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Das war 2014: Mai

30.12.2014 | 00:00 Uhr |

Apple kauft Beats für drei Milliarden US-Dollar +++ OS X 10.9.3 bringt lokalen Sync zurück +++ Apple und Google lassen gegenseitige Patentklagen fallen +++ Gravis übernimmt Restore-Filialen +++ Samsung muss Apple weitere 120 Millionen US-Dollar zahlen +++ Apple legt offen, welche Informationen an Behörden gehen

Apple kauft Beats für drei Milliarden US-Dollar

Erst Ende Mai bestätigt Apple die in den Wochen zuvor spekulierte Übernahme von Beats Electronics und Beats Music, der Kaufpreis beträgt drei Milliarden US-Dollar. Beats stellt stylische (und hochpreisige) Kopfhörer und Lautsprecher her und bietet den Musikstreamingservice Beats Music an, auf den Apple ein besonderes Augenmerk gerichtet hat. Die Übernahme wird zum 1. August wirksam , die Gründer des Unternehmens Jimmy Iovine und Dr. Dre nehmen bei Apple nicht näher spezifizierte Posten ein. Beats ist der bisher größte Brocken, den Apple schluckt, den bisherigen Rekord hielt die Akquise von Next Computer im Jahr 1997, die zur Rückkehr von Steve Jobs führte und dem damals schwer angeschlagenen Konzern 400 Millionen US-Dollar kostete.

"Musik ist ein so wichtiger Teil unser aller Leben und nimmt in unseren Herzen bei Apple einen besonderen Platz ein," erklärt Apple-CEO Tim Cook in der Pressemitteilung. Deshalb werde man weiter in Musik investieren und freue sich, so "außergewöhnliche Teams" zusammenzubringen. Noch mehr Interesse als an den Kopfhörern und dem Streamingdienst hat Apple also augenscheinlich an der Musikexpertise und den Kontakten zur Industrie von Dr. Dre und Jimmy Iovine. Beats Music sieht Apples Chef für iTunes Eddy Cue als Ergänzung zum bestehenden Geschäft. Man habe nun ein "Weltklasse-Angebot", das über den kostenlosen Streaming-Dienst iTunes Radio über das Abo-Modell von Beats Music und zurück zu den Kaufdownloads des iTunes Store führe. Inwiefern Apple das Angebot weiter ausbauen wolle und iTunes Radio etwa nach Europa exportiere, verriet das Unternehmen aber bis Ende 2014 nicht. Wahrscheinlich ist jedoch, dass im Jahr 2015 sich Entscheidendes bei Apples Musikengagement tut.

Die Marke Beats besteht weiter, Apple verspricht, die Kopfhörer und Lautsprecher "in weit mehr Ländern" im Apple Store und online anzubieten. Als unmittelbare Folge fliegen im Oktober Produkte des Konkurrenten Bose aus den Apple Stores. Beats kooperiert mit zahlreichen prominenten Musikern oder Sportlern, die auf diese Weise nun auch Markenbotschafter für Apple werden.

"Ich habe tief in meinem Herzen immer gewusst, dass Beats zu Apple gehört," schwärmt Jimmy Iovine in der Pressemitteilung. Die Gründung von Beats sei von Apples "unvergleichlichem Geschick, Kultur und Technologie zusammenzubringen" inspiriert gewesen. Apples Bekenntnis zu Musik und Künstlern sei etwas "sehr spezielles".

Mit Iovine und Dr. Dre hat Apple nun mehr als einen Fuß in der Tür der Musikindustrie, iTunes und Beats Music könnten von den Beziehungen der beiden profitieren und etwa angesagte neue Alben exklusiv erhalten. Das würde Apple/Beats einen deutlichen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Ein Beats-Abo, das für ein Jahr oder länger jedem neuen Gerät beigefügt wäre, könnte zudem ein weiteres Kaufargument für Mac, iPad und iPhone sein.

Neben dem Angebot (Dr. Dre und Iovine haben eine Unzahl populärer Künstler unter Vertrag und können deren neue Werke erstmal exklusiv auf Beats veröffentlichen) sind das die sehr smarten Funktionen, mit denen Beats den Musikgeschmack seiner Kunden erforscht und bedient und die zu ziemlich guten Playlists führen.

Zunächst kann jeder neue Abonnent aus dem musikalischen Angebot seine drei Lieblingskünstler auswählen und die abwählen, die er auf keinen Fall hören will. Das lässt sich dann beliebig verfeinern. Richtig gelungen ist „The Sentence“. Hier kann man einen Lückentext ausfüllen (Ich bin... und habe Lust auf.... mit... zu...) Wie so etwas ausgefüllt aussehen kann, zeigt die Abbildung. Ein Knopf auf „Play the Sentence“ präsentiert einen Mix, der sich weniger an den ausgewählten Lieblingskünstlern orientiert als an zuvor festgelegten musikalischen Genres. Auch die Playlists gehen über das übliche „Leute, die xyz hören mögen auch abc“ hinaus, vor allem die kuratierten Playlists, da sie immer wieder neue und überraschende Vorschläge präsentieren. Ein Highlight für unsere Kollegen sind die Playlists zu Tätigkeiten, also „Driving“, „Drinking“, „Feeling Blue“ oder auch „Starting a riot“, weil sie das Gefühl vermitteln, nicht von Suchmaschinen, sondern tatsächlich von Musikexperten zusammengestellt zu sein. Wer ganz gezielt sucht, kann sich ebenfalls austoben: Zu jedem Künstler gibt es alle wichtigen Alben, Hits, jüngste Veröffentlichungen und passende Playlists. Letzte Möglichkeit, Playlists zu erstellen, ist auf Basis von Empfehlungen. Wer ein bisschen Zeit investiert, wirklich interessante Leute mit ähnlichem Musikgeschmack zu finden, kann ihnen folgen und mit ihrem Input sein Repertoire an Playlists erweitern.

In den USA ist Beats 14 Tage lang kostenlos, dann sind 10 US-Dollar Monatsgebühr oder 99,99 US-Dollar Jahresgebühr fällig. Auf eine freies, werbefinanziertes Angebot verzichtet Beats – aber wie unsere Kollegen so schön schreiben: Wer die Welt dazu bringt, 200 US-Dollar für Kopfhörer zu zahlen, die allenfalls nach 100 US-Dollar klingen, der bringt auch Beats zum fliegen. Mit 250 000 zahlenden Abonnenten ist Beats allerdings momentan noch weit abgeschlagen hinter einem Spotify mit 10 Millionen. Auch zum Jahresende ist Beats Music nur in den USA erhältlich.

OS X 10.9.3 bringt den lokalen iTunes-Sync zurück

Apple bringt mit dem Update für das Mac-Betriebssystem zuvorderst den mit OS X Mavericks gestrichenen lokalen Datenabgleich zwischen iTunes und iPhone/iPad zurück. Die Zeiten, in denen man von Seiten Apples zum Sync via iCloud gezwungen wurde, gehören damit der Vergangenheit an – genauso wie unser kleiner Ratgeber zu möglichen Workarounds. Apple hört also tatsächlich noch auf Feedback der Nutzer.

Neben den systemseitigen Modifikationen an den Sync-Routinen von OS X hat Apple für die Rückkehr des lokalen und kabelgebundenen Abgleichs von Kontakten und Kalendern mit iPhones und iPads (in den Release-Notes fälschlicherweise als neues Feature angeführt) auch eine neue Version von iTunes, 11.2, veröffentlicht.

Diese bringt neben dem lokalen Sync auch Verbesserungen im Umgang mit Podcasts mit sich – vor allem Hardcore-Podcaster dürfen sich hier auf eine deutlich aufgebohrte Podcast-Verwaltung mit vielen Detailverbesserungen der Benutzeroberfläche freuen. iTunes 11.2 wird von Apple parallel zu OS X 10.9.3 über die „Update“-Sparte des Mac App Store oder als Einzeldownload angeboten (Links finden Sie am Ende dieser Meldung) und ist für den lokalen Abgleich zwingend notwendig.

Der befindet sich übrigens nach dem Aufspielen der beiden Updates an genau derselben Stelle, wie seinerzeit unter OS X Mountain Lion: Ist ein iOS-Gerät zum Synchronisieren angeschlossen, findet sich der bekannte „Info“-Reiter unter den Auswahlmöglichkeiten für die Gerätesynchronisierung.

Neben optimiertem Podcast-Handling und der Rückkehr der lokalen Sync-Option beinhaltet iTunes 11.2 auch einen Bugfix für einen Fehler beim Abgleich von Genius-Informationen, der für Programm-Freezes verantwortlich sein konnte. Zudem wird in der Windows-Version von iTunes 11.2 eine gefährliche Sicherheitslücke geschlossen. Durch eine Man-in-the-Middle-Attacke konnten durch die Schwachstelle iTunes-Accountdaten kompromittiert werden. Die Mac-Version von iTunes ist davon nicht betroffen.

Apple und Google lassen gegenseitige Patentklagen fallen

Im Mai kündigen Apple und Google in einer gemeinsamen Pressemitteilung an, alle gegenwärtigen Patent-Rechtsstreitigkeiten beizulegen und künftig einige Aspekte ihrer Patente in Partnerschaft zu überarbeiten. Diese Partnerschaft schließt jedoch nicht generell gegenseitige Nutzungsrechte der Patente ein.

Die Patentklagen zwischen Motorola/Google und Apple begannen im Jahr 2010, als Apple bei der US-Handelsbehörde eine Klage gegen die Firma Motorola Mobility einreichte, die in 2011 von Google übernommen wurde . Mittlerweile hat Google entschieden, Motorola Mobility an Lenovo weiterzuverkaufen, aber der Deal ist noch nicht abgeschlossen und Google behält den Löwenanteil der Motorola-Patente.

Während der Smartphone-Markt drastisch anwuchs und riesige Gewinne versprach, versuchten die Hersteller durch einstweilige Verfügungen sich exklusive Marktanteile zu sichern und die Konkurrenz zu blockieren. Hebel waren dafür eine Vielzahl von Patente und folglich Klagen wegen Verstößen gegen das Urheberrecht, verweigerte Lizenzen oder unfaire Bedingungen . Motorola Mobility hatte in der ersten Gegenklage gehofft, iPhone-Verkäufe in den USA verbieten zu können.

Die eigentlichen Gewinner waren dabei die Rechtsanwälte, die allen Parteien etliche Millionen US-Dollar in Rechnung stellten und mehrere tausend Stunden vor den Gerichtsbänken verbrachten. Nur wenige Hersteller konnten die Verkäufe der Konkurrenz in einigen Ländern blockieren, aber meist nur vorübergehend und ohne signifikante Gewinnsteigerungen durch die zwischenzeitlichen Verkäufe.

Gravis übernimmt Restore-Filialen

Der Markt der Apple-Reseller konsolidiert sich weiter. Gravis übernimmt im die Filialen des Konkurrenten Restore zu übernehmen. Dazu haben die Unternehmen Mitte April einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. Dabei sollen 12 der derzeit 14 Filialen von Restore an Gravis gehen. Zwei Filialen werden geschlossen, das Personal dieser Geschäfte soll jedoch übernommen werden. "Wir werden uns in Zukunft verstärkt auf den russischen und skandinavischen Markt konzentrieren und haben in Deutschland einen Käufer gesucht", sagt Restore-Chef Jesper Nielsen in einer Mitteilung.

Die Filialen von Restore passen gut in Gravis' Expansionspolitik und schließen weiße Flecken auf der Landkarte, so Unternehmenssprecher Carsten Brandt zu Macwelt. "Die Shops von Restore fügen sich perfekt in unser bestehendes Store-Netz ein. Die Übernahme gibt uns die Möglichkeit, schneller zu wachsen", erklärt Gravis-Geschäftsführer Jochen Otterbach. Gravis wird mit den Restore-Geschäften insgesamt 46 Filialen haben.

Gravis-Geschäftsführer Jochen Otterbach.
Vergrößern Gravis-Geschäftsführer Jochen Otterbach.
© Gravis

Gravis selbst war Anfang 2013 von Freenet übernommen worden. Seitdem wandelt sich die Ausrichtung des Apple-Resellers etwas. Die Filialen sollen Ausstellungsfläche für Heimvernetzung und Premium-Zubehör sein, in einigen Filialen gibt es neben Apple-Produkten zusätzliche Markeninseln für Samsung- und Sony-Geräte .

Samsung muss Apple weitere 120 Millionen US-Dollar zahlen

Im zweiten großen Patentprozess gegen Samsung muss Apple eine Niederlage einstecken. Zwar wurde Samsung zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 119,65 Millionen US-Dollar an Apple verdonnert, aber Apple hatte 2,2 Milliarden gefordert. Im ersten Patentprozess zwischen den gleichen Parteien wurden Apple 929 Millionen US-Dollar Schadensersatz zugesprochen.

In der Gerichtsverhandlung wurde der Einsatz von fünf Apple-Patenten auf neun Samsung Smartphone-Modellen und einem Tablet unter die Lupe genommen. Apples Beweisführung hat offenbar die Geschworenen nicht überzeugt, dass der Schaden Milliardenhöhe erreichte. Letztendlich wurde nur für zwei der fünf Patente ein Entgelt angesetzt: zum einen für US-Patent 5.946.647, welches in beliebigen Texten Telefonnummern oder E-Mail-Adressen erkennt und ein Kontextmenü anbietet, um die Nummer anzurufen oder die Details zum Adressbuch hinzuzufügen. Zum anderen für das Patent zum automatischen Vervollständigen von Worten während dem Tippen. Der Verstoß war vom Gericht bereits vorher bestätigt und in der Verhandlung musste nur noch die Strafhöhe ermittelt werden.

Die Geschworenen konnten nicht entscheiden, ob auch US-Patent 8.046.721, welches mit der Wischbewegung auf dem Homescreen das mobile Gerät entsperrt, Schadenersatz erzielen soll. Einig waren sie sich jedoch, dass Samsung weder gegen Apples Patent zur Synchronisierung von App-Daten im Hintergrund, noch die universelle Suche über alle Apps und Daten im Gerät und Internet verstoßen hat.

Auf der anderen Seite hat auch Apple einen Patentprozess gegen Samsung verloren: Laut dem Richterspruch verstoßen sowohl die iPhone-Modelle 4, 4S und 5, als auch die iPads der vierten und fünften Generation gegen Samsungs Patent zum gemeinsamen Verwalten von Video und Stillfotos in einer Galerie in der Kamera-App. Die Strafzahlung beziffert sich dabei aber nur auf 154.400 US-Dollar. Samsung hatte ausdrücklich die Forderung auf ursprünglich „nur“ sechs Millionen US-Dollar beschränkt, da laut Samsung Patent-Schadensersatz-Zahlungen nicht hunderte Millionen oder gar Milliardenhöhe erreichen sollen.

Apple legt offen, welche Informationen an Behörden gehen

Apple legt im Mai in einem Whitepaper dar , welche Kundendaten der Konzern an Strafverfolgungsbehörden herausgeben kann, wenn eine gerichtliche Anordnung dazu zwingt. Wenig überraschend kann Apple auf Anforderung Daten aus den iCloud-Accounts seiner Kunden offen legen, E-Mails, iWork-Dokumente und Kalenderdaten. Auch ist Apple nach eigenen Angaben in der Lage, bestimmte Daten von iOS-Geräten zu erhalten und weiter zu geben, auch wenn diese mit einem Code gesichert sind. Dazu zählen etwa SMS und Telefonatlisten – welche aber leichter von Provider zu erhalten sind – Fotos, Filme, Adressen und Backups von Geräten.

Apple kann jedoch nicht über "Mein iPhone finden" das Gerät und damit eventuell den Besitzer aufspüren, sofern die Funktion nicht eingeschaltet ist, und auch dann hat Apple eingeschränkt Zugriff und respektiert die Privatsphäre, wie es heißt. Apple kann jedoch im Auftrag von Behörden feststellen, ob "Mein iPhone finden" dazu benutzte wurde, ein beschlagnahmtes iPhone aus der Ferne zu löschen. Auf Kommunikation über Facetime und iMessage hat selbst Apple keinen Zugriff, die Verschlüsselung ist zu stark.

Mittagessen mit Tim Cook für 330.000 US-Dollar versteigert

Erst letztes Jahr wurde eine CharityBuzz-Auktion veranstaltet, bei der es unter anderem um einen Kaffee ging. Dieser Kaffee war schlussendlich 610.000 US-Dollar wert, da er zusammen mit dem Apple-CEO Tim Cook eingenommen werden durfte. Dieses Mal geht es bei der gleichen Auktion für einen wohltätigen Zweck um ein Mittagessen.

Allerdings sind dabei „nur“ 330.000 US-Dollar zusammengekommen. Auch dieses Geld dient einem guten Zweck und geht an das RFK-Center für Menschenrechte. Für den Sieger der Auktion ist das Mittag zwar im doch recht stattlichen Preis enthalten, allerdings kommt auf die 330.000 US-Dollar noch die Anreise nach Cupertino, die der Bieter selbst bezahlen darf.

Im vergangenen Jahr wurde der Preis durch zahlreiche unterschiedlicher Bieter übrigens recht heftig hochgetrieben. Dieses Jahr verlief die Auktion etwas ruhiger, da vor dem Gebot entsprechende Kreditkarten-Daten eingefordert wurden. Da es mit dem Autorisieren der Karten nicht allzu schnell ging, kam es nicht zu einem übermäßig zügigem Hochbieten. Übrigens: Wer nun für 330.000 US-Dollar mit Tim Cook essen geht, ist leider nicht bekannt.

Investor prophezeit Apples Abstieg

Aktuell führt der iPhone-Hersteller Apple die größten Technik-Unternehmen der Welt an. Bis 2020 wird der Konzern seine Spitzenposition jedoch bereits geräumt haben. Das prophezeit zumindest der New Yorker Investor Fred Wilson.

Im Rahmen der TC Disrupt Konferenz in Big Apple gab Wilson auf der Bühne eine Schätzung für die nächsten fünf Jahr ab. Demnach werde Apple den Thron aller Wahrscheinlichkeit nach räumen. Das US-Unternehmen wird es laut Wilson im Jahr 2020 nicht mal mehr unter die Top3 der Technik-Unternehmen schaffen. Auf diesen Rängen vermutet der Investor Google, Facebook und „ein Unternehmen, von dem wir noch nie gehört haben“.

Im Rahmen der TC Disrupt Konferenz in Big Apple gab Wilson auf der Bühne eine Schätzung für die nächsten fünf Jahr ab. Demnach werde Apple den Thron aller Wahrscheinlichkeit nach räumen. Das US-Unternehmen wird es laut Wilson im Jahr 2020 nicht mal mehr unter die Top3 der Technik-Unternehmen schaffen. Auf diesen Rängen vermutet der Investor Google, Facebook und „ein Unternehmen, von dem wir noch nie gehört haben“.

Gründe für Apples prophezeiten Abstieg nannte Wilson ebenfalls. Der Konzern sei demnach zu stark auf Hardware ausgerichtet, dadurch würden es die Führungskräfte in den nächsten Jahren schwer haben, mit der Konkurrenz mitzuhalten. Die Zukunft sieht Wilson in der Cloud und Apples Cloud-Dienste seien schlichtweg nicht gut. Für Unternehmen wie Twitter sieht der Investor hingegen gute Chancen. Der Micro-Blogging-Dienst könnte es bis 2020 durchaus auf Platz vier der größten Technik-Unternehmen schaffen.

Ende 2014 spielt Apple immer noch in der ersten Liga, ohne sichtbare Abstiegsgefahr.

Lösegeldforderung für iPhones in Australien

Auf die australische Apple-Nutzer wird im Mai ein ungewöhnlicher Hacker-Angriff verübt . Den Angreifern ist es möglich gewesen, die Funktion „Mein iPhone sperren“ (bzw. mein iPad, iPod Touch oder Mac) zu sperren. Auf dem jeweiligen Gerät erscheint bei den Opfern des Hacks lediglich eine Meldung und eine Forderung zur Lösegeld-Zahlung. Ganz nach dem Motto: Du willst dein Handy wieder haben? Dann zahl dafür. Das Gute daran: Mit der PIN-Eingabe oder iTunes-Wiederherstellung lässt sich die Hacker-Fehlermeldung umgehen und das Problem glücklicherweise lösen. Unklar ist nun allerdings, wie den Hackern der Zugriff zur Cloud-Funktion geglückt ist. Möglicherweise wurden vorab entsprechende iCloud-Passwörter gestohlen, die die Nutzer vielleicht auch bei anderen Diensten verwendeten.

iCloud soll laut Apple definitiv nicht die Ursache des Hacks gewesen sein. Es heißt, dass der iCloud-Dienst in keiner Weise gehackt wurde . Stattdessen haben die Hacker anscheinend Zugang zum iCloud-Dienst erlangt, indem sie an die Passwörter gelangten, die die Nutzer für mehrere Dienste verwendeten. „Apple nimmt die Sicherheit sehr ernst. iCloud ist in diesem Vorfall nicht gefährdet gewesen.“, so Apple in einer offiziellen Stellungnahme. Dennoch rät das Unternehmen aus Cupertino den Besitzern vom iPad, iPhone und Mac, dass die iCloud-Passwörter geändert werden sollten, um einen Hack auszuschließen, sofern Kriminelle bereits an die iCloud-Daten (durch gleiches Passwort auf anderen Seiten) gelangt sind. Ansonsten gibt es noch keine großen Erkenntnisse, wie es den Hackern aus Australien möglich war, die Geräte zu sperren, um anschließend Lösegeld zu fordern.

Eddy Cue hält digitales TV für "Mist"

Schon einige Jahre lang hoffen die Apple-Fans auf einen Fernseher des Unternehmens aus Cupertino. Sie würden natürlich eine deutlich umfangreichere Version der Apple-TV-Box nehmen, allerdings hat Apple bislang beides noch nicht auf den Markt gebracht. Wie Eddy Cue auf der Code Conference verrät , benötigt beides in der Tat auch noch etwas Zeit. Noch immer beschäftigt sich Apple seiner Aussage zufolge sehr viel mit dem Thema. Was die Konkurrenz angeht, so hält er deren Produkte für Mist, angefangen von den digitalen Videorekordern, die allerdings seiner Meinung nach nicht mehr zur heutigen Zeit passen. Stattdessen sollte man Aufnahmen zeitlich planen können, ohne dass man sich danach noch darum kümmern muss, geschweige denn ohne dass diese Aufnahmen viel Platz auf der Festplatte des Geräts verbrauchen würden. Durch diese Probleme ist es kein Wunder, dass Streaming-Dienste generell immer beliebter werden. In den USA - aber auch generell global - gibt es laut Apple noch keinen einheitlichen Standard und daher ist die stressfreie Umsetzung kompliziert. Apple und auch andere Firmen müssen in dieser Hinsicht sowohl staatliche Vorgaben, aber auch rechtliche Dinge und mehr beachten. Cue hat sich natürlich nicht dazu geäußert, wie Apple gedenkt, das bzw. die Probleme zu lösen, oder wann es soweit sein könnte. Allerdings hat der Chef der Online-Inhalte von Apple definitiv das Versprechen abgelegt, dass man weiterhin an der Verbesserung des Apple-TV arbeite. Doch hat Apple zumindest im Jahre 2014 dieses Versprechen nicht erfüllt. Und von einem Apple-Fernseher ist weit und breit nichts zu sehen.

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