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Das war die Woche: Yin und Yang

29.08.2008 | 13:59 Uhr |

Apple verkauft so viele Rechner wie nie, so viele iPods wie nie und steigert seinen Marktanteil beständig. Eigentlich kein Grund um sich Sorgen zu machen. Eigentlich.

Bei Apple scheint es drunter und drüber zu gehen. Einerseits läuft es blendend: Das iPhone verkauft sich bestens, der App Store scheint gut angelaufen zu sein und auch der Absatz der Macs geht ohne besonderen Aufwand nach oben. Dennoch läuft nicht alles glatt.

Beim iPhone 3G gibt es nach wie vor Meldungen über Verbindungsprobleme. Dazu gesellt sich jetzt ein ganz dicker Klops : Offenbar hat Apple mit dem Update auf 2.0.2 ein großes Hintertürchen geöffnet. Wer sein iPhone mit der Code-Sperre vor ungefugtem Zugriff sichert, der macht dies völlig umsonst - zumindest wenn er seine Favoriten mit dem Schnellzugriff per Hometaste belegt hat. Dann kann jeder bequem über das Notrufmenü an die persönlichen Kontakte kommen, E-Mails lesen oder im Internet surfen.

Besonders bitter, dass diese Lücke keine theoretische Schwachstelle ist, die nur von findigen Hackern ausgenutzt werden kann, sondern dies kann jeder nachmachen. Vor 2.0.2 existierte dieses Problem nicht. Man könnte es fast als Anfängerfehler der Softwareentwicklung bezeichnen. Apple gelobt bereits Besserung und soll ein baldiges Update angekündigt haben. Eine weitere kleine Ohrfeige für das iPhone lieferte die britische Werbeaufsicht. Sie erklärte , dass das iPhone mangels Flash und Java entgegen der Werbeaussage das Internet nicht zu 100 Prozent beherrsche. Die Werbung sei deshalb irreführend und solle ncht mehr gezeigt werden.

Apropos: Für Jobs kam es am Donnerstag ganz dick. Der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg erklärt den Apple-Chef kurzerhand für tot . Jemand hatte wohl im System der Webseite den falschen Knopf gedrückt und so rutschte ein vorproduzierter Nachruf deutlich zu früh ans Licht der Öffentlichkeit. Sicherlich keine angenehme Vorstellung für Steve Jobs, dass die Medien angesichts der Krankheitsgerüchte der letzten Monate bereits vom baldigen Ableben des Apple-Chefs ausgingen. Vielleicht beruhigt es ihn, dass Nachrichtenagenturen dies bei Prominenten öfter so handhaben.

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