prozess: "Für Apple ging dieser Fall immer um mehr als um Patente und Geld," heißt es in einem Statement des Unternehmens, "es ging um Innovation und um die harte Arbeit, die wir in die Entwicklung der Produkte stecken, die die Leute lieben." Es sei zwar schwer möglich, dafür einen Preis festzusetzen, bei Apple sei man aber dankbar, dass die Jury Samsung gezeigt habe, dass Kopieren koste. Samsung zeigt sich hingegen von einem Urteil enttäuscht, dass "in weiten Teilen einem Patent folgt, welches das US-Patent- und Markenamt kürzlich für ungültig erklärt hat." Der koreanische Konzern will das Urteil anfechten.

Die Jury-Sprecherin Colleel Allen erklärte in einem Interview nach dem Urteil, die Geschworenen hätten sich zwar bei einigen Details schwer getan, aber Punkt für Punkt die Vorwürfe abgearbeitet. Samsung habe für seine Sicht der Dinge keine ausreichenden Beweise vorlegen können.

Im Prozess hat Apples Marketingchef  Phil Schiller während einer nur elfminütigen Aussage interessante Einsichten gewährt. Mit dem iPhone habe Apple seinerzeit alles riskiert und gewaltige Ressourcen vor allem aus dem prosperierenden iPod-Segment abgezogen, erklärte Schiller. Es habe bei Apple ein Scherzwort gegeben, beim iPhone handle es sich um ein "Verwette-die-Firma"-Produkt.

Was schon länger bekannt ist, hat Schiller vor Gericht erneut bestätigt: Bei Apple habe man mit der Entwicklung des iPhone erst begonnen, als man bereits an einem Tablet arbeitete, aus dem später das iPad wurde. Zunächst seien etwa nur 100 Personen am iPhone-Projekt beteiligt gewesen, heute arbeite mehr oder weniger das gesamte Unternehmen am iPhone.

Zur Unterstützung seiner Argumente über die Höhe der Entschädigung hat Apple die Bilanzierungsexpertin Julie Davis geheuert, die dem Gericht erklärte, der Schaden würde selbst dann noch 287 Millionen US-Dollar betragen, wenn Apple wegen Samsung kein einziges Gerät weniger verkauft hätte. Sie könne indes eine derartige Beeinträchtigung der iPhone-Verkäufe feststellen.

Apple bestätigt Übernahme von Prime Sense

Apple bestätigt, Prime Sense übernommen zu haben, den Hersteller der Technologie in Microsofts Xbox Kinect.

Über die Konditionen schweigt sich Apple ebenso aus wie über die Pläne mit dem Unternehmen: "Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Technologieunternehmen, wir diskutierten generell nicht über den Zweck und unsere Pläne damit," erklärt Unternehmenssprecherin Kristin Huguet lediglich knapp in einer E-Mail an den IDG News Service. Die israelische Zeitung Calcalist hatte vor einer Woche bereits über den Deal spekuliert und die Kaufsumme von 345 Millionen US-Dollar genannt. Prime Sense hat in der Vergangenheit nicht nur Microsoft zugeliefert, sondern eine ganze Reihe von Sensoren im Angebot, die in Handel oder Gesundheitswesen Verwendung finden. Der Sensor Capri ist speziell für die Nutzung in Smartphones, Tablets und TV-Geräten gebaut. Im Jahr 2005 gegründet, entwickelt Prine Sense Sensoren, die nach Firmenauskunft eine natürliche Interaktion zwischen Geräten und ihren Nutzern oder Geräten untereinander ermöglichen sollen. Weltweit seien 24 Millionen Geräte mit Prime-Sense-Technologie ausgerüstet.

Noch im Sommer hatte Prime Sense bestritten, dass Gespräche mit Apple wegen einer Übernahme stattfinden. Damals war ein Preis von 280 Millionen US-Dollar im Gespräch gewesen. Es wird vermutet, dass Apple die Technik von Prime Sense nun eventuell in einem eigenen Fernseher namens iTV verwenden möchte, der in der Gerüchteküche schon lange umher schwirrt.

Apple-Mitgründer Steve Jobs hatte kurz vor seinem Tod davon gesprochen, den Weg für die unkomplizierte Steuerung eines Fernsehers »geknackt« zu haben und auch der heutige CEO Tim Cook gab vor einem Jahr zu, dass sich Apple den TV-Bereich »sehr intensiv« ansehe.

Apple: Drei echte Innovationen

Apple geht es prächtig, im laufenden Quartal dürfte der Mac-Hersteller mehr als 50 Millionen iPhones verkaufen, dazu mehr als 20 Millionen iPads und fünf Millionen Macs. Dennoch mehren sich die Stimmen, von Apple gebe es keine Innovationen mehr, allenfalls Verbesserungen bestehender Produkte. Unser Macworld-Kollege Christopher Breen stimmt den Stimmen der Kritiker zu - aber unter einer Voraussetzung: Der Begriff Innovation ist sehr streng zu fassen. So streng, dass Apple in den letzten zwölf Jahren in der Tat nur mit drei Innovationen hervor stach - die Konkurrenz aber mit keiner einzigen. Breen fordert von einer Innovation, dass sie den Satz auslösen müsse: "Das verändert komplett, die Art und Weise, wie wir...". An diesem strengen Maßstab können sich nur der iPod messen, der die Art und Weise komplett änderte, wie wir Musik konsumieren und erwerben. Das iPhone schließlich ändert die Art, wie wir über Computer in der Tasche denken und das iPad, wie wir einen Tablet-Computer sehen. Samsung, Microsoft und Konsorten hätten jedoch nur kopiert und keine echten Innovationen gebracht.

Apple sieht das mit den Innovationen naturgemäß anders, meint Breen. Der Mac-Hersteller könne sich ja schlecht hinstellen und sagen. "Wir haben in zwölf Jahren gerade einmal drei Innovationen gebracht, und das ist auch gut so." Stattdessen stelle man kleine Neuerungen gerne als Innovationen hin. An der nächsten echten Innovation arbeite Apple aber bereits, ist sich Breen sicher, um was es sich dabei dreht, aber völlig ungewiss. Was wohl aber in der Natur der Sache liegt: Eine vorab bekannte Innovation ist keine.

Dem Vorwurf, Apple sei nicht mehr innovativ, begegnete Phil Schiller auf der WWDC in diesem Juni mit einem starken Spruch, als er den neuen Mac Pro erstmals vorstellte: "Can't innovate anymore? My ass!" Ob nun aber der Mac Pro die Art des Desktop-Computings komplett ändern werde, sei dahingestelt. Der Breen'sche Innovationsmaßstab ist in der Tat sehr streng.

Ausprobiert: Apps umtauschen

Seit kurzem macht Apple es iTunes-Kunden deutlich leichter, Fehlkäufe aus dem iTunes Store zu reklamieren. Dazu gibt es eine neue Service-Seite . Kunden loggen sich dort mit ihrem iTunes-Account ein und sehen die Medienkäufe, die für eine Reklamation in Frage kommen. Apps (iOS und Mac), Filme, Musik, Serien und Bücher der letzten drei Monate tauchen hier auf. So kann der Kunde bequem den entsprechenden Artikel wählen, das betreffende Problem aus der Liste wählen und an Apple melden. Besonders wichtig: hiermit können wir auch gleich unser Geld von Apple zurückfordern.

Wir haben den Prozess anhand einer App ausprobiert (siehe Bildergalerie). Gekauft, für schlecht befunden und ab ins Beschwerdeformular. In weniger als zwei Minuten haben wir unsere Klage abgeschickt und unser Geld zurück gefordert. Laut der Webseite soll es 5-10 Werktage dauern, bis der Kaufpreis gutgeschrieben wird. Tatsächlich erhalten wir schon am nächsten Tag die Bestätigung, dass wir unser Geld zurück erhalten.

Beschwerden sind für Fälle wie "wird zu langsam geladen", "funktioniert nicht wie erwartet" oder nicht autorisierte Käufe möglich. Wir haben bei Apple nachgefragt, wie das Unternehmen gegen Missbrauch der Funktion vorgehen will, die Antwort steht noch aus. Denn wenn man für eine App den Kaufpreis zurück erhält, kann man diese weiterhin nutzen. Sie wird allerdings aus der Kaufhistorie entfernt. Updates erhält man nicht mehr, kann sie auch später nicht erneut installieren.

Schon zuvor konnte man u nbefriedigende iTunes-Artikel bei Apple reklamieren . Dazu mussten enttäuschte Kunden sich jedoch durch den Supportbereich klicken und schließlich eine Nachricht mit dem Namen der App und der Transaktionsnummer an Apple senden. Kulant war Apple jedoch auch damals schon.

Apple will in Stores wieder mehr reparieren und weniger austauschen

Apple plant künftig eine Reihe von iPhone-Reparaturen inklusive dem Bildschirm-Austausch in seinen Apple Stores durchzuführen, berichtet MacNewsWorld . Bereits jetzt werden einige Reparaturen direkt vor Ort ausgeführt, aber der neue Plan soll jetzt auch Bildschirmaustausch, Lautstärkeregler, Vibrations-Motoren, Lautsprecher, Kameras und den Home-Knopf umfassen. Die neuen iPhone-Modelle 5S und 5C sind natürlich noch unter Apple Care -Garantie, aber für einige Eingriffe an iPhones außerhalb der Garantieleistung sollen bereits die Preise festgelegt sein: Ein Bildschirmaustausch soll 149 US-Dollar kosten, Batterie-Ersatz inklusive Wechsel mit 79 und ein Home-Knopfkosten mit knapp 29 US-Dollar zu Buche schlagen. Der Austausch des Fingerabdruck-Scanners des iPhone 5S soll übrigens nicht direkt im Apple Store geplant sein, obwohl der Eingriff nicht schwieriger als der Austausch des Home-Knopfs ist.

Die End-Kunden werden mit dem neuen Programm die Gewinner sein: Statt wie bisher in einem langwierigem Prozess die Daten auf ein Ersatzgerät zu transferieren, ist zum Beispiel ein Bildschirm innerhalb von nur 30 Minuten erfolgreich ausgetauscht und nebenbei kriegt der Kunde garantiert original Apple-Ersatzteile. Van Baker, Vize-Präsident der Marktforschungsfirma Gartner , schätzt, dass Apple mit dem neuen Programm hauptsächlich auf höhere Kundenzufriedenheit baut, und es nicht als neue Einnahmequelle sieht.

Auf der anderen Seite wird der ausgebaute Reparaturdienst in den US-weit nur 300 Apple Stores kaum den boomenden Drittanbieter-Markt für Apple-Reparaturen beeinträchtigen. Zum einen wohnt nicht jeder Apple-Kunde gleich um die Ecke von einem Apple Store und zum anderen sind bieten die meisten umfangreichere Dienstleistungen, wie zum Beispiel Behebung von Wasserschäden, Austausch von nur dem Bildschirmglas statt dem kompletten Bildschirm oder teilweise auch mit original Apple-Ersatzteilen günstigere Preise.

Kyle Wiens, Mitbegründer von iFixit , hofft auf einen Seiteneffekt von Apples ausgebauten Apple Store-Leistungen: iPhone und iPads gelten derzeit als notorisch schwer reparierbar . Auf der Skala von iFixit punktet das neue iPhone-Modell bei Instandsetzungsreparaturen mit nur sechs von zehn, während das Galaxy S4 acht von zehn erhielt. Das neue iPad Air erreicht auf dieser Wartungs-Skala gar nur zwei Punkte . Wiens hofft nun, dass die Reparaturen im Apple Store indirekt dazu beitragen werden, dass Apple bei künftigen Designs gesteigerten Wert auf einfachere Reparierbarkeit legen wird.

Apple plant "grüne" Fabrik in Arizona

Apple will in Mesa im US-Bundesstaat Arizona eine Fabrik zur Herstellung von Komponenten errichten, die komplett mit erneuerbarer Energie betreiben werden soll. Ende 2012 hatte Apple angekündigt, die Produktion seiner Rechner teilweise wieder in die USA zurück zu holen, der neue Mac Pro entsteht komplett in einer Fabrik in Texas. Mit der Fertigungsanlage in Arizona baut Apple seine diesbezüglichen Aktivitäten weiter aus. Wie Apple dem IDG News Service erklärt, werde die neue Anlage etwa 2.000 Arbeitsplätze bieten. Dabei werden in der Fabrik im ersten Jahr 700 Jobs entstehen, weitere 1.300 während der Zeit des Baus. In Zusammenarbeit mit Salt River Project werde man vor Ort die erneuerbare Energie für den Betrieb der Fabrik erzeugen. Gouverneurin Jan Brewer lobt die Initiative Apples: "Deren Investition in erneuerbare Energie wird unsere Stromversorgung grüner machen und bedeutende neue Quellen aus Solarenergie und Geothermie den Staat nutzen lassen." In der Fabrik wird für Apple das Unternehmen GT Advanced Technologies Komponenten aus Saphirglas fertigen.

Neue Bilder: So sieht der Apple Campus 2 aus

Das Magazin Wired hat im Stadtarchiv von Cupertino Renderings des Apple Campus 2 ausgegraben, den der Mac-Hersteller in den nächsten Jahren im Nordosten der Stadt errichten wird. Die Grundform des "Raumschiffs" - ein Torus - ist bereits länger bekannt, auch Apples Pläne, den Innenhof und die Umgebung mit einheimischen Obstbaumarten zu bepflanzen. Laut Wired bieten aber 24 vom Computer generierte Bilder und Pläne neue Einsichten und Ansichten, so seinen erstmals Renderings des Portal-artigen Eingangs und der Cafeteria zu sehen.

Viel Grün und ein futuristisches Gebäude, so soll der Campus bald aussehen.
Vergrößern Viel Grün und ein futuristisches Gebäude, so soll der Campus bald aussehen.
© Apple

Ebenso zeigen die Pläne den Eingang zum unterirdisch angelegten Auditorium, in dem Apple in Zukunft der Presse neue Produkte oder Investoren neue Geschäftszahlen zeigen wird. Das Bürogebäude soll auf einem rund 70 Hektar großen Gelände errichtet werden, das einst HP gehörte und rund 240.000 Quadratmeter Bürofläche bieten. Steve Jobs hatte wenige Montate vor seinem Tod dem Stadtrat von Cupertino im Juni 2011 die Pläne erläutert und den Apple Campus 2 als "bestes Bürogebäude der Welt" bezeichnet. Die Baugenehmigung ist mittlerweile erteilt.

Apple zahlt mehr Steuern in Cupertino

Im Zuge der Planungen seines neuen Hauptquartiers hat Apple der Stadt Cupertino zugesichert, in Zukunft mehr Unternehmenssteuer zu zahlen, berichtet die LA Times . Genauer gesagt reduziert die Stadt Cupertino den Apple bisher gewährten Rabatt, 50 Prozent aller von Apple an die Gemeinde entrichteten Steuern fließen bisher an das Unternehmen zurück, nun sollen es nur noch 35 Prozent sein. Apple anerkenne damit die Auswirkungen des Baus und Betriebs seines neuen Campus im Nordosten der Stadt. Dieser habe langfristige Auswirkungen auf den Verkehr und andere Umstände in der Stadt, erklärt Cupertinos Bürgereister Orrin Mahoney dem Blatt. Die Senkung des Steuerrabatts geschehe im Rahmen eines langfristigen Entwicklungsplans für die Stadt.

Apple wird die Steuererhöhung verschmerzen können, die Kommune dürfte aber bedeutend davon profitieren. Im Jahr 2012 hatte Apple 12,7 Millionen US-Dollar an Steuern bezahlt und die Hälfte davon rückerstattet bekommen. Bei einer ähnlichen Steuerlast im Jahr 2013 könnte Cupertino mit Mehreinnahmen von gut 2 Millionen US-Dollar rechnen, bei einem Gesamtetat um die 50 Millionen US-Dollar ein spürbarer Betrag. Apple hatte zuletzt weltweit einen Quartalsgewinn von 7,5 Milliarden US-Dollar eingefahren.

Report: Apple gibt 3,5 Milliarden US-Dollar für Forschung und Entwicklung aus

Apple gibt im Jahr 3,5 Milliarden US-Dollar für Forschung und Entwicklung aus, stellt der R&D-Report der EU fest. Apple legt damit unter den 2000 global betrachteten Firmen auf dem Platz 46, Konkurrenten wie Samsung und Microsoft geben jedoch weit mehr aus. Samsung liegt mit Ausgaben von 11,2 Milliarden US-Dollar etwa auf Platz zwei, Microsoft folgt mit 10,6 Milliarden US-Dollar auf dem dritten Platz, berichtet CNN Money . Beide Firmen haben jedoch eine weit größere Produktpalette als Apple und überschneiden sich nur in wenigen ihrer Felder mit dem Mac-Hersteller. Gegenüber dem letzten derartigen Report aus dem Jahr 2004 hat Apple deutlich zugelegt, damals war die Firma auf Platz 155 gelegen. Apple steigert seinen Umsatz und Gewinn jedoch beträchtlich, auch bei den  Zuwächsen der Entwicklungsausgaben ist Apple vorne mit dabei. Unter den Firmen, die R&D-Ausgaben und Umsatz um mehr als 200 Prozent steigerten, liegt Apple hinter Google, Oracle und Qualcomm auf Platz vier, gefolgt von Broadcom.

Apple erinnert Mitarbeiter an Unternehmensrichtlinien

Apple hat seine Verhaltensmaßregeln neu aufgelegt und zusammen mit einem Videokommentar von Tim Cook an alle Mitarbeiter verschickt. Ein aktueller Anlass ist nicht ersichtlich.

Apples Rechtsvorstand Bruce Sewell hat den Mitarbeitern des Mac-Herstellers in einer E-Mail neu aufgelegte Verhaltensmaßregeln zukommen lassen. Die überarbeitete Apple Business Conduct Policy liegt den Angestellten nun im iBooks-Format vor, ebenso haben sie Zugriff auf ein Video bekommen, in dem Apple-CEO Tim Cook die Regeln erläutert, an die sich jeder Mitarbeiter zu halten habe, wenn er Apple repräsentiere. Die Business Conduct Policy regele demnach in einfachen Worten, wie sich jeder Mitarbeiter gegenüber Kunden, Geschäftspartnern, Behörden und Kollegen zu verhalten habe. Cook zitiere in seiner Ansprache Martin Luther King: "Es ist die richtige Zeit, das richtige zu tun." Bei Apple mache man das richtige, auch wenn das nicht immer leicht falle, fährt er fort. "Wenn Sie etwas sehen, das nicht unseren Standards entspricht, sagen Sie es. Egal, ob es sich um eine Frage der Produktqualität oder der Unternehmensführung handelt, wenn es Apples Integrität betrifft, müssen wir davon wissen." Man erwarte von jedem Angestellten, die Regeln zu verstehen und anzuwenden. Der Katalog helfe dabei, Vertrauen bei Kunden und Partnern zu gewinnen und Apple als "einen großartigen Arbeitsplatz" zu erhalten.

Einen konkreten Anlass für die Neuauflage der Unternehmensregeln und der Erinnerung der Mitarbeiter scheint es nicht zu geben. In den letzten Jahren hatten sich aber Lecks gehäuft, das notorisch geheimniskrämerische Apple musste mit ansehen, wie schon im Vorfeld vieler Produktvorstellungen die meisten Details durchgesickert waren. Die Apple Business Conduct Policy regelt aber nicht nur das Schweigegebot über "future products", sondern verbietet auch Insiderhandel oder Drogenkonsum.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1878938