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Das war die Woche: Prepaid-iPhone und Macbook-Gerüchte

19.09.2008 | 15:30 Uhr |

Lange wurde darauf gehofft, jetzt ist es da: das iPhone 3G als Prepaid-Handy. Günstig und kostentransparent?

Glaubt man den Äußerungen von Konsumenten in Foren und Blogs, so lassen sich viele nur deshalb vom iPhone abhalten, weil sie mit den Tarifkonditionen der Telekomtochter T-Mobile nicht einverstanden sind. Wenig Freiminuten, gedrosselter Internetzugang, hohe laufende Kosten. Deshalb setzten viele ihre Hoffnung auf ein Prepaid-Angebot mit dem Apple-Handy.

Diese Wünsche wurden jetzt erfüllt. Am Donnerstag verkündete T-Mobile , dass man ab Oktober ein Prepaid-Angebot mit dem iPhone bündeln werde. Auf den ersten Blick sieht dies wie die Befreiung des iPhone aus. Keine lange Vertragslaufzeit, kein laufenden Kosten und dennoch ein eigenes iPhone besitzen. Diese Hoffnungen werden auf den zweiten Blick aber doch leicht enttäuscht. Die Details zeigen : Das iPrepaid-Handy ist keineswegs günstiger als ein vertragsgebundenes iPhone. Nur wer wenig telefoniert und möglichst nicht auf das Internet zugreift, der kommt günstiger weg als mit einem Vertrag.

Das Internethandy mit teurem Internet

Wer regelmäßig mobil ins Netz möchte, der braucht einen zusätzlichen Datentarif. Mit Mindestlaufzeit und monatlichen Fixkosten. Das ist nicht das, was dem Prepaidgeist entspricht. Kunden in anderen Ländern haben es da besser. In Großbritannien schenkt O2 jedem Prepaidkunden, der für etwa 430 Euro ein Prepaid-iPhone kauft, ein ganzes Jahr Datenflatrate dazu. T-Mobile gibt für 570 Euro immerhin 100 Euro Guthaben dazu. Gerade die wenig attraktiven Datenoptionen beim Prepaid-iPhone werden aber vermutlich viele Kunden abschrecken.

Es sieht so aus, als wolle T-Mobile unbedingt verhindern, dass das Prepaidangebot die Vertragsabschlüsse kannibalisieren könnte. Die Rechnung könnte aufgehen. Bei dem derzeitigen Angebot erscheint es kaum wahrscheinlich, dass sehr viele Kunden 570 Euro für ein Handy ausgeben werden, das wie das Vertrags-iPhone einen Net-Lock hat. Man kann es ausschließlich mit T-Mobile-Karten nutzen. Ein Trostpflaster ist die Möglichkeit, für 99 Cent Grundgebühr im Monat für alle Gespräche ins Festnetz oder zu T-Mobile nur 29 Cent (insgesamt, nicht pro Minute) zu zahlen. Dennoch sind die Tarife angesichts des Preiskampfes auf dem Prepaidmarkt happig. Für Nutzer, die weder mobiles Internet noch Telefoniefunktionen benötigen, hat Apple schließlich den iPod Touch im Programm.

Das Macbook Pro aus der Zukunft

Diese Woche dominierte jedoch nicht nur das iPhone. Auch die Gerüchte rund um neue Macbooks und Macbook Pros treiben die Gerüchteseiten um. Wie nervös die Macszene derzeit ist, zeigt das Beispiel von T-Systems. Der Technikdienstleister betreibt auf einer Webseite einen Onlineshop für Geschäftskunden. Unter anderem gibt es dort auch Macbook Pros zu kaufen. So entdeckte ein aufmerksamer Surfer, dass mit einem Produktbild eines MBP-Modelles etwas nicht stimmt.

Schon sprangen die Mac-Medien darauf an: ist das rätselhafte Bild ein Wink mit dem Zaunpfahl, ein neues Modell, das bald erst vorgestellt wird? Nein. Wie ein Telefonat mit T-Systems zeigt, soll die zuständige Agentur nach Produktbildern gegoogelt haben und hätte dabei wohl ein falsches Bild verwendet . Das gefundene Bild war ein "Fake", ein "Mockup" - eine Bildmanipulation eines Macfans aus diesem Jahr. Schräge Geschichte mit bizarrem Hintergrund, eine Randnotiz im allgemeinen Gerüchterauschen, aber leider kein konkreter Hinweis auf neue Apple-Laptops.

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