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Das war 2014: März

28.12.2014 | 00:00 Uhr |

Stabwechsel in Apples Führungsriege +++ iPhone 5C jetzt auch mit 8 GB Speicherplatz Jony Ive beklagt Ideenklau +++ Tim Cook hält neues Apple-Buch für "Unfug" +++ Apples Markenwert über 100 Milliarden US-Dollar +++ Microsoft bringt Office fürs iPad

Stabwechsel in Apples Führungsriege

Nach zehn Jahren als Herr der Zahlen zieht sich Apples CFO Peter Oppenheimer zurück und überlässt ab September Luca Maestri den Job.

Seit 1996 war Peter Oppenheimer bei Apple, seit 2004 in der Position als Chief Financial Officer (CFO) die Nummer 2 im Führungsteam. Oppenheimer ist bei Apple der Mann der Zahlen und hat nur vier Auftritte pro Jahr. Diese haben es aber in sich. Das Statement, in dem Apple den Rücktritt von Oppenheimer und die Übergabe an Maestri verkündete, nutzt Tim Cook für ein paar bemerkenswerte Zahlen: In Oppenheimers Amtszeit wuchs der jährliche Umsatz bei Apple von 8 Milliarden US-Dollar auf 171 Milliarden.

Neben seiner Bereitschaft, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen und seinen Fähigkeiten als CFO, mit denen Oppenheimer einen Maßstab für andere CFOs gesetzt habe, würdigt Cook Oppenheimer auch als "lieben Freund, auf den ich immer zählen konnte". Oppenheimer übergibt seine Aufgaben sukzessive an Maestri, und zieht sich im September ganz aus dem Unternehmen zurück.

Peter Oppenheimer tritt als Finanzvorstand bei Apple zurück.
Vergrößern Peter Oppenheimer tritt als Finanzvorstand bei Apple zurück.
© Apple

Seit März 2013 ist Luca Maestri bei Apple beschäftigt und bekleidete vor seinem Aufstieg zum CFO die Positionen Principal Accounting Officer, Vice President und Corporate Controller. Davor war er zwei Jahre CFO und Executive Vice President bei Xerox. Frühere Stationen seiner beruflichen Laufbahn sind Nokia und General Motors. Bei General Motors verdiente er sich unter anderem große Meriten in der Allianz mit Fiat.

iPhone 5C jetzt auch mit 8 GB Speicherplatz

Das iPhone 5C gibt es seit März in einer neuen Variante: Zusätzlich zu den Versionen mit 16 und 32 Gigabyte Speicherplatz kommt  noch ein "kleines" Modell mit nur 8 Gigabyte Speicher dazu. Ab September ist von dem bunten iPhone nur noch diese Fassung zu haben. Im Apple Store kostet das kleine 5C ursprünglich 550 Euro, seit September 400 Euro.

Apple hat das iPhone 5C im Herbst 2013 vorgestellt. Es ist der direkte Nachfahre des iPhone 5 und verwendet überwiegend die gleiche Technik, hat aber im Vergleich zum iPhone 5 ein Kunststoffgehäuse und LTE in allen Netzen. Laut zahlreicher Berichte ist das "Billig-iPhone" bisher kein großer Erfolg für Apple. Die meisten iPhone-Verkäufe fallen auf das Top-Modell iPhone 5S.

Wenn Apple eine neue iPhone-Variante auf den Markt bringt, dann wäre das im Normalfall eine wichtige, große Änderung. Das günstigste iPhone ist dem Anschein nach vor allem dafür da, dass Provider das iPhone subventioniert mit günstigeren Verträgen und niedrigerer Zuzahlung anbieten können. Die offizielle  Begründung : Das kleine iPhone 5C soll das Einstiegsmodell in Märkten mit stark wachsender LTE-Infrastruktur sein. Denn die Version mit acht Gigabyte gibt es im Frühjahr nur in einigen wenigen Märkten, nicht weltweit. Während die Version mit acht GB in Deutschland, Frankreich und Großbritannien erhältlich ist, fehlt sie in Österreich, der Schweiz und sogar den USA. China und Australien zählen zu den weiteren Märkten, in denen das neue Modell angeboten wird.

Beim Kauf Geld zu sparen, ist immer sehr verlockend. Bei einem Smartphone sollte man diesem Drang widerstehen. Denn eine Ersparnis im gerade mal zweistelligen Euro-Bereich zahlen wir später mit ständiger Speicherverwaltung zurück, wenn der Platz auf dem Handy wieder einmal überquillt und ausgemistet werden will. Acht Gigabyte Platz sind nur für ganz genügsame Nutzer ausreichend. Schon das iOS-System genehmigt sich rund drei Gigabyte, mit den wichtigsten Apps und einigen aufgenommenen Fotos oder Videos wird es dann sehr schnell knapp.

Nur wer das iPhone ausschließlich zur Kommunikation benutzt und außer Mails, Chat-Apps und Telefonanrufen keine Verwendung dafür hat, ist mit acht Gigabyte gut bedient. Alle anderen sollten beim Kauf oder den monatlichen Raten etwas mehr ausgeben und mindestens in 16 Gigabyte investieren. Power-Nutzer, die Videos aufnehmen, unterwegs Spiele zocken und jede Menge Apps nutzen wollen, sollten 32 Gigabyte Platz auf dem iPhone haben. Dies ist zugleich die größte Variante des iPhone 5C. Nur das iPhone 5S und das frühere iPhone 5 haben bis zu 64 Gigabyte Platz für Medien und Apps.

Jony Ive beklagt Ideenklau

Jonathan Ive, der Designchef von Apple, hat dem US-Magazin "Time" ein längeres Interview gewährt . Das erste überhaupt, soweit wir wissen - Ive ist publikumsscheu und lebt mit seiner Familie unauffällig in San Francisco. Bei Apple-Events wird er wenn überhaupt in Videoclips gezeigt. "Time" hat er jetzt eine Menge zu seiner Arbeit und nicht zuletzt zu seinem engen Verhältnis zum verstorbenen Firmenchef Steve Jobs erzählt.

Ives Design-Team mit Kollegen aus Großbritannien, Amerika, Japan, Australien und Neuseeland ist gar nicht so groß. "Wir sind ungefähr 15, die meisten von uns arbeiten seit 15 bis 20 Jahren zusammen", sagt Ive. "Wir können unsere Arbeit bitter kritisieren. Die persönlichen Probleme des Ego sind längst verblasst."

Ordentlich ärgern kann sich der Apple-Designchef, wenn er die Ideen seines Teams kopiert findet. "Das ist Diebstahl", erklärt er. "Und was da kopiert wird, ist nicht einfach nur ein Design - das sind tausende und tausende Stunden Anstrengung." Seinem früheren Chef Steve Jobs bescheinigt er eine "chirurgisch präzise Meinung. Ja, die konnte wehtun. Aber seine Ideen waren so mutig und großartig - sie konnten die Luft aus einem Raum heraussaugen."

Zu kommenden Apple-Produkten sagt Ive aber natürlich nichts. Wird Apple tatsächlich eine iWatch bringen? "Natürlich gibt es Gerüchte, dass wir an so was arbeiten… Und natürlich werde ich dazu nichts sagen", so Ive. "Das ist ein Schachspiel."

Jobs – Die Erfolgsstory von Steve Jobs auf DVD

Nach dem Tod von Steve Jobs wurden zahlreiche Filmprojekte angekündigt. Das Projekt mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle erhielt vorab die größte Aufmerksamkeit, floppte 2013 in den USA jedoch an den Kinokassen. In Deutschland kommt der Streifen deshalb gar nicht erst ins Kino , sondern erscheint direkt auf DVD, Bluray und als Download.

Jobs erzählt das Leben von Steve Jobs vom College 1974 bis hin zur Entwicklung des iMac 1997. Erzählerisch bleibt der Film nah an der Realität und hält sich an die Dinge, die von Jobs bekannt sind. Einige Phasen von Jobs’ Leben sehen wir stark zusammengerafft, andere werden langsamer erzählt. College, LSD, Indien, Atari: Jobs rast schon in den ersten Minuten etwas klischeehaft durch die frühe Entwicklung und Inspiration des jungen Steve.

Erst als Steve Jobs den Computer entdeckt, an dem Kollege und Studienfreund Wozniak aus Spaß arbeitet, blüht die Persönlichkeit auf und das Erzähltempo verlangsamt sich. Jobs entdeckt das Potenzial der Maschine und überredet den scheuen Wozniak, den Prototypen auf der Homebrew-Messe zu präsentieren, in Kleinserie zu fertigen und damit letztlich den Personal Computer zu erfinden und zu vermarkten. Die ersten Monate von Apple bekommen viel Platz im Film eingeräumt. Die Filmcrew drehte dafür in der echten Garage der Familie Jobs, in der die Geschichte Apples begann.

Startpunkt Garage. Steve Wozniak (links) und Steve Jobs (Mitte) in der Garage der Familie Jobs. Diese Szenen wurden in der echten Garage gedreht.
Vergrößern Startpunkt Garage. Steve Wozniak (links) und Steve Jobs (Mitte) in der Garage der Familie Jobs. Diese Szenen wurden in der echten Garage gedreht.
© Concorde Home Entertainment

Anschließend springt "Jobs" in Etappen zu wichtigen Ereignissen. Vorstellung des Apple II, Apples Börsengang, der Geburt des Macintosh und dem verlorenen Machtkampf mit Aufsichtsratchef Arthur Rock und Neu-CEO John Sculley. Die Zeit zwischen Jobs’ Weggang von Apple im Jahr 1985 und seinem Wiedereintritt 1996 wird nur kurz zusammengefasst.

Thematisch ist Jobs genau das Richtige für Apple-Fans. Von der Gründung des Unternehmens über den Aufstieg und schließlich die Wiedergeburt des Unternehmens in den späten Neunzigern. Inhaltlich gibt es hier jedoch nichts zu sehen, was Kenner des Unternehmens oder von Steve Jobs’ Wirken nicht schon kennen. "Jobs" ist ein Schnelldurchlauf durch das Leben des Apple-Gründers und die frühen Jahre des Unternehmens. Wer über beides noch nicht Bescheid weiß, bekommt hier einen guten Überblick über den schwierigen Charakter und die Vorstellungskraft des Namensgebers. Die manische Liebe zum Detail, die Rüpelhaftigkeit und die Egozentrik von Jobs kommen zwar in einzelnen Szenen vor, bleiben jedoch immer Randerscheindungen. Der Film geht wohlwollend mit den legendären Macken des Apple-Gründers um.

Obwohl der mäßige Erfolg an der Kinokasse und teils schlechte Kritiken gegen "Jobs" sprechen, ist dies kein schlechter Film. Soundtrack, die authentische Ausstattung der Kulissen und auch die schauspielerischen Leistungen sind gut. Das Problem ist eher, dass "Jobs" keine dramaturgisch interessante Geschichte erzählt. Es ist ein schnell erzähltes Biopic, das knapp 25 Jahre auf rund zwei Stunden komprimiert. Es ist nur zum Teil eine Charakterstudie eines schwierigen Visionärs, nur zum Teil ein Portrait des frühen Silicon Valley, nur zum Teil die Geschichte Apples und des Beginns des Informationszeitalters. Jobs ist von allem ein wenig und nichts richtig. Das ist zu glatt und zu wenig fesselnd. David Fincher hat es mit " The Social Network " besser geschafft, den Menschen Mark Zuckerberg zu portraitieren und dabei dennoch wichtige Stationen des Unternehmens nicht ausgelassen.

Während es für Apple-Kenner nichts Neues zu sehen gibt, fehlt der dramaturgische rote Faden für die Menschen, die den Film sehen, ohne bereits die Jobs-Biografie gelesen oder Jobs’ Wirken zu seinen Lebzeiten verfolgt zu haben. Die Rivalität mit IBM oder Microsoft oder der konsequente Neuaufbau Apples nach Jobs’ Rückkehr: alle diese interessanten Geschichten sind hier nur Randnotizen. Jobs’ Unternehmen Next wird ein einziges Mal erwähnt, Pixar überhaupt nicht. Jobs versucht, zu viele Aspekte in einem Film zu vereinen. Den Menschen Steve Jobs, die Firma, die Produkte und die vielen Geschichten, die das alles miteinander verbinden.

Ist Jobs ein sehenswerter Film für Apple-Fans? Ja, vielleicht. Die gute technische und atmosphärische Umsetzung entschädigt ein Stück weit dafür, dass das Drehbuch sich nicht für eine Geschichte entscheiden konnte und deshalb alles kurz und knapp untergebracht wurde. Jobs ist aber weit davon weg, sich das Prädikat „muss man gesehen haben“ zu verdienen. Der Film liefert einen relativ authentischen Überblick über die Geschichte des ersten Aufstiegs von Steve Jobs mit Apple und den Beginn des zweiten Aufstiegs. Wer also zu faul ist, sich durch 700 Seiten Biografie zu lesen, der erhält hier einen schnellen Ritt durch die wichtigsten Stationen. Vieles wird aber vielleicht zu kurz angerissen, als dass Nichtkenner damit etwas anfangen könnten.

Steve Jobs hatte angeblich kein Interesse an Apple-Fernseher

Während Walter Isaacson in seiner Steve-Jobs-Biographie den gerade verstorbenen Apple-Gründer sagen lässt, er hätte "das Fernsehen geknackt" und das beste Konzept für Bedienung und Inhalte eines Fernsehgerätes gefunden, behauptet laut Business Insider die Journalistin Yukari Iwatani Kane in seinem Buch "Haunted Empire: Apple After Steve Jobs", Apple habe nie ein Fernsehgerät bauen wollen. In einer Fragerunde mit den 100 wichtigsten Managern des Unternehmens habe Jobs im Jahr 2010 auf die Frage, ob man ein "iTV" entwickle, klipp und klar geantwortet: "Nein. TV ist ein fürchterliches Geschäft." Die Margen seien zu gering, erläuterte Jobs, einen Fernseher würden die Leute auch frühestens nach acht Jahren gegen ein neues Gerät austauschen. Vor allem der Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster hat den letzten munter über einen Apple-Fernseher spekuliert. Indes erweitert Apple nach und nach sein Angebot für das Apple TV und verbessert die Oberfläche des Gerätes - nichts deutet auf einen Fernseher aus Cupertino hin, auch Ende 2014 nicht.

Tim Cook hält neues Apple-Buch für "Unfug"

Egal, ob Apple nun TV-Pläne aufgegeben hat, sie nie hegte oder gar kurz vor dem Durchbruch steht: Das Buch von Yukari Iwatani Kane ist laut Apple-CEO Tim Cook mehr als inkorrekt.

In einem Statement bezeichnete er das Werk als "Unfug", das bei der Beschreibung von Steve Jobs und seinem Wirken bei Apple "zu kurz greife", dabei aber in Gesellschaft anderer Bücher komme. Apple sei keineswegs vom Verfall bedroht, wie Cook ausführt: "Apple hat über 85.000 Angestellte, die jeden Tag zur Arbeit kommen, um die besten Produkte zu machen und das Universum besser zu machen als das, was sie vorfanden." Er sei sehr optimistisch über Apples Zukunft – Zweifler habe es auch in der Vergangenheit ausreichend gegeben. "Diese machen uns nur stärker".

Kane - früher für das Wall Street Journal tätig - hat für ihr Buch rund 200 Interviews mit früheren und gegenwärtigen Angestellten geführt und kommt in ihrem Werk zum Schluss, dass Apple seine besten Tage hinter sich habe. Auf Cooks Reaktion schrieb sie an von ihrem ehemaligen Kollegen Walt Mossberg betriebene Site Website re/Code, dass sie offenbar einen Nerv getroffen habe. "Sogar ich war über meine Schlussfolgerungen überrascht, so verstehe ich die emotionale Reaktion. Ich wäre froh, mit ihm oder irgend jemand anderem bei Apple in der Öffentlichkeit darüber zu sprechen."

Unser Macworld-Kollege Jason Snell hat "Haunted Empire - Apple after Steve Jobs" gelesen und hält das Buch ebenfalls für unzureichend als Beschreibung Apples in den Jahren nach dem Tod seines Gründers. Die Autorin knüpfe von Anfang an einen roten Faden, wonach Apple dem Untergang geweiht sei und ordne all ihre Gespräche und die daraus gezogenen Schlüsse diesem Gedanken unter. Eine offene Recherche sehe anders aus, Kane zitiere nur Quellen und Ereignisse die in ihr vorgefasstes Bild passten. Kane bediene sich zudem plumper Stilmittel, um ihre These zu beweisen, Apple sei "ein Kult um einen toten Mann". Ende des Jahres 2014 besteht Apple nach wie vor.

Apples Markenwert über 100 Milliarden US-Dollar

Apple ist laut einer Untersuchung von Brand Finance die wertvollste Marke der größten US-Firmen. Die Studie legt den Wert der Marke Apple auf 104,6 Milliarden US-Dollar fest, erst mit deutlichem Abstand folgen Google (68,6 Milliarden US-Dollar), Microsoft (62,8 Milliarden US-Dollar) und Verizon (53,5 Milliarden US-Dollar). Die Berechnung des Wertes basiert auf Schätzungen, welche Lizenzgebühren nötig wären, um die Marke nutzen zu dürfen und auf künftige Umsätze mit der Marke. In Brand Finances Kalkulationen gehen messbare Werte wie Börsenwert oder Jahresumsatz nicht ein. Je nach Ansatz der Schätzungen gehen die Ergebnisse der Markenexperten aber weit auseinander. So hält Interbrand ebenfalls Apple für die wertvollste Marke – mit einem Wert von 98 Milliarden US-Dollar –, stellt aber Coca-Cola hinter Google auf den dritten Platz. Im Ranking von Brand Finance taucht der Getränkekonzern aus Atlanta erst auf Platz zehn mit einem Wert von 33 Milliarden US-Dollar auf. Ende des Jahres hat Apple indes einen Börsenwert von rund 700 Milliarden US-Dollar erreicht.

Microsoft Office fürs iPad ist da

Im März bringt Microsoft seine aus Word, Powerpoint und Excel bestehende Office-Suite auch für das iPad heraus. Die Sache hat bis Herbst aber noch einen gewaltigen Haken. Nutzer können sich zwar Word , Excel , Powerpoint und One Note kostenlos auf das iPad laden, mit den Programmen zunächst nur Dokumente betrachten. Wer sie bearbeiten will, muss ein Abo von Microsoft Office 365 haben. Die Cloud-Lösung kostet in der Home Premium-Version   für die private Nutzung 10 Euro im Monat beziehungsweise 100 Euro im Jahr. Darin enthalten sind Word, Excel, Powerpoint, One Note, Outlook, Access und Publisher. Günstigere Einstiegspakete gibt es auch schon für sieben Euro im Monat. Erst im November ändert Microsoft das Geschäftsmodell und bietet die Programme mit einigen Basisfunktionen zum Erstellen und Bearbeiten von Dokumenten gratis und ohne Office-365-Abo an.

Wer bereits Microsoft office am Rechner nutzt, für den ist die iOS-Version recht selbsterklärend.
Vergrößern Wer bereits Microsoft office am Rechner nutzt, für den ist die iOS-Version recht selbsterklärend.

Wer vor März 2014 Office-Dokumente auf dem iPad bearbeiten wollte, musste auf Alternativen wie Smart Office 2 zurückgreifen. Auch mit Pages , Keynote und Numbers , die es mit einem neuen iPad seit iOS 7 kostenlos dazugibt, lassen sich Dokumente im xls, docx oder ppt-Format erstellen, allerdings sind die Schriften teilweise nicht mit der Microsoft-Version kompatibel. Was anfangs auch noch fehlt: Aus den iPad-Versionen konnte man nicht drucken, Microsoft reicht die Funktion erst mit einem Udpate nach.

iOS 7.1 entfernt Telekom-Netlock

Die Deutsche Telekom meldet , dass mit dem Update auf iOS 7.1 automatisch die Netzsperre von allen iPhones entfernt wird. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen den Kurs in Sachen Netlock mehrfach geändert. Anfangs gab es ausschließlich iPhones mit Netzsperre, die Kunden erst nach zwei Jahren kostenlos entfernen lassen konnten - oder früher gegen Gebühr.

Ab dem Sommer 2012 hat die Telekom Neuverträge mit dem iPhone 4S und iPhone 4 ohne Simlock eingeführt. Mit dem iPhone 5, das nur bei der Telekom im LTE-Netz funken kann, kam die Netzsperre im Herbst 2012 dann wieder. Jetzt ist auch diese wieder Geschichte. Kunden müssen nicht selbst aktiv werden, um unter iOS 7.1 den Netlock zu entfernen. Bei der Aktivierung des iPhone nach dem Update passiert dies automatisch.

Apple legt Garantiestreit in Belgien bei

Apple vergleicht sich in Belgien mit der Verbraucherschutzorganisation Test-Aankoop, die Apple wegen missverständlicher Werbung für die Garantieerweiterung Apple Care verklagt hatte. Der Vergleich sieht vor, dass Apple auf seiner Website nun besser erklärt, welche Rechte zur Gewährleistung Verbraucher nach EU-Recht in Belgien haben und welche erweiterte Garantie Apple Care gebe. Apple hatte in mehreren EU-Staaten Ärger mit den Behörden wegen seiner Werbung für Apple Care bekommen und wurde etwa in Italien zu einer Strafzahlung verurteilt.

In Belgien müssen Händler zwei Jahre lang für ihre Produkte Gewährleistung geben, innerhalb der ersten sechs Monate muss der Kunde nicht beweisen, dass der Fehler im Produkt bereits bei der Auslieferung bestand, danach kehrt sich die Beweislast um. Apple bietet eine derartige Garantie für ein Jahr, Apple Care verlängert sie auf drei Jahre für Macs und zwei Jahre für iPhone und iPad. Die sei für den Verbraucher verwirrend, nicht klar werde, dass Apple auch ohne Apple Care ein fehlerhaftes Produkt im zweiten Jahr nach dem Kauf austauschen muss, sofern der Beweis gelingt, der Fehler habe bereits bei der Auslieferung bestanden.

Den Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung erklären hier unsere Kollegen der Channelpartner im Detail.

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