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Das war 2013: September

03.01.2014 | 00:00 Uhr |

Apple bringt iPhone 5S und 5C +++ Apple ist die wertvollste Marke der Welt +++ Apple renoviert den iMac +++ Grüne Energie: Umweltpreis für Apple +++ Gericht hebt Verbot von Push-E-Mail auf +++ Apple verliert Patent wegen Jobs-Keynote +++ Energiebündel Ballmer nimmt Abschied

Apple bringt iPhone 5S und 5C

Im September 2013 stellt Apple erstmals gleich zwei neue iPhones der Öffentlichkeit vor. Während das Highend-Modell mit einem 64-Bit-Chip und einem Fingerabdrucksensor glänzt, kommt das iPhone 5C mit der Technik des Vorjahres im bunten Gehäuse.

Bereits mehr als drei Stunden vor Beginn der Keynote am 10. September hat Apple seinen Online-Store geschlossen, um ihn für die neuen Angebote vorzubereiten.

Tim Cook sprach zunächst  über den Erfolg des iTunes-Festivals auf dem unter anderem Lady Gaga aufgetreten ist und über 20 Millionen Tickets verkauft worden sind. Und so gleich startete Cook einen Livestream vom Event. Das Video zeigt viele begeisterte Fans auf dem iTunes-Festival. Es folgte ein Erfolgsbericht über die Apple Stores in den USA. In diesen Tagen wurde ein neuer Apple Store eröffnet, der achtmal größer sei als die vorherigen Stores sei.

iOS 7

Dieser Part gehörte Craig Frederighi. Nächsten Monat wird Apple über 700 Millionen iOS-Geräte verkauft haben. iOS7 wird das weltweit berühmteste mobile Betriebssystem werden.  Vor drei Monaten hat Apple iOS 7 auf der WWDC vorgestellt. Mit dem Update bekommen die Nutzer etwa 200 neue Funktionen wie Airdrop, Control Center, weiterentwickeltes Multitasking und verbessertes Siri.

Fotos können nun nach Momenten sortiert  und als Thumbnail angezeigt werden. Hinzu kommt der neue Musikstreaming-Dienst iTunes-Radio. iOS7 ist kostenlos ab dem iPhone 4, dem iPad 2 und der fünften Generation des iPod Touch ab dem 18. September erhältlich.    

iWork

Keynote, Pages und Numbers sind die wesentlichen Bestandteile von iWork, so Tim Cook. Alle Programme lassen sich am Rechner und auch mobil nutzen. iMovie und iPhoto sind Beispiele dafür, dass man am iPad oder iPhone nicht nur konsumiert, sondern auch kreiert. Alle diese fünf Apps gibt es ab heute kostenlos für jedes neue iOS-Gerät. 

iPhone 5C

Nun wird es tatsächlich vorgestellt, das neue iPhone und  damit der Nachfolger des iPhone 5.  Und diesmal zaubert Phil Schiller gleich zwei neue Geräte aus der Tasche. Das erste: iPhone 5C. Es steckt die selbe Technologie wie beim iPhone 5 dahinter und ersetzt damit das alte Gerät. Und tatsächlich: Das "C" steht für Color, also Farbe und nicht für "cheap" = billig. Das erkennt man gleich an den deutschen Preisen: Das 16GB-Modell ist für 599 Euro und das 32 GB-Modell für 699 Euro erhältlich. Es wird in fünf Farben erhältlich sein. Grün, weiß, blau, rot/pink und gelb. Sogar der Lautstärkeregler ist entsprechend der Farbe angepasst. Es soll aus hartem Kunststoff (Polycarbonat) bestehen und  eine hochwertige Haptik haben. Es hat ein 4 Zoll Retina-Display sowie einen A6-Prozessor. Der Akku soll länger halten als der vom iPhone 5. Die Kamera nimmt fotos mit 8 Megapixeln auf und hat einen IR-Filter. Bluetooth 4.0 wird ebenfalls unterstützt sowie der neue Wlan-11n-Standard. Es sollen mehr LTE-Frequenzen unterstützt werden. In der Tat unterstützt das neue iPhone laut Apple  jetzt auch die LTE-Frequenzen von Vodafone .

iPhone 5S

Wie zu erwarten heisst das zweite iPhone, das Phil Schiller vorstellt, iPhone 5S. Es sei das fortschrittlichste iPhone, das Apple je entwickelt habe. Und schon beim Eröffnungsvideo sieht man das iPhone in goldener Farbe tanzen.  Tatsächlich ist es in drei Farben erhältlich: Silber, gold und spacegrau. Die wichtgste Neuerung ist die Performance: Das iPhone 5S hat einen A7-Prozessor. Es ist das erste 64-Bit-Smartphone, das Apple hergestellt hat. Apple setzt beim Prozessor auf die bewährte ARM-Architektur. iOS7 soll an 64-Bit angepasst sein. Die Entwicklunsgumgebung Xcode wurde aktualisiert, damit die Entwickler 64-Bit-Apps programmieren konnten. Der CPU des iPhone 5S soll 40mal schneller beim ersten iPhone sein. Wie gut das aussieht, demonstriert Apple am Spiel Infinity Blade III, das bald im AppStore zur Verfügung stehen soll. Ein Motion Coprocessor M7 soll die Befehle vom Gyroskop und Bewegungssensor noch besser verarbeiten können. Insbesondere Fitness-Apps sollen davon profitieren. Die Akkulaufzeit soll für 10 Stunden Sprechzeit über 3G reichen, 10 Stunden LTE-Surfen und 10 Stunden Surfen über WLAN. Die Standby-Zeit soll 250 Stunden betragen.

Die iSight-8-Megapixel-Kamera des iPhone 5S hat eine größere f/2.2-Blende und beherrscht den automatischen Weißabgleich, Bildstabilisator und Autofokus. Auch der Blitz wurde verbessert und passt sich der Farbumgebung in warmen und kalten Farben an, so dass die Aufnahmen natürlicher wirken sollen. Im Serienbildodus kann die iPhone-Kamera 20 Fotos in zwei Sekunden aufnehmen. Die Kamera hat auch die Slow-Motion-Funktion, über die auch schon oft spekuliert wurde.  

Der Passcode reicht laut Schiller längst nicht mehr aus, um alle sensiblen daten sicher zu schützen. Deshalb ist das neue iPhone 5S mit einem Fingerprint-Sensor ausgestattet. Die sogenannte Touch-ID funktioniert über den Home-Button über einen Saphir-Kristall.  Sämtliche Fingerabdrucksdaten werden verschlüsselt gespeichert - und zwar auf dem iPhone, jedoch niemals auf Apple-Servern, wie der Konzern verspricht. Man kann den Finger in 360 Grad-Richtung drehen und drauflegen, der Sensor soll ihn trotzdem identifizieren können. Die Touch-ID ist auch ein weiteres neues Feature von iOS7. Touch-ID dient auch zur Identifikation der Apple-ID.

Das iPhone 5S ist in gold, silber oder spacegrau für 699 Euro in der 16 GB-Variante ab dem 20. September erhältlich. Ab dem 13. September nimmt Apple die rsten Vorbestellungen entgegen. Das 32 GB-Modell kostet 899 Euro und die 64-GB-Variante 899 Euro. Die entsprechenden Hüllen werden in Beige, Schwarz, Blau, Braun, Gelb und (RED) für 39 Euro erhältlich sein.

Apple gibt Ende September voller Stolz bekannt, dass in den ersten drei Tagen nach dem Verkaufsstart neun Millionen Exemplare des iPhone 5S und iPhone 5C abgesetzt werden konnten. Damit könneder Launch der beiden neuen Smartphones als bislang größter iPhone-Verkaufsstart gewertet werden. Zweifel bleiben aber: Der Analyst Gene Muster geht davon aus, dass Apple in diesem Zeitraum nur 5,5 Millionen Geräte absetzen konnte. Die fehlenden 3,5 Millionen Smartphones würden demnach auf Provider entfallen, die eine größere Anzahl an iPhone 5Cs geordert hätten, diese aber nur teilweise absetzen konnten. Vielmehr stand für die Netzbetreiber eine Auffüllung ihrer Lager an, da Apple das iPhone 5 mit dem Verkaufsstart der beiden neuen Geräte vom Markt genommen hätte.

Munster geht daher davon aus, dass lediglich vier Millionen iPhone 5S sowie 1,5 Millionen iPhone 5C an die Endkunden verkauft werden konnten. Rückendeckung bekommt der Analyst von Katy Huberty von Morgan Stanley. Sie geht ebenfalls davon aus, dass zwei Millionen Exemplare des iPhone 5C in die Lager der Provider gewandert wären.

Insgesamt scheint sich das iPhone 5S als das Begehrtere zu erweisen, auch in Wachstumsmärkten wie China. Apple fährt angeblich das Volumen seiner Bestellungen des iPhone 5C im vierten Quartal zurück.

Apple ist die wertvollste Marke der Welt

Laut einer Studie der Markenspezialisten von Interbrand ist Apple seit September die wertvollste Marke der Welt.

Damit hat das Unternehmen Coca Cola nach 13 Jahren an der Spitze der jährlich aufgestellten Liste abgelöst . Bei der Klassifizierung spielten vor allem Apples zuletzt starke Umsätze und Gewinne eine Rolle. Im Jahr 2011 hatte Apple noch auf Platz acht des Rankings gelegen und war im Vorjahr auf Platz zwei geklettert. Interbrand schätzt den Wert der Marke Apple auf 98,3 Milliarden US-Dollar und damit 28 Prozent höher als im Vorjahr.

Coca-Cola hingegen ist trotz eines Wertzuwachses von zwei Prozent bis auf den dritten Platz zurück gefallen, den zweiten belegt nun Google. In den Top Ten sind drei weitere Technologiekonzerne zu finden: Microsoft auf Platz fünf, Samsung auch acht und Intel auf neun. Apple war im Vorjahr zeitweise die nach Börsenwert wertvollste Firma der Welt mit einer Marktkapitalisierung um 600 Milliarden US-Dollar. Apple wechselt sich derzeit mit dem Ölkonzern Exxon Mobile an der Spitze dieses Rankings ab.

Apple renoviert den iMac

Apple stellt den iMac auf die neueste Prozessorgeneration um: Haswell-CPU, Nvidia Geforce 700, PCIe-Flash und WLAN 802.11ac. Sonst ändert sich nichts.

Ein Jahr zuvor hatte Apple auf einem Special Event den iMac in einer neuen, schlankeren Bauform präsentiert, das Upgrade kommt 2013 mit einer simplen Ankündigung. Der iMac des Baujahres 2013 bleibt in der Form unverändert, bringt aber die neueste Generation der Intel-Chips, Haswell. Das günstigste Modell mit 21,5 Zoll Bildschirmdiagonale ist mit Core-i5-Prozessor (2,7 GHz, Quadcore) mit dem integrierter Iris-Pro-Grafik ausgestattet, das teurere 21,5-Zoll-Modell sowie beide 27-Zöller arbeiten mit dem diskreten Grafikchip Nvidia Geforce 700. Die CPU arbeitet mit Taktraten bis zu 3,4 GHz. (Details siehe Tabelle)

Wie die im Juni vorgestellten Haswell-Macbook-Air unterstützen auch die neuen iMacs den WLAN-Standard 802.11ac. Neu ist der Support für PCIe-Flash-Speicher, Apple verspricht damit eine bis zu 50 Prozent bessere Performance für Fusiondrives, die Apple mit Kapazitäten bis zu 3 TB anbietet. Reine Flash-Lösungen sind mit bis zu 1 TB erhältlich. Ab Werk sind 8 GB RAM eingebaut, maximal auf 32 GB aufrüstbar. Lesen Sie hier: iMac 2013 im Tes t.

Grüne Energie: Umweltpreis für Apple

Apples eigenes Kraftwerk hat positiven Einfluss auf den Ausbau regenerativer Energien in North Carolina, meint eine US-Umweltbehörde

Die US-Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency (EPA) hat Apple den Green Power Leadership Award verliehen, berichtet Greenpeace auf seiner Website . Die EPA zeichnet damit Apples Anstrengungen aus, seine Rechenzentren, Apple Stores und weiteren Geschäftsgebäude mit erneuerbarer Energie aus eigenen Solarkraftwerken zu versorgen, insbesondere im US-Bundesstaat North Carolina. Das im dortigen Maiden ansässige Rechenzentrum müsste Apple anderenfalls mit Energie des Versorgers Duke Energy betrieben, der Strom aus Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken bezieht. Apples eigenes Kraftwerk habe jedoch Auswirkungen auf die gesamte Energieversorgung im Staat, überschüssigen Strom speise Apple in das örtliche Netz ein und verringere somit die Abhängigkeit von fossiler und nuklearer Energie. Duke habe auf die dadurch ausgelöste Nachfrage nach erneuerbarer Energie reagiert und ein eigenes Programm angekündigt. Ergebnisse seien bisher nicht zu sehen, mahnt Greenpeace.

Gericht hebt Verbot von Push-E-Mail auf

iCloud-Nutzer in Deutschland bekommen ihre Mails wieder per Push auf iPhone und iPad zugestellt - das Oberlandesgericht Karlsruhe revidiert das Urteil einer unteren Instanz.

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hebt im September die Entscheidung des Landesgerichts Mannheim vom Februar 2012 auf, das durch Apples Push-Mails Patente von Motorola Mobility verletzt sah. Bevor Apple den Push-Dienst in Deutschland wieder einschalten kann, muss der Mac-Hersteller jedoch erst eine Sicherheitsleistung hinterlegen - mit dieser sollen die Schadensersatzansprüche von Motorola Mobility gedeckt werden, sollte das mittlerweile Google gehörende Unternehmen in letzter Instanz doch noch Recht bekommen. Im Oktober sind die letzten Hürden beseitigt und Apple kann Push wieder einschalten.

Google hatte Motorola Mobility und seine Patente vor allem deshalb übernommen, um im eskalierenden Patentstreit zwischen Apple und der Android-Plattform Munition zu bekommen. Mit dem Beschluss des Oberlandesgerichts Karlsruhe hat Google jedoch jetzt kein einziges vollstreckbares Urteil gegen seine Gegner in der Hand.

Apple verliert Patent wegen Jobs-Keynote

"Wir haben das alles patentiert," freute sich Steve Jobs bei der Präsentation des iPhone im Januar 2007. Ein Irrtum, Apple hat nicht mit europäischem Patentrecht gerechnet.

Das sogenannte Gummibandpatent ist in Europa ungültig, hat das Bundespatentgericht am Montag entschieden. Es beschreibt ein Verhalten unter iOS, bei dem Inhalte "zurückschnalzen", wenn sie über den Bildschirmrand gezogen werden etwa Bilder einer Bildergalerie. Das Patent ist eines der entscheidenden in den langjährigen Rechtsstreitigkeiten mit den Konkurrenten Smasung und Google/Motorola. Wie der Patentexperte Florian Müller in seinem Blog Foss Patents erläutert, hat Apple vor fast sieben Jahren die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Während es nach US-Patentrecht möglich ist, noch bis zu einem Jahr nach einer Erfindung ein Patent anzumelden, kennt das EU-Patentrecht eine solche Frist nicht. Schützenswert sind in der EU nur neue Technologien, die nirgendwo zuvor gezeigt wurden. Auch die Präsentation einer Erfindung des Antragstellers vor Einreichung des Patents kann ein Patent ungültig machen.

Quark veröffentlicht Xpress 10

Quark bringt im September Xpress 10 in den Handel. Mit Mavericks muss der Hersteller das Programm aber erst noch kompatibel machen und liefert dafür im November ein Update.

Xpress 10 für den Mac ist erstmals komplett in Cocoa programmiert, was die Kompatibilität zu OS X und all seinen Systemfunktionen verbessern soll. Von der neuen Grafik-Engine Xenon versprechen sich die Entwickler ebenso eine höherer Leistungsfähigkeit wie von der Unterstützung von Retina-Displays. Mit Xpress 10 kann man nun seine Werke als E-Books in den Formaten ePub oder für das Kindle speichern, ebenso ist Export in HTML 5 möglich. Zu den weiteren Verbesserungen zählt Quark etwa erweiterte Unterstützung für ostasiatische Sprachen, durchgängige Transparenz für PDF-Dateien, Druckvorschau und bessere Ebenen-Funktionen. Im ersten Test einer allerdings noch nicht finalen Version von Xpress 10 befand Macwelt-Autor Niko Netzer, dass " ein würdiges 10er-Update gelungen, das vor allem Adobe sicher aufhorchen lässt ". Einen Test der finalen Version von Xpress 10 werden wir in Kürze auf www.macwelt.de veröffentlichen. Xpress 10 kostet in der Vollversion rund 1670 Euro , das Udpate von einer Vorversion kostet etwa 540 Euro.

Adobe stellt Photoshop Elements 12 und Premiere Elements 12 vor

Adobe hat mit Photoshop Elements 12 und Premiere Elements 12 zwei neue Fassungen seiner Bild- und Videobearbeitung für Einsteiger vorgestellt.

Die beiden neuen Programme sind dabei stark auf mobile Geräte ausgerichtet, so können Anwender mit Elements Mobile Albums ihre Fotos und Clips über Adobes Dienst Revel teilen und bequem von mobilen Geräten auf den Mac und umgekehrt überspielen. Beiden Programmen hat Adobe auch die Funktion Auto Smart Tone spendiert, die bei Farb- und Bildkorrekturen die Präferenzen des Nutzer lernt und auf einen Klick anwenden kann. Photoshop Elements bekommt mit Content-Aware Move ein Werkzeug, mit dem man Bildinhalte einfach verschieben kann und dabei die Leerstellen automatisch füllt und eine Korrektur für Tieraugen. Premiere Elements hat mehr als 50 Soundtracks mitgeliefert, die sich passgenau an die Länge von Clips ausrichten und dabei gegebenenfalls umarrangieren, 250 Soundeffekte kommen hinzu. Beide Programme bekommen zudem neue Filter für Bilder und Clips sowie ausführliche Schritt-für-Schritt-Hilfen bei der Bearbeitung von Inhalten. Zudem unterstützt Photoshop Elements 12 64 Bit. Beide Programme kosten 100 US-Dollar, Upgrades von früheren Fassungen sind für 80 US-Dollar zu haben.

Apple Store im Olympia Einkaufszentrum eröffnet

In München hat Apple nun zwei Retail-Stores. Nach dem Flagship-Store in der Münchner Innenstadt hat nun einer zweiter Shop im Olympia Einkaufszentrum im Münchner Norden eröffnet. In Düsseldorf folgt im Dezember dann die Nummer 13 in Deutschland.

Bereits am Abend vor der Eröffnung campierten die ersten Kunden vor dem OEZ. Um 6 Uhr morgens öffnete das Einkaufszentrum dann seine Pforten. Sofort bildeten sich Schlangen vor dem Apple Store. Um 9:30 Uhr wurde dann der Apple Store unter großem Jubeln der Mitarbeiter geöffnet.

Apple hat die Kunden in zwei Schlangen aufgeteilt. Eine für die Käufer der neuen iPhones 5S und 5C und eine weitere Schlange für Kunden, die einfach nur bei der Eröffnung dabei sein wollen. Schätzungsweise 500 Kunden standen kurz vor der Eröffnung vor dem Store und wurden nach und nach in Gruppen eingelassen - unter frenetischem Applas der Store-Mitarbeiter. Schnell bildet sich dann auch eine Schlange an der iPhone-Verkaufstheke. Apple lässt allerdings immer nur eine bestimmte Anzahl von iPhone-Kunden gleichzeitig in den Shop. Auch im OEZ scheint sich das iPhone 5S deutlich besser zu verkaufen als das iPhone 5C. Die meisten Kunden müssen sich länger gedulden und in der langen, gefalteten Warteschlange im Olympia-Einkaufszentrum stehen. Lesen Sie hier unsere Reportage: Neulich im iZoo

Der Store im OEZ hat eine eigene Webseite auf der man Termine für persönliche Gespräche an der Genius-Bar oder für Workshops ausmachen kann. Genaue Angaben über die Zahl der Angestellten im neuen Store gibt Apple nicht bekannt. Für die Eröffnung dürfte man sich jedoch Personal aus dem Flagship-Store in der Rosenstraße ausgeliehen haben. Auch die Größe des Stores gibt Apple nicht bekannt. Die Verkaufsfläche dürfte aber etwas größer sein, als im Erdgeschoss des ersten Münchner Stores in der Rosenstraße, dafür gibt es im OEZ aber keinen ersten Stock, und damit auch keine der berühmten Glastreppen. Die Räumlichkeiten sind hell und freundlich gestaltet mit dem typischen Holz-Ambiente. Der Store ist stets von aktueller Musik durchflutet. Allerdings dezent im Hintergrund, damit Gespräche immer gut möglich sind. Insgesamt gibt es in Deutschland nun 12 Apple Stores.

Energiebündel nimmt Abschied

Mit einer emotionalen und temperamentvollen Abschiedsrede nutzt Steve Ballmer seinen letzten großen Auftritt bei Microsoft, um Abschied zu nehmen

Bei seinem letzten Auftrifft vor der Belegschaft von Microsoft zeigte Steve Ballmer nochmal das ganz große Kino: Emotionen, Tränen und Ballmer-typisch ein paar Stiche gegen die Konkurrenz: Bei Apple gehe es darum, modisch zu sein, Amazon wolle nur billig sein und Google nur mehr wissen, doch bei Microsoft gehe es darum, mehr zu tun, so Ballmer. Zum Ende seines Auftritts lief dann zunächst das Lied »Wanna Be Startin' Somethin'“ von Michael Jackson, mit dem 1983 das erste Microsoft-Meeting begann. Ballmer verwandelte sich dabei erneut in das berühmt-berüchtigte Energiebündel und tanzte und schrie auf der Bühne.

Microsoft ist bereits auf der Suche nach einem neuen CEO, da Steve Ballmer innerhalb des laufenden Jahres zurücktreten wird. Aus diesem Grund war auch das aktuelle Microsoft-Mitarbeiter-Meeting das letzte, an dem Steve Ballmer als CEO teilnahm. Vor rund 13.000 Mitarbeitern in der KeyArena in Seattle hielt er eine rund eine Stunde lang, sehr emotionale Rede über seine Zeit bei Microsoft.

Zu Schluss jedoch verabschiedete er sich in einem ruhigen Moment und unter Tränen von den Mitarbeitern. Während „I've had the Time of My Life“ von Bill Medley und Jennifer Warnes gespielt wurde, verließ Ballmer die Bühne – nicht, ohne Unmengen an Mitarbeitern abzuklatschen. Diese letzten Minuten zeigt auch ein Video . Mit Steve Ballmer tritt ein CEO und Urgestein der Technik-Branche ab, dessen Leben sich um Microsoft drehte. Trotz aller Kritik an seinem Kurs hinterlässt er für seinen Nachfolger große Fußstapfen.

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