Das war das Mac-Jahr 2009
Jahresrückblick Juli 2009: Starke Zahlen, heiße Gerüchte
Apple legt ein Rekordquartal nach dem anderen vor und ignoriert die Krise. Lediglich der iPod merkt Sättigungseffekte - dafür soll Apple aber schon intensiv an einem neuen Knaller arbeiten, dem Tablet-Mac.
Der Traum vom Mac-Tablett
Anfang September zeigt Apple traditionell neue iPods. Der Knüller 2009 soll aber ein Gerät werden, das zum einen Apples Antwort auf die Notebookfrage sei und zum anderen ein iPod Touch XL mit Zehn-Zoll-Bildschirm. Dieses Gerät soll schon um September erscheinen. Spekulationen um einen Tablet-Mac sind nicht neu - und den heiß gehandelten Septembertermin hat Apple verpasst. Nun ruhen die Hoffnungen auf Anfang 2010.
Das iTablet in der Phantasie der Künstler
Die englische Seite Macformat tippt auf einen Tablet-Mac mit externer Tastatur. Eine Dockingstation wie im Bild hat Apple sich bereits patentieren lassen. So wenig Phantasie trauen wir Apple aber nicht zu.
Das iTablet von Steini Freyr stammt noch von 2005. Gut zu erkennen die Tiger-DVD. Aber das Modbook von Axiotron hat bereits gezeigt, dass sich Mac-OS X nur bedingt auf Touchscreens nutzen lässt.
Dieses Bild eines mutmaßlichen Prototyps wurde dem Tech-Blog Engadget zugespielt. Das Gerät befindet sich in einer geschlossenen Vitrine. Das Betriebssystem ist eine XL-Ausgabe des iPhone-OS. Ob das Bild authentisch ist, kann Engadget nicht bestätigen, durch die Vitrine sind Details des Gehäuses jedoch ohnehin kaum zu erkennen.
Vor zwei Jahren entstand dieses Design von Pablogger, das ein internes DVD-Laufwerk vermutet. DVD ist aber recht langweilig und widerspricht an sich dem Gedanken "Netbook". Apple hat gerade erst eine iPhone-Software veröffentlicht, welche Inhalte auf der Mobile Me iDisk nutzbar macht. Das klingt vielversprechend.
Der Blog wowio.wordpress.com vermutet ein sehr großes iPhone. Nur stellen wir uns das Telefonieren - ohne Headset - mit solch einem Brett höchst komisch vor.
Sogar eine passende Werbeanzeige gibt es schon. Eine echte Apple-Kampagne dürfte aber wesentlich pfiffiger daherkommen.
Tommaso Gecchelin schlägt eine Art Macbook Touch vor - mit einem elastischen Bildschirm. Sehr überzeugend - aber eher nicht vor 2020 machbar.
Von 2007 stammt dieser iPhone Pro von Artilleryunit. Auch hier irritiert das Dock. Nochmal: Wenn das ominöse Mac-Tablet ein iPod Touch XL wird, dann sicherlich mit iPhone-OS 3.0. Wer braucht auf solch einem Gerät auch schon echtes Multitasking?
Eine Tastatur erwarten nur wenige Designer, anders Gizmodo. Eine Tastatur wäre aber ein echter Rückschritt. Jetzt, wo iPhone-OS 3.0 die Tastatur stets im Querformat darstellen kann?
PC World erwartet einen größeren Bildschirm. Zehn Zoll sollten es schon sein, 1200 mal 1024 Pixel mindestens.
Eher unwahrscheinlich ist ein Bildschirm dieser Größe, den Gizmodo bei Flickr fand. Wenigstens setzt dieser Entwurf auf iPhone-OS. iPhone meets Breitmaulfrosch.
Einen ganzen Tablet-Contest hat vor einiger Zeit Gizmodo veranstaltet dieses Konzept stammt von Thomas Palmer. So könnte man sich eine virtuelle Tastatur vorstellen. Spannend ist hier die Frage des Druckwiderstands der Tasten...
Gewinner der Wettbewerbs wurde das Konzept von Logan Lape. Auch hier der vielleicht entscheidende Fehler: Mac-OS X müsste sehr stark angepasst werden. Schön die Garageband-Idee mit der virtuellen Klaviatur, auch dafür hat ja Apple ein Patent. Vielleicht arbeiten die Programmierer in Cupertino schon daran
Runde Formen erwartet John Kruemp, auch ein Teilnehmer des Wettbewerbs, der auf ein für Touchpads umgeschriebenes Snow Leopard setzt.
Das ist keine Studie sondern das bald erscheinende Modbook Pro (für 5000 US-Dollar)
Auch IGN erwartet eine integrierte Tastatur, die aber nur wenig Platz für den Bildschirm ließe.
Das von Adam Benton für Mac Format erstellte Design gehören sicher zu den schönsten Mockups. Wenn es gelingt, den Bildschirm noch kratzfester und vor allem flüssigkeitsabweisend zu machen, würde sich solch ein Pad auch als Frühstücksbrett eignen. Die Zeitung hat dann ausgedient.
Natürlich hat sich auch Macwelt des Themas angenommen.
So stellt sich unser 3D-Künstler...
.. das Mac-Tablet vor.
Einen Tablet-Mac gibt es schon heute käuflich zu erwerben, das von Axiotron von einem handelsüblichen Macbook umgebaute Modbook. Im Macwelt-Test überzeugte das Axiotron Modbook jedoch nicht, vor allem gibt das Gerät keine Antwort auf seinen eigentlichen Einsatzzweck. Als mobiles Internetgerät ist es zu groß, zudem fehlt ein integriertes UMTS-Modul. Das dunkle und kontrastarme Display würde zudem keinen Grafiker glücklich machen, als recht unhandlich erwies sich die Stifteingabe.
Also setzten selbst ernannte Insider und solche, die es noch werden wollen, auf Apple, das ganz bestimmt an einem Tablet-Mac, iTable, iPad, Macnetbook, iPod Touch XL oder was auch immer arbeite. In der ersten Jahreshälfte 2010 sei es soweit, hieß es meist, im Hochsommer beschleunigten sich die Spekulationen, schon im September werde das Gerät das Licht der Welt erblicken. Zu früh gefreut, wie man am Ende des Jahres weiß.
Spekulationen um einen Tablet-Mac sind nicht neu. Meist wehten die stärksten Duftschwaden aus der Gerüchteküche in Verbindung mit Apple-Events. So hieß etwa im August 2008, Apple plane ein derartiges Gerät zur Macworld Expo 2009 - auf der schließlich Phil Schiller die letzte Apple-Keynote überhaupt hielt und immerhin ein Macbook Pro 17-Zoll präsentierte. Das war zwar berührungsempfindlich und verstand sich auf Multitouch, doch nur auf dem Trackpad und nicht dem Bildschirm. Im November 2008 gar erhielt Apple ein Patent, das konkret auf einen Tablet-Mac hinweisen sollte, doch die patentierten " Methoden und Geräte, um ein tragbares elektronisches Gerät anzudocken, das sich in mehreren Ausrichtungen benutzen lässt" haben eine Geschichte, die bis ins Jahr 2005 zurückreicht. Wenn überhaupt Apple die Techniken für ein Mac-Tablet vorgesehen haben sollte, für eine unmittelbar bevorstehende Produkteinführung sprechen sie nicht.
Apple hat sich in seiner Bilanzpressekonferenz zum dritten Quartal 2008/2009 definitiv vom Thema "Netbook" verabschiedet. Ein Gerät zu einem Preis von 400 bis 500 US-Dollar könne man nicht mit den Ansprüchen an Design, Technik und Benutzbarkeit machen, kommentierte Apple-COO Tim Cook langjährige Spekulationen.
Die Absage an ein Netbook, das mit den Geräten von Asus, Acer und Konsorten direkt konkurriere, bedeutet aber nicht, dass Apple den Markt nicht völlig neue definieren könnte. So drehten sich die jüngsten Spekulationen weniger um ein geschrumpftes Macbook mit echter Tastatur oder mit Touchscreen, sondern eher um einen vergrößerten iPod Touch. Ausgestattet mit Wi-Fi und womöglich UMTS hätte ein solches Gerät sicher Vorteile. Die Grundanforderungen an ein Netbook, unterwegs surfen, spielen, E-Mails schreiben, erfüllen bereits iPod Touch und iPhone, dass der Touchscreen des iPhone um Welten besser funktioniert als der des Modbook, beweisen rund 65.000 Apps im App Store. Warum also nicht die Fläche so weit vergrößern, sodass man die virtuelle Tastatur mit zehn Fingern bedienen könne? Apple wäre etwas derartiges zuzutrauen und wenn man das Gerät auch gleich zusammen mit den an das iPhone gewöhnte Providern mit einem UMTS-Vertrag subventioniert verkauft, könnte man trotz beträchtlicher Entwicklungs-, Herstellungs- und Marketingkosten deutlich unter der 1000-Dollar-Marke bleiben.
Künstler, Designer und Fans machen sich seit Jahren Gedanken, wie denn so ein Mac-Tablet aussehen könnte. Photoshop macht es möglich: Die Studie des Designers Yann Le Coroller aus dem Frühjahr 2007 würde auch Apple alle Ehre machen - beschränkt sich jedoch auf Äußerlichkeiten. Sie verrät nicht, welche Technik wo eingebaut sein könnte, zudem setzte der Designer in Vor-iPhone-Zeiten noch auf einen Eingabestift. Aus dem Herbst des gleichen Jahres stammt das Gerücht, Apple würde an einer Neuauflage des Newton arbeiten, der in Gestalt eines um 50 Prozent größeren iPhones daherkäme. Der Multitouch-Screen mit 720 mal 480 Pixeln würde bei den heute geforderten 10 Zoll Bildschirmdiagonale jedoch keineswegs die hohe Auflösung von iPod Touch und iPhone zeigen.
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