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Datacolor Spyder 3 für korrekte Farben

16.10.2007 | 13:56 Uhr |

Colorvision übernimmt den Namen der Muttergesellschaft und bringt ein verbessertes Messgerät für Monitore: Spyder 3 hat größere und anders angeordnete Sensoren, was die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Messung erhöhen soll.

Datacolor Spyder 3
Vergrößern Datacolor Spyder 3

Spyder 3 ist Nachfolger des Messgeräts Spyder 2, das vom schweiz-amerikanischen Unternehmen Colorvision stammt. Mit Version 3 des Messgeräts vergrößert der Hersteller die Messfläche und die Position der Sensoren. Damit soll die Lichtempfindlichkeit um 400 Prozent steigen und die Messergebnisse um 37 Prozent genauer sein als beim Vorgänger. Spyder 3 ist ab sofort im Handel und kostet 259 Euro.

Neu im Spyder 3 ist außerdem ein Sensor für das Umgebungslicht - auf Wunsch prüft das Messgerät ständig das Umgebungslicht und warnt, wenn die Lichtstärke zu weit vom Zeitpunkt der Messung abweicht.

Laut Datacolor (Colorvision wechselt den Firmennamen und firmiert künftig unter dem Namen der Muttergesellschaft Datacolor) arbeitet Spyder 3 zugleich deutlich schneller als bisher - eine Neukalibrierung (wenn bereits einmal eine exakte Messung abgelaufen ist) dauert noch 2,5 Minuten. Die Erstmessung dagegen muss man mit fünf bis sieben Minuten veranschlagen.

Ein Bildschirm oder ein Projektor (Neudeutsch: "Beamer") liefert keine genormten Farben. In der Regel sind direkt nach dem Kauf die Farben gut, entsprechen aber nicht Normen wie PAL (für Fernseher) oder Adobe sRGB (was zum Teil von Digitalkameras berücksichtigt wird). Im Laufe weniger Monate verschlechtern sich dann bei allen Monitoren (unabhängig von Hersteller, Preis oder Ausstattung) fast immer Helligkeit und meistens auch die Farbzusammensetzung. Einzige Abhilfe ist, Helligkeit, Farbzusammensetzung und -sättigung regelmäßig zu messen. Die Messung zeigt, wie weit der Monitor vom genormten Wert abweicht. Wichtiger aber ist, dass die Messung sich in Korrekturwerte umrechnen lässt, die an die Grafikkarte übermittelt werden. Aufgabe der Grafikkarte ist es dann, die Werte auf dem Monitor wieder - so weit möglich - an die Norm heran zu bringen.

Weitere Informationen unter www.spyder3.com

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