Das war das Mac-Jahr 2009
Jahresrückblick August 2009: Snow Leopard ist da
Ein klein wenig früher als angekündigt kommt Mac-OS X 10.6 Snow Leopard in die Läden. Das Update ist zwar ein komplettes Betriebssystem, aber für den moderaten Preis von 29 Euro zu haben. Vor allen Dingen unter der Haube hat Apple am System geschraubt. Von Snow Leopard verkauft Apple in den ersten Wochen so viele Betriebssystemlizenzen wie noch nie zuvor.
Mac-OS X 10.6 Snow Leopard ist da
Die ersten öffentlichen Zeitpläne Apples sprachen von der ersten Jahreshälfte 2009, im Sommer korrigierte der Mac-Hersteller den Erscheinungstermin für Mac-OS X 10.6 Snow Leopard auf "September". Am letzten Freitag im August ist es schließlich so weit: Apple veröffentlicht Mac-OS X 10.6 Snow Leopard.
Die Upgradeversion für Nutzer von Leopard kostet 29 Euro. Die Familienlizenz für bis zu fünf Rechner kostet 49 Euro. Wer 10.5 Leopard noch nicht besitzt, muss das so genannte "Mac Box Set" für 169 Euro kaufen. Dies enthält zugleich noch iWork und iLife. Gegen 229 Euro erhält der Kunde hier eine Family-Version des Box Sets. Einzeln kann man 10.6 Snow Leopard nicht als Volllizenz erwerben.
Laut Apple haben die Software-Ingenieure 90 Prozent der über 1.000 Projekte in Mac OS X weiterentwickelt. So reagiert der Finder jetzt schneller, Mails werden schneller durchsucht und angezeigt und mit Quicktime X hat Apple die Multimediaumgebung von Mac-OS X neu gestaltet. Das Dock enthält jetzt eine Art Exposé-Ansicht, die alle offenen Fenster eines Programmes zeigt.
Der Start von Snow Leopard am Morgen des 28. August verlief ruhig. Vor dem Apple Store in der Rosenstraße in München bildeten sich keine Schlangen. Nur etwa 20 Personen warteten kurz vor 9 Uhr auf Einlass.
Die Erkentnisse der ersten Praxistests: 3D-Spiele wie Doom 3 oder Unreal 2004 laufen unter Snow Leopard spürbar langsamer. Die Frameraten liegen etwa 15 bis 20 Prozent niedriger als unter 10.5 (gemessen auf einem Mac Pro, 2,0 GHz mit Geforce 7300 GT)
Snow Leopard Launch Day
Bei Gravis herrscht gar gähnende Leere. Auch hier gibt es 10.6 bereits bei Ladenöffnung zu kaufen.
Etwa 10 Minuten vor 9 Uhr heute morgen warten nur wenige Kunden vor dem Apple Store
Kurz vor 9 Uhr kommen die ersten Kunden
Bis zum Einlass um Punkt 9, haben sich etwa 20 Snow-Leo-Kunden versammelt.
Alle Kunden werden schnell und prompt mit dem neuen Mac-OS ausgestattet. Der Vorrat ist zumindest im Apple Store in München ausreichend. Auch die Media-Märkte haben die neue Version schon vorrätig.
Nach der Installation auf unserem Macbook Pro stellt Snow Leopard Probleme mit einer Schrift fest. Wir entfernen sie.
Das noch von System 7 stammende Bildformat "Pict" wird nun nicht mehr unterstützt.
Apple Remote Desktop installiert seine Systemkomponenten neu, danach arbeitet es allerdings problemlos.
Der 10.6-Installer legt im Wurzelverzeichnis der Boot-Platte einen Ordner an, in den er inkompatible Software verschiebt. Wir finden hier lediglich einen alten iSync-Treiber für Sonys Clie-PDA.
In einer Readme-Datei gibt das System nähere Auskunft über die gefundenen, inkompatiblen Programme.
Systemeinstellungen von Drittanbietern, die nicht 64-Bit-fähig sind lassen sich zunächst nicht öffnen.
Man kann die Systemeinstellungen jedoch im 32-Bit-Modus starten.
Einige Systemeinstellungen, wie hier "MenuMeter" lassen sich aber auch dann nicht verwenden.
In der nachfolgenden Bildergalerie finden Sie unter anderem die ersten Fehlermeldungen, die uns direkt nach der Installation aufgefallen sind. Es gibt Probleme mit Zeichensätzen, diversten alten Kernel-Extensions und vor allem älteren Systemeinstellungen, die noch nicht 64-Bit-fähig sind.
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