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Das winzige Logicboard des Apple Pencil

19.11.2015 | 16:30 Uhr |

Die Reparaturspezialisten von iFixit können es nicht lassen: Beim Zerlegen des Apple Pencil finden sie die wahrscheinlich kleinste Platine der Welt.

Das Urteil ist auf den ersten Blick vernichtend: Bei iFixit bekommt der Apple Pencil bei der Bewertung seiner Reperaturfähigkeit nur einen von zehn möglichen Punkten . Das Zubehör für das iPad Pro ist also praktisch irreparabel, aber das war nicht anders zu erwarten. Lediglich Kappe und Feder lassen sich austauschen, wenn nach etlichen Jahren der eingebaute Akku keine Ladung mehr hält, muss man den Stift gegen einen neuen austauschen, der Apple Pencil wird zum Elektroschrott.

An die Innereien sind die Ingenieure von iFixit nur mit Hilfe einer Kreissäge gekommen, mit der sie die Plastikhülle des Stifts in Längsrichtung zerschnitten. Im Stift gibt es einiges zu entdecken. So liefert der Akku eine Spannung von 3,82 Volt und hält eine Ladung von 0.329 Wattstunden fest. Zum Vergleich: Der Stift des Surface Pro verwendet eine AAAA-Batterie, die 0,4 bis 0,9 Wattstunden bereithält - sich aber nicht aufladen lässt. Der Akku des Apple Pencil hingegen ist innerhalb von 15 Sekunden so weit aufgeladen, dass er neun Stunden lang durchhält, verspricht der Hersteller.

Ein Logicboard wie das im Apple Pencil verbaute hatten die Experten von iFixit so auch noch nicht gesehen. Um alle Komponenten unterzubringen, hat Apple das Board in zwei Teile zerlegt und übereinander gesteckt. Gerade mal ein Gramm wiegt das Logicboard, der zentrale Prozessor ist ein 32-Bit-Chip auf ARM-Architektur. Diverse bewegliche Teile im Inneren des Stift und in der Spitze messen sowohl den Druck auf den iPad-Bildschirm als auch den Neigungswinkel.

Die Reparatur also quasi unmöglich, das Zerlegen irreversibel, so verwundert es nicht, dass Apple Zulieferer noch Probleme bei der Produktion des Apple Pencil haben. Bis zu fünf Wochen beträgt nun die Lieferzeit .

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