Von Patrick Woods - 30.05.2008, 14:32

Das war die Woche: 10.5.3, Quark 8 und Kartellverfahren

Apple veröffentlicht das lang erwartete Update für Leopard, DTP-Riese Quark zeigt eine Vorschau auf Quark 8 und Intel hat Kartellprobleme mit der EU.

10.5.3 - Alles neu macht der Mai?
Im Vorfeld war schon viel über 10.5.3 berichtet worden. Hunderte Fehler sollen damit behoben werden. Leopard mit dem Update endlich seiner Kinderkrankheiten entledigt sein. Jetzt ist 10.5.3 da, verlangt 200 bis über 400 MB Downloadvolumen, behebt Fehler und stopft Sicherheitslücken. Eine erste Analyse von Macwelt zeigt jedoch, dass auch in der neusten Version noch nicht alles glänzt. Dafür gibt es seltsam übersetzte neue Optionen und alte Fehler.
Gleichzeitig enthält 10.5.3 das Sicherheitsupdate 2008-003, das 26 Lücken schließt. Darunter Sicherheitsprobleme in Mail, iCal, Coregraphics und Appkit. Wer noch unter Tiger unterwegs ist oder lieber auf 10.5.3 verzichten will, kann das Sicherheitsupdate auch ohne Leopard-Aktualisierung herunterladen.
QuarkXPress 8 wird vorgestellt
Wer auf dem Mac mit Publishing zu tun hat, kennt die Software des Softwareherstellers Quark. Xpress war einer der Vorreiter der Layoutsoftware und verschaffte dem Mac Mitte der Achtziger das Publishing-Image, das ihm teilweise bis heute anhaftet. Heute kämpft Quark vor allem gegen die Konkurrenz von Adobe an. Mit QuarkXPress 8 will das Unternehmen jetzt wieder an Boden gewinnen.
Version acht kommt schon oberflächlich betrachtet moderner und aufgeräumter daher und bringt zusätzlich einige Neuerungen mit, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. So können Inhalte mit den so genannten Objektstilen einheitlicher bearbeitet werden. Die von Macwelt getestete Vorabversion offenbarte aber noch einige Schwächen. Ältere Plug-ins funktionieren in der neuen Version nicht und Tabellen sind nicht so einfach zu bearbeiten wie andere Objekte. Einen genauen Release-Termin gibt es nicht, Qark 8 soll innerhalb der nächsten 60 Tage erscheinen.
Stress für Intel
Der Chiphersteller Intel hat erneut Ärger mit der EU. Ihm wird vorgeworfen, seine Marktmacht ausgenutzt zu haben, um dem Konkurrenten AMD gezielt zu schaden. So soll Intel laut der Financial Times Deutschland seit 1999 einen exklusiven Deal mit der Handelskette Media Markt haben. Die Elektronikkette erhält Rabatte und verkauft als Gegenleistung keine Produkte, die mit AMD-CPUs ausgerüstet sind. Seit 2007 laufen zwei Kartelverfahren gegen Intel. Dem Unternehmen wurde in der Vergangenheit schön öfters vorgeworfen, seine Marktmacht zu missbrauchen.
Jetzt macht die EU ernst und will laut der FTD Sanktionen gegen Intel verhängen. Man habe jetzt genug Beweise, soll die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes gesagt haben. Intel habe der Media-Markt-Mutter Media Saturn Holding alleine letztes Jahr 85 Millionen Euro Zuschuss in Form von Einkaufsrabatten und dubiosen "Werbekostenzuschüssen" gezahlt. Die möglichen Strafen gegen die beteiligten Unternehmen sind drastisch: Die Eu darf zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verlangen. Das wären bei der Media Saturn Holdung 1,7 Milliarden Euro, bei Intel gar 2,6 Milliarden Euro.
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