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Das war 2014: Juni

31.12.2014 | 00:00 Uhr |

WWDC: OS X heißt ab Herbst Yosemite +++ iOS 8 mit neuer Gesundheits-App und Home Kit +++ Apple stellt Entwicklung von iPhoto und Aperture ein +++ Abgespeckter iMac für 1099 Euro +++ Apple legt den iPod Touch mit 16 GB neu auf

OS X heißt ab Herbst Yosemite

Apple bleibt auch 2014 den inspirierenden Orten in Kalifornien treu und benennt Version 10.10 seines Mac-Betriebssystems nach einem Nationalpark. Das auf der WWDC Anfang Juni erstmals gezeigte OS X Yosemite bringt eine frische Optik und zahlreiche Neuerungen.

"OS X Yosemite. Komplett neu. Komplett Mac und jedes Bit so mächtig wie es aussieht." Apple haut auf der WWDC schon in der Beschreibung des neuen OS-X-Jahrgangs kräftig auf die Pauke. Mavericks sah nicht so spektakulär aus, brachte jedoch unter der Haube einiges an nachhaltigen Verbesserungen und Neuerungen. Yosemite sieht klasse aus und beeindruckt mit einem mächtigen neuen Spotlight und einer gelungenen Fortentwicklung von Airdrop namens Continuity. Ziemlich smart integriert Apple Neues von iOS 7 in Yosemite und Neues aus Mavericks in iOS 8.

Erstmals seit der Public Beta von Mac-OS X 10.0 im Jahr 2000 kann sich jeder, der möchte, einen Eindruck vom neuen Betriebssystem verschaffen. Im Rahmen seines ausgeweiteten Entwicklerprogramms kann jeder registrierte Developer ab Sommer die Public Beta testen und Apple sein Feedback geben. Bis zu einer Million Interessenten hätten teilnehmen können. Apple nennt zwar keine Zahlen, doch waren auch lange nach Start des Beta-Programms noch Codes übrig, die man im Mac App Store einlösen konnte. Bis zur finalen Veröffentlichung von OS X 10.1 Yosemite Mitte Oktober bringt Apple vier Public Betas heruas - und doppelt so viele Versionen für registrierte Entwickler, die ihre erste Beta schon während der WWDC installieren konnten.

Der erste, zweite und dritte Blick auf Yosemite begeistert mit einem flachen und durchgängig gestalteten Interface. Leuchtende Farben, durchscheinende Effekte und ein einheitliches Redesign fast sämtlicher System-Apps am Vorbild von iOS 7 bringen die Optik näher an iOS. Apples Designteam hat sämtliche Icons überarbeitet und die Funktionen gründlich aufgeräumt. Das erhöht die Einheitlichkeit, auch wenn beim Umstieg sicherlich an vielen Stellen wieder die Suche nach vertrauten Befehlen losgeht. Wem die Transparenz von Menü, Fenstern und Docks zu bunt wird, der kann auf eine dunklere Darstellung umschalten.

Spotlight reduziert sich in Yosemite zunächst auf eine Eingabezeile in der Bildschirmmitte, beim Suchen zeigt sich aber, die Verknüpfung zu zahlreichen Quellen wie News oder Karten oder auch den App Store. In der Demo während der Keynote zeigt Federighi wie sich via Spotlight vor Ort Restaurantempfehlungen oder Filmtipps einholen lassen, falls man grad im Ausland ist, rechnet Spotlight auch noch Maße oder Währungen um.

Ebenfalls neu gestaltet sind die Benachrichtigungen. Sie fokussieren auf die Tagesansicht, und präsentieren für „Heute“ Terminkalender, Wetterbericht, Erinnerungen oder sonstige wichtige Meldungen. Neu sind Widgets, über die sich die Menge an aktuellen Informationen erweitern lässt. Aktuell stammen die meisten Widgets noch von Apple, das wird sich aber bis zum Herbst sicherlich ändern, da jede App Informationen via Widgets zur Verfügung stellen kann. Dashboard, bisher der Platz für Widgets, dürfte damit der Vergangenheit angehören.

Mails große Neuerungen heißen Mail Drop und Markup. Letzteres erlaubt es künftig, E-Mails mit Anmerkungen, Pfeilen, Flächen und mehr zu versehen. Wie in Vorschau lassen sich künftig auch in Mail Formulare ausfüllen und Dokumente signieren. Mail Drop verbessert den Versand. Statt mit großen Anhängen die Kommunikation zu belasten, verschickt Mail künftig nur die Textnachricht, lädt große Anhänge (bis zu 5 GB) in iCloud und beim Empfänger wieder ab – sofern er Yosemite installiert hat.  

Unter dem Motto Continuity zeigt Apple, wie es sich die nahtlose Zusammenarbeit zwischen Mac und iOS-Geräten vorstellt. Auf Basis von Airdrop lässt sich während der Arbeit zwischen den Geräten wechseln, eine am iPad begonnene Mail am Mac fertig schreiben, ein Anruf am iPhone am Mac entgegennehmen, eine SMS am iPhone anfangen und am Mac versenden. Mit im Spiel ist dabei iCloud Drive, eine Art von Neuauflage der iDisk. Glich iCloud Dateien bisher nur von gleichen Apps ab, kann man nun auf dem iCloud Drive beliebig Dateien ablegen. Auf diese Art und Weise bekommt iOS auch einen Dateimanager. Yosemite ist auf allem Macs lauffähig, die auch schon Mavericks ausführen konnten, also etwa ab iMacs aus dem Jahr 2007 und Macbooks aus dem Jahr 2008. Der Haken dabei: Alle Funktionen stehen nur neuerer Hardware zur Verfügung, für Continuity und Handoff muss der Mac etwa Bluetooth 4.0 LE beherrschen. Ratsam ist des zudem, beim Einsatz von OS X 10.10 Yosemite mindestens 8 GB RAM in seinem Mac verbaut zu haben, wie ein Macwelt-Benchmarktest aus dem November zeigt .

iOS 8 mit neuer Gesundheits-App Healt und Home Kit

Apple liefert iOS 8 mit einer brandneuen Gesundheitsapp aus, die den Namen „Health“ trägt. Dazu kommen SChnittstellen für die Steuerung des Smart Home

In der App „Health“ sieht Apple nichts Geringeres, als den möglichen Beginn einer „Gesundheits-Revolution“. Die neue App bietet den Nutzern auf einer einfach zu lesenden und zu verstehenden Oberfläche einen Überblick über alle mittels Fitness-Gadgets und Sensoren gemessenen Gesundheits- und Fitnesswerte. Zu solchen gemessenen Werten können beispielsweise neben der Herzfrequenzrate auch Blutzuckerwerte, die verbrannten Kalorien oder der Blutzuckerwert gehören.

Notfall-Infos in Health
Vergrößern Notfall-Infos in Health
© Apple

Health zeigt diese Werte übersichtlich in unterschiedlichen Bildschirmen an. So kann der Anwender auf einen Blick sehen, wie viele Kalorien er über die vergangenen Tage verbrannt hat oder wie viele Stunden er geschlafen hat. Health erlaubt dem Nutzer auch die Erstellung eines Notfall-Bildschirms, mit Informationen zur Blutgruppe und Allergien. Diese Informationen können auf Wunsch auch direkt auf dem Lock-Screen angezeigt werden und liefern Ersthelfern wichtige Informationen über ihren Patienten.

Alle in Health gesammelten und angezeigten Werte können mittels der API Healthkit auch von anderen Apps für eigene Auswertungen verwendet werden. Dadurch werden auch neuartige Apps möglich, mit denen Patienten beispielsweise in noch engerem Kontakt zu ihren Ärzten stehen. So können etwa Blutzuckerwerte von einer App automatisch ausgewertet werden und beim Überschreiten von Grenzwerten alarmiert die App den Arzt, der sich dann mit dem Patienten direkt in Verbindung setzen kann. Eine Fitness-App kann dagegen die Info über die bereits verbrannten Kalorien dafür nutzen, um den trainierenden Nutzer weiter anzuspornen und eine Extra-Runde einzulegen.

Per iPhone Beleuchtung oder Heizung zu steuern ist schon längst keine Zukunftsmusik mehr. War doch das Beobachten einer Kaffeekanne per Webcam überhaupt eine ersten Funktionen des World Wide Web und sind automatische Regelungssysteme in vielen Bürogebäuden mittlerweile Standard.  Dass im Januar Google für 3,2 Milliarden US-Dollar den für Rauchmelder und Thermostate bekannten Anbieter Nest übernahm, zeigt ebenfalls, welches Potenzial viele Unternehmen in diesem wachsenden Geschäftsbereich sehen. Auch Apple will dieses Feld nicht vernachlässigen, wie das bei der WWDC 2014 vorgestellte Home Kit beweist. Anders als Google scheint Apple keine eigenen Geräte zu planen - iPhone und iPad mit iOS 8 sollen aber die Steuerzentrale des automatisierten Heims werden. Es gibt ja bereits unzählige Wohnungs-Accessoires, die man per iOS steuern kann: Türschlösser von Kwikset, Waagen von Withings oder die per App steuerbare Lampen von Philips.

Bei Home Kit handelt es sich nicht um eine eigene App, sondern eine neue Schnittstelle für Entwickler. Die API Home Kit bietet unter iOS 8 Drittfirmen ein gemeinsames Protokoll für den Informationsaustausch, das so genannte Home Automation Protocol. Mit diesem gemeinsamen Protokoll soll es möglich sein, mehrere dieser Geräte, auch Geräte unterschiedlicher Hersteller, in einem virtuellen „Home“, einer „Zone“ oder einem „Room“ zusammenzufassen. Das macht es möglich, alle Geräte in einem Raum gemeinsam zu steuern - entweder über eine App oder dank Siri-Unterstützung durch einen einzigen Sprachbefehl.

Ein in ein iPhone gesprochenes Kommando wie „Ich gehe jetzt ins Bett“ startet bei Bedarf dann ganze Befehlsketten: Die Haustür abschließen, Heizung herunterdrehen und das Licht im Erdgeschoss ausschalten.

Ein weiterer Vorteil soll die bessere Sicherheit sein, ist man doch aktuell bei jedem Gerät auf die Zuverlässigkeit des Anbieters angewiesen. Offensichtlich hat Apple sich vor der Präsentation die Unterstützung zahlreicher Firmen gesichert. So zitiert Apple in einer Pressemitteilung den CEO von Philips Lightning, Eric Rondolat: „Wir freuen uns, Teil des nächsten Schritts zu sein, der Heimautomatisierung Wirklichkeit werden lässt - auf eine sichere und integrierte Art und Weise,“ und wie der Firmenchef weiter ausführt „Home Kit wird es uns erlauben, das Philips Hue Beleuchtungs-Erlebnis weiter zu verbessern, da es einfacher wird, Geräte im gesamten Haus sicher miteinander zu koppeln und mittels Siri zu steuern.“ Nicht nur Philips gehört zu den Unterstützern, eine bei der Präsentation eingeblendete Liste führt namhafte Hersteller von iDevices auf, darunter iHome, Osram, Skybell, Schlage, Haier, Cree und Honeywell.

Home Kit ist wie Health Kit eine interessante neue Schnittstelle in iOS 8, deren Potenzial sich aktuell nur erahnen lässt. Je mehr Kooperationspartner Apple gewinnen kann, die das Home Kit mit realen Lösungen fülllen, desto besser für den Anwender. Daher war die Entwicklerkonferenz der richtige Ort, die Kits zu zeigen. Bis zum Release von iOS 8 sollten dann auch erste Lösungen verfügbar sein.

Swift - Eine neue Sprache von Apple zur WWDC

"Objective-C" ohne das "C" soll Swift sein. Programmierer wissen gleich, was das heißt: C erzeugt zwar schnellen Code und ist unglaublich mächtig in den Möglichkeiten, aber auch kryptisch. Der Code ist schwer zu warten und Debugging kann richtig schmerzhaft sein. Genau hier soll Swift ansetzen. Einfacher zu lesen und leichter zu warten und zu debuggen – so wie Apple Swift beschreibt, könnte die Sprache eine Art Javascript sein, aber ohne die Nachteile, die eine Interpretersprache so mit sich bringt, denn man braucht keinen JIT (Just in Time Compiler), stattdessen laufen Swift-Programme nativ auf dem jeweiligen Gerät und können zudem noch mit herkömmlichen Objective-C- und C-Code gemischt werden. Das klingt, als wäre die Sprache exakt auf mobile Geräte wie iPhone und iPad zugeschnitten.

Die Sprache basiert natürlich weiterhin auf Objective-C, die Syntax ist ähnlich und man muss nun nicht neu lernen, wie man Schleifen programmiert oder Objekte erzeugt, aber Swift wirft alten Ballast über Bord, führt moderne Möglichkeiten ein und soll den Entwickler besonders beim Debuggen enorm helfen. Dazu stellt Apple so genannte "Playgrounds", also Spielplätze zur Verfügung. Hier lässt sich der Swift-Code in Echtzeit nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts durchspielen, gerade so, als würde man den Playhead eines Videos vor und zurück ziehen. Damit kann man bestimmte Zustände des Programms ganz leicht provozieren und Fehlern im Handumdrehen auf die Schliche kommen.

Apple stellt Entwicklung von iPhoto und Aperture ein

Keine professionelle Bildbearbeitung mehr von Apple: Wie der Konzern mitteilt, werde man Aperture nicht weiter entwickeln und iPhoto mit der auf der WWDC angekündigten neuen Foto-App von OS X Yosemite ersetzen. "Mit der Einführung der neuen App "Fotos in OS X" und der iCloud Fotomediathek, die es den Nutzern ermöglicht, ihre ganzen Bilder in iCloud zu sichern und von allen Geräten auf die gesicherten Bilder zuzugreifen, wird die Entwicklung von Aperture eingestellt", so ein Apple-Statement.

Weiter heißt es: "Wenn Fotos in OS X im kommenden Jahr an den Start geht, werden die Nutzer ihre Aperture-Bibliotheken in die neue App migrieren können."Und auch iPhoto muss zugunsten der neuen Lösung weichen, um den Nutzern "eine nahtlosere Nutzungserfahrung zu ermöglichen". Vom Ende von Aperture indes nicht betroffen sind aber die beiden verbliebenen Pro-Apps in Apples Software-Portfolio, Logic Pro und Final Cut Pro.

Abgespeckter iMac für 1099 Euro

Apple rundet im Juni seine iMac-Familie nach unten ab. Der neue Einstiegs-iMac kostet 1099 Euro, ist sofort lieferbar  und ist somit 200 Euro günstiger als der bisherige Einstiegs-iMac, der wie alle weiteren iMac-Modelle technisch und im Preis unverändert im Programm bleibt.

Auch im aktuellen Macbook Air arbeitet ein 1,4 GHz schneller i5-Prozessor mit integriertem Grafikchip Intel HD Graphics 5000. Dennoch dürfte der Einstiegs-Macs spürbar langsamer arbeiten, da er im Gegensatz zum Macbook Air eine Festplatte verwendet. Das Macbook Air nutzt dagegen einen deutlich schnelleren SSD-Speicher. Ein 250 GB großer SSD-Speicher kostet für den iMac übrigens 250 Euro Aufpreis, ein 1 TB großes Fusion Drive eben so viel . Übrigens lässt sich der Arbeitsspeicher des neuen Einstiegs-iMac nicht erweitern, dies ist nur bei den 27-Zoll-Modellen möglich.

Apple legt den iPod Touch mit 16 GB neu auf

Stilles Update beim beinahe schon tot gesagten iPod: Apple hat das Einstiegsmodell des iPod Touch generalüberholt und sein iPod-Flaggschif auf eine einheitliche Linie gebracht. Wie die bereits länger erhältlichen Modelle mit 32 und 64 GB Speicher kommt nun auch der iPod Touch mit 16 GB mit einer iSight-Kamera auf der Rückseite daher und erhält auch die Farbgestaltung der größeren Modelle. Bislang war der kleinste iPod Touch lediglich in spacegrau erhältlich und musste ohne die Kamera auf der Rückseite auskommen.

Neben den Verbesserungen bei der Kamera und der neuen Farbgestaltung hat Apple auch die Preise angepasst: Der Einsteiger mit 16 GB liegt nun bei 199 Euro, für 32 GB und 64 GB werden 249 bzw. 299 Euro fällig. Das Sicherungsband in der Farbe des iPod Touch kostet beim kleinsten Modell extra -  Apple verlangt 9 Euro dafür.

iOS 8 fälscht MAC-Adressen für mehr Datenschutz

iOS 8 verschleiert die MAC-Adresse des iOS-Geräts, wenn Sie unterwegs WLAN-Hotspots passieren. Jedes netzwerkfähige Gerät verfügt über eine eindeutige Hardwareadresse (MAC Adresse), die zwar keinen Rückschluss auf den Benutzer oder seine Daten bietet, aber anhand einem Unternehmen und zugehörigen Gerätekategorien zugewiesenen Adressräumen Rückschluss auf das Device - etwa ein iPhone - zulässt.

In der Session "User Privacy in iOS and OS X" der WWDC wurde das neue Verhalten von iOS-Geräten unter iOS 8 kurz skizziert. Während das iOS-Gerät bisher bei der Suche nach WLAN-Hotspots im Umkreis bislang kleine Datenpakete mit der "echten" MAC-Adresse aussendete, generiert iOS 8 zufällige MAC-Adressen für die Aktion. (Anmerkung: Erst bei der Verbindungsaufnahme durch den Benutzer wird die "echte" MAC-Adresse preis gegeben).

Ab iOS 8 verwenden iOS-Geräte bei der Suche nach umliegenden WLAN-Netzen zufällig erzeugte MAC-Adressen.
Vergrößern Ab iOS 8 verwenden iOS-Geräte bei der Suche nach umliegenden WLAN-Netzen zufällig erzeugte MAC-Adressen.
© Apple

Apple ist dieses Feature wichtig, obwohl Ihre Benutzerdaten auch bislang über die MAC-Adresse nicht preisgegeben wurden. Der Grund ist einfach: Unternehmen wie Euclidanalytics werten nach einem Bericht der New York Times zumindest in den USA für große Kaufhäuser und andere Firmen diese "aufgeschnappten" MAC-Listen aus. Bislang lässt sich damit zumindest feststellen, welche Benutzergruppen welche Wege in einem Einkaufszentrum nehmen nehmen - wertvolle Marketingdaten. So lässt sich der Erfolg von Werbemaßnahmen besser messen, optimale Verkaufsflächen ermitteln und anhand der Daten sogar eine Nutzerstruktur erstellen, zumindest zu den eingesetzten Smartphones und Tablets.

Apple kann dem Treiben einen Riegel vorschieben, man hat mit iBeacons eine viel bessere Alternative im Angebot. Hier muss der Nutzer aktiv einwilligen, indem er die App des Anbieters lädt und nutzt - und damit auch seine Wege in Stores preisgibt. Er willigt hier aktiv ein. Die Datensammlung via MAC-Adresse hingegen muss er nicht aktiv verbieten, Apple schiebt ab iOS 8 einen Riegel vor.

Zu heiß: Rückrufaktion für iPhone-Netzteile

Apple warnt, dass die Netzteile des iPhone 4S, 4 und 3GS überhitzen können und hat deshalb eine Rückrufaktion gestartet. Diese Modelle sind betroffen.

Apple hat eine neue Service-Seite eingerichtet, die vor möglicher Überhitzung des iPhone-Netzteils warnt. Dabei geht es um das flache iPhone-Ladegerät, das mit dem iPhone 3GS, dem iPhone 4 und dem iPhone 4S ausgeliefert wurde. Dies betrifft den Zeitraum von 2009 bis 2012. Nutzer, die das betroffene Modell besitzen, sollen es laut Apple nicht mehr verwenden. Sie können es in einem Apple Store, bei einem Apple Service Provider oder ab dem 18. Juni bei den jeweiligen Mobilfunkanbietern umtauschen. Dabei soll man in jedem Fall das zugehörige iPhone mitbringen, weil die Seriennummer überprüft wird.

Dieses Ladegerät ist nicht sicher und sollte ausgetauscht werden.
Vergrößern Dieses Ladegerät ist nicht sicher und sollte ausgetauscht werden.
© Apple

Alternativ kann man sich auch an den Apple-Support wenden und das Netzteil per Post austauschen lassen. Konkret geht es um das flache Euro-Netzteil mit 5 Watt Leistung und der Modellbezeichnung "A1300". Das identisch aussehende Modell "A1400", das Apple seit dem iPhone 5 beilegt, ist nicht betroffen. Wer sich wegen des Problems bereits ein neues Netzteil gekauft hat, kann bei Apple eine Rückerstattung beantragen.

Info: Infoseite zur Rückrufaktion

Weniger iPhone-Diebstähle durch iOS-7-Aktivierungssperre

Mit iOS 7 führte Apple über iCloud eine Aktivierungssperre ein, die das iPhone zwar nicht vor dem Diebstahl selbst schützen kann, aber das Smartphone danach ohne passende Zugangsdaten zu iCloud so gut wie unbrauchbar macht.

Der Dieb kann unter anderem die Funktion „Mein iPhone suchen“ nicht deaktivieren, sich nicht von der Cloud abmelden, aber auch das Gerät gar nicht erst löschen und selbst aktivieren, um das neu erbeutete Smartphone auch sinnvoll zu nutzen.

Da sich offenbar auch Diebe über die neuesten „Gegebenheiten“ informieren, ist die Anzahl an gestohlenen iPhones in den oben genannten Städten zurückgegangen . Die Kriminellen wissen scheinbar, dass sie mit einem iPhone nur noch wenig anfangen können, wenn sie dies dem Original-Besitzer entwendet haben.

In New York ist die Anzahl an iPhone-Diebstählen der Polizei zufolge um 19 Prozent zurückgegangen, in London um 24 Prozent und in San Francisco sogar um 38 Prozent. Das Ganze gilt für einen Zeitraum von sechs Monaten, nachdem die iOS-7-Aktivierungssperre von Apple eingeführt wurde, im Vergleich zum selben Zeitraum im Jahr davor.

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