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Das war 2014: Oktober

04.01.2015 | 00:00 Uhr |

Apple zeigt neue iPads und iMac Retina +++ Apple erhöht erneut die iCloud-Sicherheit +++ PC-Markt erholt sich +++ Tim Cook: Offener Brief für Gleichheit +++ IDG World Expo legt Macworld Expo auf Eis +++ Sparkassen zeigen Interesse an Apple Pay

Apple zeigt neue iPads und iMac Retina

iPad Air und iPad Mini werden noch dünner, der iMac bekommt ein Retina-Display. Apple zeigt Mitte Oktober Erwartetes und versäumt es, zu überraschen.

Die Hardware weiß durchaus zu überzeugen, wenn sie hält, was sie verspricht. iMac mit 5K-Auflösung. iPad Air 2 nur noch 6,1 Millimeter dick, dafür aber mit Spitzenkamera ausgestattet. Mac Mini endlich aktualisiert. Und hinter dem Horizont wartet schon die Apple Watch. Dennoch verstand es Apple auf seinem Special Event nicht zu überzeugen. Zu viel Altbekanntes, keine Überraschung, sieht man einmal vom Preis für das neue Spitzenmodell ab.

Aber der Reihe nach. Apple begann seine Keynote wie zuletzt üblich mit einem Promovideo, in dem es sein jüngstes Produkt feierte, die neuen iPhones. Die bekannten Bilder aus den Warteschlangen, glückliche Kunden. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, meinte Apple-CEO Tim Cook, der Verkaufsstart des iPhone 6 und iPhone 6 Plus sei der beste bisher. Alle bis Jahresende veröffentlichten Zahlen bestätigen das Bild, die starken Verkäufe von iPhone 6 und iPone 6 Plus treiben den Aktienkurs Apples in neue Rekordhöhen.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus kommen mit NFC-Chip, der in den USA ab Oktober das drahtlose Bezahlen via Apple Pay ermöglicht. Drahtlos bezahlen kann man laut Apple ab dem Frühjahr 2015 auch mit der Apple Watch, einen genaueren Termin gibt es immer noch nicht. Aber immerhin stellt Apple mit dem Watch SDK Entwicklern Werkzeuge zur Verfügung gestellt, mit denen sie Apps für die intelligenten Armbanduhr programmieren können. Voller Stolz zeigte Cook zudem das Cover der Vogue China. Von den Titelzeilen hat zwar kaum jemand etwas verstanden, die Uhr am Handgelemk des Cover-Models war aber eindeutig als solche von Apple zu erkennen.

iPad Air wird dünner

Die Verkaufszahlen der iPads waren zuletzt gegenüber dem Vorjahr rückläufig, auch die Bilanz für Apples viertes Quartal schreibt diesen Trend fort . Tim Cook sieht die Produktkategorie aber nach wie vor als die erfolgreichste aller Zeiten bei Apple, von keinem neuen Produkt haben man in den ersten vier Jahren 225 Millionen Stück verkaufen können. Das mag zwar richtig sein, doch seien Zweifel erlaubt, ob das iPad Air 2 den Trend stoppen oder gar umkehren kann, der Markt scheint gesättigt und die Produkterneuerungszyklen weit länger zu sein als bei den Smartphones. Beim iPad Air 2 setzt Apple vor allem auf zwei Dinge: Eine noch kompaktere Bauweise und eine verbesserte Kamera. Das neue iPad Air ist nur noch 6,1 Millimeter dick, die eingebaute Kamera hat nun 8 Megapixel und versteht sich wie die in den iPhones auf 1080p-Videos, Slomo, Zeitraffer und Panoramen mit bis zu 43 Megapixeln Größe. Für eine Kompaktkamera ist das iPad ein wenig sperrig, doch sagt man zurecht, die beste Kamera ist die, die man dabei hat. Als Einsatzzweck nennt Apple etwa den professionellen Sport, wo es darum geht, Bewegungsabläufe genau aufzuzeichnen und gleich auf einem großen Bildschirm zu betrachten. Auch als Scanner mit OCR-Software eigne sich das iPad 2 nun bestens. Stark gewünscht hätten Anwender auch Touch ID. iPads lassen sich nun bequemer sichern, auch zum Einkaufen mit Apple Pay im Internet dient sich das iPad nun an, mangels NFC-Chip natürlich nicht für die Ladenkasse. Touch ID ist auch die einzige Neuerung, die das iPad Mini 3 bekommt, es muss im Gegensatz zum iPad Air 2 (Apple A8X) auch mit der gleichen CPU wie bisher auskommen. iPad Air, iPad Mini und iPad Mini 2 bleiben zu teils reduzierten Preisen im Angebot, das nun immer unübersichtlicher wird. Aber dadurch kann Apple nun Tablets zu Preise von 240 Euro bis 900 Euro anbieten, da ist für jeden etwas dabei. Mehr zu den neuen iPads lesen Sie hier .

iMac mit Retina-Display

Hatte Apple auf der Oktober-Keynote viel Zeit darauf verwandt, die Vorzüge von iOS 8 und OS X 10.10 zu preisen, kam die Hardware ein wenig kurz. Dabei muss sich das neue Spitzenmodell des iMac wohl nicht verstecken. Wie erwartet, hat Apple ein Retina-Display in 5K-Auflösung eingebaut, mit 14,7 Millionen Pixeln. Das sei die siebenfache Auflösung eines HD-TV - der iMac wird also voll wohnzimmertauglich. Mit dem Quadcore i5 von Intel hat der Rechner aber auch einen starken Prozessor eingebaut. Der Preis überrascht ein wenig, und zwar positiv. In der Grundausstattung kostet der iMac Retina 2.499 US-Dollar (2.599 Euro), Dell verkauft einen Monitor mit dem mutmaßlich gleichen Panel für 2.500 US-Dollar. Da ist dann aber kein Computer drin, mit 8 GB RAM und einem 1-TB-Fusiondrive. Die bisher verfügbaren iMacs bleiben im Programm. Mehr zum neuen iMac und dem Mac Mini, den Apple lediglich aktualisiert hat, lesen Sie hier.

Apple erhöht erneut die iCloud-Sicherheit

Mit dem Fappening-Vorfall vom September , bei dem Hacker aufgrund der fehlenden Login-Sperre nach mehreren Einwahlversuchen Promi-Nacktbilder aus Apples iCloud entwenden konnten, zeigte sich deutlich, wie sehr Apple die Sicherheit seines Cloud-Dienstes vernachlässigt hatte. Schnell führte Apple die schon länger vorbereitete Zwei-Faktor-Authentifizierung ein, die durch den Versand eines vierstelligen Codes an ein Mobilgerät für zusätzliche Sicherheit beim Login sorgt.

Mit einem anwendungsspezifischen Passwort kann ein Angreifer sich nicht direkt ins Apple-Konto einwählen. Das sorgt für zusätzliche Sicherheit
Vergrößern Mit einem anwendungsspezifischen Passwort kann ein Angreifer sich nicht direkt ins Apple-Konto einwählen. Das sorgt für zusätzliche Sicherheit

Seit dem 10. Oktober gibt es nun ein weiteres Sicherheitsnetz: Mit den App-spezifischen Passworten stellt Apple sicher, dass Programme, die Zugriff auf iCloud-Dienste haben, auch bei schweren Sicherheitslücken nicht das "echte" Passwort für den Apple-Account herausrücken. Betroffen sind dabei alle Apps, die auf iCloud-Dienste wie Mail, Kalender oder Kontakte zugreifen, darunter der beliebte alternative E-Mail-Client Thunderbird und Microsofts Outlook, inzwischen Standard in den meisten Büro-Umgebungen. Aber auch andere Mail-Clients sind betroffen. Damit führt Apple ein Verfahren ein, das Google bereits seit längerem als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme eingeführt hat – die Vorgehensweise ist dabei identisch.

Aus Apples Sicht stellen Drittanbieter-Anwendungen ein erhebliches Risiko für das iCloud-Konto dar. Wie hoch dieses ist, zeigt zum Beispiel Thunderbird: Passworte sind hier standardmäßig im Klartext und ohne Sicherheitsnetz abgelegt und mit zwei Klicks auslesbar.
Vergrößern Aus Apples Sicht stellen Drittanbieter-Anwendungen ein erhebliches Risiko für das iCloud-Konto dar. Wie hoch dieses ist, zeigt zum Beispiel Thunderbird: Passworte sind hier standardmäßig im Klartext und ohne Sicherheitsnetz abgelegt und mit zwei Klicks auslesbar.

Sehr kurzfristiger Hinweis von Apple

Um daran zu erinnern, versendete Apple recht kurzfristig vor der Umstellung eine E-Mail-Benachrichtung an alle Nutzer der Zwei-Faktor-Authentifizierung: "Hiermit möchten wir Sie daran erinnern, dass ab morgen anwendungsspezifische Passwörter erforderlich sind, um über die Apps von Drittanbietern wie Microsoft Outlook, Mozilla Thunderbird oder anderen E‑Mail‑, Kontakt- und Kalender-Apps auf Ihre in iCloud gespeicherten Daten zuzugreifen." Schon einen Tag später durften sich zahlreiche Nutzer darüber wundern, dass Thunderbird und Outlook nicht nur Probleme hatten, sich mit dem iCloud-Mailkonto, dem iCloud-Adressbuch oder der iCloud-Kontaktverwaltung zu verbinden, sondern auch, dass eine erneute Eingabe des Passworts permanent "Passwort ungültig" zurückmeldete. Ursächlich dafür ist die Umstellung: Statt des "normalen" iCloud-Passworts, das das gleiche ist wie das des gesamten Apple-Kontos und damit im Fall der Fälle einem potentiellen Hacker Vollzugriff auf alle Daten in der iCloud erlaubt, müssen Nutzer der Zwei-Faktor-Authentifizierung nun ein App-spezifisches Passwort erstellen, ein weiteres Passwort also, das für die Anmeldung mit Thunderbird, Outlook und Co. statt des regulären iCloud-Passworts verwendet wird.

Erhöhte Sicherheit

Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung müssen Sie ein oder mehrere "sichere" Endgeräte aktivieren, um die vierstellige Zugangs-PIN zu erhalten…
Vergrößern Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung müssen Sie ein oder mehrere "sichere" Endgeräte aktivieren, um die vierstellige Zugangs-PIN zu erhalten…

Die Verwendung App-spezifischer Passworte lässt sich bei Verwendung der Zwei-Faktor-Authentifizierung nun nicht mehr vermeiden. Das hat zwei Gründe: Einerseits sorgt Apple mit diesem Schritt dafür, dass Drittanbieter-Apps, die Apples Zwei-Faktor-Authentifizierung (noch) nicht unterstützen, weiterhin funktionieren, ohne dass die Entwickler sie aktualisieren müssen. Andererseits muss nun statt des regulären iCloud-Passworts immer ein anwendungsspezifisches Passwort verwendet werden, wenn eine Drittanbieter-App in der iCloud "eingehängt" wird. Dieses wird einmalig bei der Einrichtung eingegeben, anschließend kann das Drittanbieter-Programm ganz normal verwendet werden, weshalb Sie sich dieses zusätzliche Passwort auch nicht merken müssen: Sollten Sie sich neu anmelden müssen, reicht es, ein neues App-Passwort anzulegen.

… diese wird dann bei Login-Versuchen auf iPhone, iPad oder iPod touch angezeigt oder per SMS versendet.
Vergrößern … diese wird dann bei Login-Versuchen auf iPhone, iPad oder iPod touch angezeigt oder per SMS versendet.

Der Sicherheitsvorteil dieser Lösung kommt vor allem in zwei Szenarien zum Tragen, nämlich immer dann, wenn ein Rechner auf irgendeine Weise ausgehorcht wird oder in die falschen Hände gelangt: Hier konnten Hacker bislang im Zweifel das Original-iCloud-Kennwort (etwa durch Zugriff auf den Thunderbird-Schlüsselbund) auslesen und damit den Vollzugriff auf ein Apple-Konto erzielen. Das ist mit App-spezifischen Kennworten nicht mehr möglich: Wird ein solches Passwort erbeutet, mag zwar der Zugriff auf das iCloud-Mailkonto, Kontakte und Adressbücher möglich sein, eine Anmeldung bei Apple oder iTunes ist es hingegen nicht mehr. Zudem greift unter diesen Umständen ein weiteres Sicherheitssystem: Anwendungsspezifische Passwörter können jederzeit in den Einstellungen der Apple-ID zurückgezogen werden und sind damit sofort ungültig – der Angreifer sitzt also wieder auf dem Trockenen.

Zahlen von IDC und Gartner: PC-Markt erholt sich

Die führenden Marktforscher von Gartner und IDC haben iim Oktober ihre Zahlen zum PC-Markt im dritten Quartal des Jahres 2014 vorgelegt. Gartner errechnet dabei die weltweiten Verkäufe von Desktops und Laptops auf 79,4 Millionen Stück , was einen Rückgang von lediglich 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Wie schon im zweiten Quartal habe man Signale erkannt, dass sich der "klassische" PC-Markt langsam erhole, denn in den gesättigten Märkten in Europa und Nordamerika habe es Wachstum gegeben das durch eine Flaute in den Wachstumsmärkten kompensiert wurde. Weltgrößter PC-Hersteller ist laut Gartner Lenovo mit einem Marktanteil von 19,8 Prozent, es folgen HP (17,9 Prozent), Dell (12,8 Prozent), Acer (8,6 Prozent) und Asus (7,3 Prozent) in den Top Five. Die genannten Hersteller sind dabei zulasten aller anderen gewachsen, Asus zeigt mit 16,9 Prozent dabei das stärkste Wachstum, HP mit 4,4 Prozent das schwächste.

Die von IDC in Boston ermittelten Zahlen unterscheiden sich im Detail, IDC beziffert die Gesamtverkäufe im Quartal auf 78,5 Millionen Einheiten, der Rückgang gegenüber Vorjahr habe 1,7 Prozent betragen, was aber über der Prognose von -4,1 Prozent gelegen habe. Auch IDC sieht Wachstum in den USA (4,3 Prozent) und in Westeuropa. Die Reihenfolge der weltgrößten PC-Hersteller unterscheidet sich aber in einem wesentlichen Punkt: Apple steht auf Platz fünf mit einem Marktanteil von 6,3 Prozent. Die vier größten reiht IDC gleich ein, es führt Lenovo (20,0 Prozent) vor HP (18,8 Prozent), Dell (13,3 Prozent) und Acer (8,4 Prozent). Asus liegt laut IDC leicht hinter Apple, das gegenüber dem Vorjahr zwar 8,9 Prozent zugelegt habe, aber dabei in den Top 5 im Wachstum nur HP übertreffe.

In den USA baut Apple seine Position weiter aus, legt Gartner dar. Ein Wachstum von 14,4 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum bedeute einen Marktanteil von nunmehr 14,3 Prozent. Nur Dell ist stärker gewachsen (18,4 Prozent) und liegt direkt vor Apple auf Platz zwei (24,1 Prozent). HP steht mit 27,8 Prozent nach wie vor an der Spitze, Lenovo (10,5 Prozent) und Toshiba (6,1 Prozent) komplettieren die Top 5.

Die Gartner-Analystin erklärt das relativ starke Wachstum in den USA mit Mikako Kitagawa damit, dass immer mehr preisgünstige touchfähige Laptops und Preissenkungen für mittelklassige Mobilcomputer die Verbraucher zurück in den klassischen PC-Markt zögen, dabei sei die Einkaufssaison zum neuen Schuljahr nicht einmal besonders stark gewesen. In Europa mache sich vor allem das endgültige Ende von Windows XP und die daraus folgende Notwendigkeit zur Anschaffung neuer Rechner bemerkbar. Insgesamt lasse die Orientierung von PCs hin zu Tablets nach, die Marktdurchdringung der Tablets habe 40 bis 50 Prozent erreicht. Bemerkbar machte sich der Trend schon im zweiten Quartal, als Apple weniger iPads als im Vorjahr verkaufte . Wie sich die PC-Verkäufe auf Desktops und Laptops aufteilen, haben weder Gartner noch IDC ermittelt, auch Apple nennt seit Jahren keine genauen Zahlen dazu. Apples Notebook-Anteil liegt schätzungsweise bei 70 bis 80 Prozent.

Tim Cook: Offener Brief für Gleichheit

Der Chef des wertvollsten Unternehmens der Welt outet sich Ende Oktober: "Ich bin stolz schwul zu sein und betrachte das als eines der größten Geschenke Gottes an mich", so Tim Cook in einem offenen Brief. Er habe seine Sexualität bisher nie öffentlich thematisiert, "aber wenn es jemandem hilft zu hören, dass der Chef von Apple schwul ist, dann war das den Verlust meiner Privatsphäre wert", so Cook. Es sei keine einfache Entscheidung gewesen, seine Rest-Privatsphäre sei ihm wichtig, so der Apple-Chef. Vor allem wolle sich weiterhin auf seinen Job konzentrieren. Er sei ein Ingenieur, Spross der Südstaaten und Sportfan: "Ein Teil von gesellschaftlichem Fortschritt ist, dass Menschen nicht anhand ihrer Sexualität, Rasse oder ihres Geschlechts definiert werden."

Cook schätze sich glücklich, ein so offenes Unternehmen zu führen und Apple werde sich auch weiterhin für Menschenrechte und Gleichheit einsetzen. Auch er persönlich wolle sich für Gleichheit einsetzen, so Cook. Apple hat sich in der Vergangenheit schon häufiger politisch eingebracht. So spendete das Unternehmen 2008 rund 100.000 US-Dollar für Gegen-Kampagnen anlässlich der Abstimmung "Proposition 8" in Kalifornien, die dort die Homo-Ehe abschaffen wollte. 2013 setzte sich Cook öffentlich für das Gesetz "Employment Nondiscrimination Act" ein, das Diskriminierung am Arbeitsplatz verbieten soll.

In einem Video erklärt der zuständige Redakteur von Businessweek, wie das Outing zustande kam. Tim Cook habe sich zuvor die Zustimmung des Apple-Boards geholt.

Info: Tim Cook speaks up

Apple Deutschland bekommt wohl neuen Pressesprecher

Apple Deutschland bekommt anscheinend nach zwei Jahren wieder einen Pressesprecher. Wie der Branchendienst Newsroom.de berichtet , übernimmt Tobias Fröhlich den vakanten Posten. Bis dato ist der 45-jährige als Leiter Markenkommunikation und stellvertretender Unternehmenssprecher bei der Axel Springer AG beschäftigt. Springer bestätigt Fröhlichs Ausscheiden aus dem Unternehmen zum 6. Oktober dem Mediendienst Kress , Apple hat bisher keinen Kommentar zur Personalie gegeben, auch Ende 2014 hält der Schwebezustand an.

Apple Deutschland hatte offiziell vor mehr als einem Jahr die Suche nach einem neuen PR-Manager begonnen, der langjährige Pressesprecher Georg Albrecht hatte im September 2012 das Unternehmen verlassen.

Ausgezeichnetes blaues Licht

Brillantes Bild in Retina-Auflösung, auf Wunsch sehr hell und dennoch sparsam im Stromverbrauch: Wer auf das Display von Macbook Pro, iMac, iPhone oder iPad blickt sieht von Leuchtdioden emittiertes Licht, das die im Display verbauten Zellen aus Flüssigkristallen passieren ließen – oder auch nicht. Dabei gibt es doch gar keine weiß leuchtenden Dioden, da Halbleitermaterialien Licht immer nur in einer Wellenlänge aussenden...

Wie schon in Röhrenmonitoren macht die Mischung das Licht, weiß ist zusammengesetzt aus rot, grün und blau. Dass dies auch mit LED (light emitting diodes) möglich ist, war dem Nobelkomitee in Stockholm im Oktober Grund, den Nobelpreis für Physik des Jahres 2014 an die drei japanischen Wissenschaftler Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura zu verleihen. Ihre Arbeiten in den Achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts machten das weiße Licht erst möglich: Denn zu den damals schon bekannten grün und rot leuchtenden Dioden fehlte eben noch die dritte Komponente. Erfolg hatten die Forscher mit dem Material Galliumnitrid, auf ihren Forschungen aufbauend, war auch später die Entwicklung des blauen Halbleiterlasers auf Basis von Indiumgalliumnitrid möglich.

So haben wir Akasaki, Amano und Nakamura nicht nur energieeffizientes Licht in beliebig mischbaren Farbtönen zu verdanken, sondern indirekt auch den Bluray-Brenner.

Hewlett-Packard wird in zwei Bereiche aufgespaltet

Hewlett-Packard hat die Aufteilung von HP offiziell bekannt gegeben. HP Enterprise ist der Name des neuen Unternehmens, das künftig Dienstleistungen und anderen Services für Unternehmen anbietet. Das bisherige Unternehmen HP Inc kümmert sich um weiter um das klassische Geschäft mit PCs und Druckern und behält auch das bisherige HP-Logo. Beide Unternehmen werden an der Börse gehandelte Aktiengesellschaften. Die bisherigen HP-Aktionäre bekommen Anteile an beiden neuen Unternehmen. Bis zum Ende des Finanzjahres 2015 soll die Trennung vollzogen sein. Das wäre dann spätestens am 31. Oktober 2015.

Die ursprüngliche Strategie von CEO Meg Whitman war es Hewlett-Packard als ein Unternehmen fortzuführen. Doch das scheint nun Geschichte zu sein, HP soll ganz im Gegenteil in zwei selbstständige Bereiche aufgeteilt werden. Das berichtet das Wall Street Journal. Und zwar in eine PC- und Drucker-Sparte, die als eigene Aktiengesellschaft firmiert und in eine Unternehmen- und Dienstleistungen-Sparte, die ebenfalls als eigene AG an der Börse gehandelt wird.

Bereits Whitemans Vorgänger Leo Apotheker hatte Spin-Offs geplant. Whitman begrub diese Pläne aber nachdem sie den CEO-Posten von Apotheker übernommen hatte. HPs PC-Geschäft hatte zuletzt gute Zahlen erwirtschaftet, insofern könnte der jetzige Zeitpunkt optimal sein.

Wenn HP diese Aufteilung tatsächlich umsetzt, dann geht das Unternehmen einen ähnlichen Weg wie IBM ihn bereits vor einiger Zeit eingeschlagen hat. IBM hatte zunächst sein PC-Geschäft und dann seinen Serverbereich verkauft und betätigt sich seitdem als Dienstleistungs- und Service-Unternehmen für Profi-Kunden.

Zuletzt steuerte das PC- und Druckergeschäft rund 50 Prozent zum Gesamtumsatz von HP bei. Dieser betrug im letzten Quartal 27,6 Milliarden US-Dollar. Speziell der Umsatz des PC-Geschäfts lag um zwölf Prozent über dem Vorjahr. Das Druckergeschäft war dagegen etwas rückläufig, trotzdem blieb es profitabel. Die HP-Geschäftsbereiche Software und Services wiederum gingen um zwei Prozent zurück.

Die Aufsplitterung soll im Jahr 2015 vollzogen werden, wie das Wall Street Journal aus gut informierten Kreisen erfahren haben will. Die derzeitige CEO (Vorstandsvorsitzende) von HP, Meg Whitman, soll Chairman (Aufsichtsratsvorsitzende) der PC- und Druckersparte werden und zudem CEO (Vorstandsvorsitzende) des Bereichs Unternehmen und Dienstleistungen. Dessen Chairman (Aufsichtsratsvorsitzende) soll Patricia Russo werden. Dion Weisler wird CEO der PC- und Druckerbereichs.

IDG World Expo legt Macworld Expo auf Eis

Im kommenden Frühjahr wird es keine Macworld|iWorld geben, gibt der Veranstalter IDG World Expo bekannt. Die Zukunft der als Macworld Expo früher höchst erfolgreichen Messe ist mehr als ungewiss.

"Wir kündigen heute an, dass Macworld|iWorld eine Pause einlegt und nicht wie geplant im Jahr 2015 stattfinden wird. Unser Event MacIT, die welterste Veranstaltung, die sich der Verbreitung von Macs in Unternehmen widmet, wird kommendes Jahr fortgesetzt, Details dazu gibt es in den nächsten Wochen," verlautbart IDG World Expo in einer Pressemitteilung im Oktober. Die einst höchst erfolgreiche Consumer-Messe rund um Apples Produkte dürfte damit Geschichte sein. IDG World Expo hat seit 1985 Events rund um Apple und Macs veranstaltet, hunderte von Apple-Produkten haben im Rahmen der Messe das Licht der Welt erblickt, wie die Pressemeldung weiter ausführt.

Zu ihren Glanzzeiten lockte die Macworld in den USA zweimal das Publikum, im Winter nach San Francisco, im Sommer an die Ostküste nach Boston oder New York. Darüber hinaus war die Macworld Expo auch in Tokio vertreten, um die 80.000 Besucher machten dort die Macworld Expo zur größten ihrer Art. Etwas bescheidener, aber nicht minder erfolgreich, fielen die Ausgaben in Deutschland aus, zunächst in Frankfurt, später in Düsseldorf.

Ab Ende der Neunziger Jahre änderte sich der Markt jedoch radikal, Apple entdeckte eigene Möglichkeiten zur Präsentation seiner Produkte, Services und Strategien. Im November 1997 etwa ging der Apple Store an den Start, die bis dahin nur Experten vorbehaltene Entwicklerkonferenz WWDC weitete Apple nach und nach zu seinem wichtigsten Event aus, das eigene Veranstaltungen wie die in dieser Woche geplante Keynote begleitete. Nicht zuletzt sieht Apple selbst seine Apple Stores als permanente Apple Messe, die es rund um die Welt in mittlerweile mehr als 400 Ausgaben gibt. "We don't believe in tradeshows" heißt es daher in Cupertino, das letzte Mal besuchte Apple die Macworld Expo im Januar 2009 als Aussteller und Keynote-Veranstalter. Zuvor schon hatte Apple der Sommerausgabe den Rücken gekehrt, als diese von New York nach Boston zurück ging. Zu provinziell, meinte Apple, die Macworld Expo ohne Apple schaffte gerade mal ein Jahr. Etwas länger hielt nun die als Messe und Konferenz gleichermaßen angelegte Macworld|iWorld durch, die IDG als Antwort auf Apple Fehlen thematisch ausweitete und in den Februar verlegte. Auch andere Apple-Messen haben das zeitliche gesegnet, die Apple Expo in Paris beispielsweise oder die MacExpo in London und später auch in Köln. Und auf der Cebit hatte Apple zuletzt im Jahr 1999 ausgestellt.

Sparkassen zeigen Interesse an Apple Pay

In den USA startet im Oktober Apples neues Bezahlsystem Apple Pay. Über NFC und Passbook können Besitzer eines iPhone 6 oder iPhone 6 Plus unterwegs ganz einfach und sicher mit ihrem Fingerabdruck bezahlen. Kreditkartendaten werden dabei nicht übertragen. In den USA sind viele große Banken und bereits über 220.000 Geschäfte mit dabei.

Zu den Plänen für Deutschland hat sich Apple bisher nicht geäußert. Dennoch haben die Sparkassen nun ihr Interesse bekundet, bei Apple Pay mitmachen zu wollen. Das Nachrichtenmagazin Spiegel zitiert in seiner Montagsausgabe Sibylle Strack vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGB) mit den Worten: "Wenn das System in Deutschland eingeführt wird, kommt Apple an den Sparkassen nicht vorbei." Und weiter: "Wir wären an einer Zusammenarbeit sehr interessiert."

Alle Fragen und Antworten zu Apple Pay haben unsere Kollegen der Computerwoche gesammelt

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